Autistenheim: Ein Thüringer Weg?
Freitag, 14. Februar 2003, 12:10 Uhr
Bleicherode (nnz). Am Montag soll das Wohnheim für Autisten in Bleicherode eröffnet werden. Das verkündete der Chef des Kyffhäuser-Bildungswerkes, Heinrich Schnatmann, vor drei Wochen in der nnz. Doch Schnatmann hatte seine Rechnung ohne den bekannten Wirt aufgemacht.
Und dieser Wirt, das Landessozialamt in Meiningen, hatte Schnatmann in dieser Woche ein Fax geschickt. Darin hieß es, dass die Vereinbarung zugeschickt werde, sie werde aber die so genannte Tagesstruktur, also die ganztägliche Betreuung der Menschen, nicht berücksichtigen. Für das Kyffhäuser-Bildungswerk ein nicht hinnehmbarer Umstand. Nach nnz-Recherchen soll das Landessozialamt auf Empfehlung des Thüringer Sozialministeriums so entschieden haben.
Das allerdings verwundert Heinricht Schnatmann. Für die Betreibung des Wohnheims in Bleicherode habe das Bildungswerk nicht nur mit dem Land Thüringen einvernehmliche Regelungen gesucht, sondern auch mit zwölf anderen Bundesländern. Auch von dort sollen autistisch Kranke in Bleicherode rund um die Uhr betreut werden. Und für diese Bundesländer sei die Tagesstruktur die beste Betreuungsform. Nur nicht für die Sozialexperten in Thüringen.
So wird Schnatmann die Zustellung der Vereinbarung in der kommenden Woche abwarten. Möglich sei dann zwar eine Eröffnung des Wohnheims, dieses müsste dann jedoch ausschließlich von diesen zwölf Bundesländern finanziert werden. Hinsichtlich der Verweigerungshaltung des Freistaates Thüringen schließt der Geschäftsführer die Anrufung der zuständigen Schiedsstelle nicht mehr grundsätzlich aus.
Autor: nnzUnd dieser Wirt, das Landessozialamt in Meiningen, hatte Schnatmann in dieser Woche ein Fax geschickt. Darin hieß es, dass die Vereinbarung zugeschickt werde, sie werde aber die so genannte Tagesstruktur, also die ganztägliche Betreuung der Menschen, nicht berücksichtigen. Für das Kyffhäuser-Bildungswerk ein nicht hinnehmbarer Umstand. Nach nnz-Recherchen soll das Landessozialamt auf Empfehlung des Thüringer Sozialministeriums so entschieden haben.
Das allerdings verwundert Heinricht Schnatmann. Für die Betreibung des Wohnheims in Bleicherode habe das Bildungswerk nicht nur mit dem Land Thüringen einvernehmliche Regelungen gesucht, sondern auch mit zwölf anderen Bundesländern. Auch von dort sollen autistisch Kranke in Bleicherode rund um die Uhr betreut werden. Und für diese Bundesländer sei die Tagesstruktur die beste Betreuungsform. Nur nicht für die Sozialexperten in Thüringen.
So wird Schnatmann die Zustellung der Vereinbarung in der kommenden Woche abwarten. Möglich sei dann zwar eine Eröffnung des Wohnheims, dieses müsste dann jedoch ausschließlich von diesen zwölf Bundesländern finanziert werden. Hinsichtlich der Verweigerungshaltung des Freistaates Thüringen schließt der Geschäftsführer die Anrufung der zuständigen Schiedsstelle nicht mehr grundsätzlich aus.
