Nordhäuser Löblein-Mitarbeiter sollen Abfindungen erhalten
Montag, 15. Januar 2001, 17:46 Uhr
Nordhausen (nnz). Die rund 60 von der Schließung der Nordhäuser Löblein-Niederlassung betroffenen Mitarbeiter sollen Abfindungen erhalten. Das kündigte der Geschäftsführer der Löblein GmbH, Günter Fischedick, heute an. Da es in Nordhausen keinen Betriebsrat gebe, entfalle ein formeller Sozialplan als Bestandteil eines Interessenausgleichs. Die BSE-Krise habe keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt. Bis zum 31. Januar sollten die noch ausstehenden Kündigungen ausgesprochen werden, sagte Fischedick. Im Zuge der geplanten Umstrukturierungen der Produktion könne es sich außerdem ergeben, dass einigen Mitarbeitern Übernahmeangebote für den Standort Gotha gemacht würden. Dies werde in etwa zehn Tagen feststehen, betonte Fischedick.
Ende vergangener Woche war bekannt geworden, dass Löblein zwei Standorte sowie eine Niederlassung in Cottbus mit weiteren 60 Mitarbeitern schließen will. Die Verkaufsfilialen in Nordhausen sollen dagegen bestehen bleiben. Das Unternehmen hatte den Schritt damit begründet, günstigere Kostenstrukturen schaffen zu wollen. So sollen die verbleibenden sechs der bisher neun Standorte technisch auf die Herstellung bestimmter Wurstwaren spezialisiert werden. Im Zusammenhang mit der Installierung eines Zentrallagers soll darüber hinaus die Belieferung von Großkunden vereinfacht werden. Am künftig einzigen Thüringer Standort Gotha ist außerdem eine Kapazitätserweiterung vorgesehen. Die Löblein GmbH verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 850 Millionen Mark. Neben den verbleibenden sechs Produktionsstandorten verfügt die Gruppe über einen Großschlachthof, acht Handelshäuser, einen Im- und Exportbereich sowie 81 Verkaufsfilialen, vornehmlich in den neuen Bundesländern.
Autor: nnzEnde vergangener Woche war bekannt geworden, dass Löblein zwei Standorte sowie eine Niederlassung in Cottbus mit weiteren 60 Mitarbeitern schließen will. Die Verkaufsfilialen in Nordhausen sollen dagegen bestehen bleiben. Das Unternehmen hatte den Schritt damit begründet, günstigere Kostenstrukturen schaffen zu wollen. So sollen die verbleibenden sechs der bisher neun Standorte technisch auf die Herstellung bestimmter Wurstwaren spezialisiert werden. Im Zusammenhang mit der Installierung eines Zentrallagers soll darüber hinaus die Belieferung von Großkunden vereinfacht werden. Am künftig einzigen Thüringer Standort Gotha ist außerdem eine Kapazitätserweiterung vorgesehen. Die Löblein GmbH verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 850 Millionen Mark. Neben den verbleibenden sechs Produktionsstandorten verfügt die Gruppe über einen Großschlachthof, acht Handelshäuser, einen Im- und Exportbereich sowie 81 Verkaufsfilialen, vornehmlich in den neuen Bundesländern.
