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Neue Gleise in der Oberstadt

Montag, 23. August 2010, 14:15 Uhr
In einer Woche beginnen die Arbeiten zur Gleisgrunderneuerung in der Stolberger Straße. Welcher Abschnitt davon "betroffen" ist, das hat die nnz erfahren...


Los geht es zwischen Johann-Sebastian-Bach-Straße und Dr.-Robert-Koch-Straße. Auf einer Länge von 260 Metern werden auf dem zweigleisigen Streckenabschnitt die Gleise ausgetauscht und damit insgesamt 520 Meter Gleis erneuert. Aufgrund von Verschleiß und starker Abnutzung des Schienenmaterials müssen die Verkehrsbetriebe hier investieren. Letztmalig wurden 1981 neue Gleise auf diesem Abschnitt verlegt.

Fritz Keilholz, Betriebsleiter Straßenbahn, informiert, dass sich die Verkehrsbetriebe bewusst dazu entschieden haben, den Straßenbahnverkehr unter laufendem Baubetrieb weiterzuführen. „Während ein Schienenstrang ausgetauscht wird, befördern die Bahnen auf der anderen Gleisseite die Fahrgäste quasi an der Baustelle vorbei“, informiert Keilholz. Eine Baustelle in dieser Größenordnung bringt natürlich Einschränkungen für Fahrgäste, Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer mit sich. „Dafür entfallen eine Vollsperrung und die damit verbundene großräumige Umleitung des Verkehrs in der Oberstadt“, so Fritz Keilholz. Die Haltestelle Dr.-Robert-Koch-Straße wird ganz in der Nähe durch eine provisorische Haltestelle ersetzt, die sich jeweils auf der genutzten Gleisseite befindet.

Die Baumaßnahme untergliedert sich in die grundhafte Erneuerung der Gleisanlage, der Anpassung und Erneuerung der Fahrleitungsanlage (Oberleitungen) und die Erneuerung der Nebenanlagen. In beiden Fahrtrichtungen werden die Haltestellenbereiche barrierefrei ausgebaut und mit Wartehallen und dynamischer Fahrgastinformation ausgestattet. Ein Fahrscheinautomat und die Fußgängerquerung über die Stolberger Straße im Bereich der Haltestelle Dr.-Robert-Koch-Straße werden den Ausbau komplettieren.

Der Freistaat Thüringen fördert die Investition mit 75 Prozent der Kosten. Neben Gleisen, Oberleitungen und Nebenanlagen werden Abwasserkanalisation und Straßenbeleuchtung erneuert. Betriebsleiter Fritz Keilholz rechnet damit, die Gleisanlage Mitte Dezember übergeben zu können. Für den nicht vermeidbaren Anstieg des Geräuschpegels und die räumlichen Einschränkungen im Bereich der Baustelle bittet er vor allem die Anwohner um Verständnis.
Autor: nnz

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