Immer noch Widerstand gegen geplanten Gipsabbau
Montag, 15. Januar 2001, 14:52 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Stadt Nordhausen wird nach nnz-Informationen jetzt massiv die Durchführung des Raumordnungsverfahrens (ROV) zum Winkelberg beim Landesverwaltungsamt Weimar (LVA) einfordern. Grund hierfür sind Forderungen im sogenannten Regionalen Raumordnungsplan für Nordthüringen. Dort ist festgehalten, daß überall dort, wo sogenannte "weiße Flecken" ausgewiesen sind, weitere Abstimmungen auch mit den Kommunen vorzunehmen sind. Hier hegt die Stadt die Hoffnung, daß der weitere Gipsabbau am Winkelberg nicht verträglich für die Umgebung sei. Bei einem ROV seien letztlich die Fachleute gefragt, eine Einflußnahme der Politik sei weitestgehend ausgeschlossen.
Der Winkelberg in der Rüdigsdorfer Schweiz erstreckt sich über 40 Hektar, davon seien 18 Hektar in den sogenannten Gipskompromiß eingegangen. Ein Kompromiß, an dem die Stadt Nordhausen nie beteiligt gewesen sei. Ein Kompromiß, der besagt, daß auf diesen 18 Hektar Gips abgebaut werden könne. Der Anfang ist gemacht. Noch in diesem Jahr könnten sich die Zähne der Bagger auf einer Fläche von 1,8 Hektar in die einmalige Landschaft bei Rüdigsdorf fressen. Gegenwärtig prüfe das Abbauunternehmen einen Abtransport des Gips durch die Ortslage von Petersdorf, erfuhr nnz. Bereits von diesem ersten Abbau seien prioritäre (europaweit schützenswerte) Lebensarten der Flora und Fauna gleichermaßen betroffen.
Stadtverwaltung und Umweltschützer erwägen nun, erneut eine Studie in Auftrag zu geben. Experten der Martin-Luther-Universität sollen untersuchen, ob es sich bei den Tier- und Pflanzenarten tatsächlich um schützenswerte Arten handele. Letztlich werden die künftigen Abbaugebiete am Winkelberg auch von einem bereits ausgewiesenen FFH-Gebiet tangiert.
Autor: nnzDer Winkelberg in der Rüdigsdorfer Schweiz erstreckt sich über 40 Hektar, davon seien 18 Hektar in den sogenannten Gipskompromiß eingegangen. Ein Kompromiß, an dem die Stadt Nordhausen nie beteiligt gewesen sei. Ein Kompromiß, der besagt, daß auf diesen 18 Hektar Gips abgebaut werden könne. Der Anfang ist gemacht. Noch in diesem Jahr könnten sich die Zähne der Bagger auf einer Fläche von 1,8 Hektar in die einmalige Landschaft bei Rüdigsdorf fressen. Gegenwärtig prüfe das Abbauunternehmen einen Abtransport des Gips durch die Ortslage von Petersdorf, erfuhr nnz. Bereits von diesem ersten Abbau seien prioritäre (europaweit schützenswerte) Lebensarten der Flora und Fauna gleichermaßen betroffen.
Stadtverwaltung und Umweltschützer erwägen nun, erneut eine Studie in Auftrag zu geben. Experten der Martin-Luther-Universität sollen untersuchen, ob es sich bei den Tier- und Pflanzenarten tatsächlich um schützenswerte Arten handele. Letztlich werden die künftigen Abbaugebiete am Winkelberg auch von einem bereits ausgewiesenen FFH-Gebiet tangiert.
