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Kurz & bündig am 13. Februar

Donnerstag, 13. Februar 2003, 19:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz-Redaktion hat die wichtigsten Nachrichten aus Thüringen zusammengetragen. Wenn Sie wissen wollen, was heute so alles los war, dann klicken Sie einfach auf MEHR.


Kirchenprojekte gefährdet
Die Kürzung der Mittel für die Landesdenkmalpflege gefährdet nach Angaben der evangelischen Landeskirche Thüringen in diesem Jahr 270 Kirchenprojekte. „Von insgesamt rund 400 Projekten haben wir Glück, wenn noch 130 übrig bleiben“, sagte Oberkirchenrat Stefan Große am Rande einer Tagung in Neudietendorf bei Erfurt. Eine beinahe Halbierung der Mittel für die Denkmalpflege von rund sieben Millionen Euro im Jahr 2002 auf etwa 3,6 Millionen für das Jahr 2003 habe eine echte Notsituation ausgelöst.


Gaspreise steigen an
Die Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH (MITGAS) erhöht nach eigenen Angaben zum 15. Februar dieses Jahre die Arbeitspreise für Gas um 0,148 Cent pro Kilowattstunde netto. Dies entspreche einem Bruttopreis von 0,172 Cent, teilte das in Gröbers in Sachsen-Anhalt ansässige Unternehmen am Donnerstag mit. „Durch den starken und anhaltenden Anstieg der Ölpreise insbesondere in den letzten drei Monaten hatten wir keine Wahl“, sagte ein Unternehmenssprecher.


Räuber-Duo muß hinter Gitter
Nach einer Reihe von Überfällen auf Passanten muss ein räuberisches Duo aus Gera für längere Zeit hinter Gitter. Das Landgericht Gera verurteilte am Donnerstag einen 22 Jahre alten Mann zu fünf Jahren Freiheitsentzug. Sein 25-jähriger Mitangeklagter erhielt drei Jahre und neun Monate Gefängnis. Das Gericht befand die beiden Männer aus Gera unter anderem der räuberischen Erpressung, der gefährlichen Körperverletzung und des Diebstahls für schuldig.


Keine Überstunden für Azubis
Wenn ein Auszubildender mehr Zeit in der Berufsschule verbringt als er an diesem Tag arbeiten müsste, fallen keine Überstunden an. Das entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) am Donnerstag in Erfurt (AZ.: 6 AZR 537/01). Die Zeit, die der Auszubildende länger am Unterricht teilgenommen hat, könne nicht auf die wöchentliche Ausbildungszeit angerechnet werden.


Umbau von Bahnhof startet morgen
Reisende müssen sich auf erhebliche Einschränkungen wegen des millionenschweren Umbaus des Erfurter Hauptbahnhofs einstellen. Die Anlage vom Ende des 19. Jahrhunderts wird bis zum Jahr 2006 in einen leistungsfähigen ICE-Bahnhof umgestaltet. An diesem Freitag beginnt nach Angaben der Deutschen Bahn AG die heiße Phase des 260 Millionen Euro teuren Mammutprojekts. Dann werden die Gleisanlagen auf der Nordseite des Hauptbahnhofes außer Betrieb genommen.


Warum sterben die Mufflons?
Ein ominöses Mufflon-Sterben im Tierpark Bad Köstritz gibt der Polizei Rätsel auf. Tierpfleger hätten am Montag drei urplötzlich verendete Böcke dieser Wildschafrasse entdeckt, teilte die Polizei Gera am Donnerstag mit. Die äußeren Umstände deuteten möglicherweise auf eine Straftat hin. Die zwischen ein und vier Jahre alten Wildschafe gehören nach Angaben der Stadtverwaltung Bad Köstritz (Kreis Greiz) zu einer Mufflon-Herde mit 13 Tieren.


Tarifmodell am DNT Weimar umstritten
Das neue Tarifmodell am Deutschen Nationaltheater Weimar zur Rettung der Eigenständigkeit soll aus Sicht von Generalintendant Stephan Märki bald umgesetzt werden. Es geht nur noch um Details, sagte er am Donnerstag. Der Aufsichtsrat habe das Verhandlungsergebnis mit den Gewerkschaften über Tarifsicherheit bis 2008 aber bisher nicht abgesegnet, weil es noch um eine Formulierung für 2009 gehe. Thüringens Kunstministerin Dagmar Schipanski (CDU) überreichte 3,4 Millionen Euro zur Sanierung der Bühnentechnik.


Drei Jahre in den Jugendknast
Zu drei Jahren Jugendhaft hat das Landgericht Gera am Donnerstag einen 19-Jährigen aus Pößneck wegen schwerer Körperverletzung verurteilt. Im Alkohol- und Drogenrausch hatte er im Juli 2002 einen drei Jahre älteren Malerlehrling misshandelt. Mit einem Ast schlug er so stark auf sein Opfer ein, dass es schwerste Hirnverletzungen und einen Schädelbruch erlitt.


Kontrollsystem muß her
Der Dioxinfund in Futtermittel erzwingt nach Ansicht der SPD-Landtagsfraktion ein klareres Kontrollsystem bei der Lebensmittelherstellung. Die Aufteilung zwischen Agrar- und Sozialministerium habe sich nicht bewährt, sagte die Abgeordnete Christine Klaus. Ihr Fraktionskollege Gerhard Botz sprach von Zufällen, die misstrauisch machten. So sei eine Information genau an dem Tag versickert, an dem die Grüne Woche in Berlin eröffnet wurde.
Autor: nnz

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