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Kombinat, Elternaktiv und DT64

Freitag, 07. Februar 2003, 17:50 Uhr
Good Bye, Lenin!Nordhausen (nnz). Lang ist's her... vielleicht kann sich der ein oder andere noch mit einem Schmunzeln an jene Zeit erinnern, als es noch hieß „Für Frieden und Sozialismus, seid bereit - immer bereit!“. Problematisch wird's, wenn man die „alten Tage“ wieder aufleben lassen muß für jemanden, der die Wende „verschlafen“ hat. Wie man das anstellt, das erfahren Sie hier... Komisch, aber nicht albern, politisch, aber nicht missionarisch, emotional, aber nicht sentimental erzählt Wolfgang Becker in seinem neuem Film „Good Bye, Lenin!“ die Geschichte einer DDR-Familie, die in der Zeit des Mauerfalls für die herzkranke und politisch engangierte Mutter die heile, sozialistische Welt simuliert.

Im Herbst 1989 feiert die DDR ihren 40. Jahrestag. Obwohl der Sozialismus Geschichte ist, lebt die Deutsche Demokratische Republik weiter, wenn auch nur in einer 79 qm großen Wohnung.

Zu einer Zeit, als man noch von „Kollektiv und Klassenerhalt“ spricht, erleidet Frau Christiane Kerner (großartig gespielt von Katrin Saß) eine schwere Herzattacke und fällt ins Koma. Kurz darauf stürzt das System, es fällt die Mauer und der Kapitalismus erhält Einzug - es kommt die Wende und mit ihr grundlegende Veränderungen...

Als Christiane Kerner im Sommer 1990 wieder erwacht, muß ihre fragile Gesundheit geschont werden und ihr Sohn Alex (Daniel Brühl) setzt alles daran, sie über die Veränderungen im Unwissen zu lassen. So spielt die Familie der bettlägerigen Frau den blühenden, real-existierenden Sozialismus vor, dabei werden neue Konserven mit alten DDR-Schildern versehen und Spreewaldhof Gurken und FDJ-Tücher gehören wieder zum täglichen Leben.

Doch damit nicht genug, inszeniert Alex mit seinem Freund Denis eine TV-Fälschung der „Aktuellen Kamera“, um zu überzeugen. Was er sich noch so alles einfallen läßt, sehen Sie lieber selbst.

Wer sich die „gute alte Zeit“ noch einmal in Erinnerung rufen möchte, kann das am Mittwoch, dem 12. 02. 2003 um 20.00 Uhr im Nordhäuser Kino tun. Der Eintritt kostet EVP 4,50 M (es kann mit Ostmark bezahlt werden) oder 4,50 EUR.
Autor: grabe

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