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Ziel bleibt der Klassenerhalt

Donnerstag, 06. Februar 2003, 21:13 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Fußballsportgemeinschaft Salza geht mit der Zielstellung in die Rückrunde der Landesklasse West, einen Nichtabstiegsplatz zu erreichen. Betrachtet man die gegenwärtige Tabellensituation, kommt man jedoch zu der Auffassung, dass durchaus mehr drin ist als nur die Klasse zu halten. Ein Fazit der ersten Halbserie und ein Ausblick von nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.

Mit sechs Punkten aus sieben Spielen hatte die Böhm-Truppe einen denkbar schlechten Start erwischt. Von drei Heimbegegnungen wurde lediglich eine gewonnen. Allerdings bescherte der FSG Salza die niveauvolle und spannende Partie gegen den Ortsrivalen Wacker 90 einen Zuschauerrekord, der über Jahre Bestand haben dürfte. 1100 sahen das Spiel, das die Männer um Kapitän Enrico Weber knapp mit 2:3 verloren.

Mit teilweise unerwarteten Erfolgen in Geisa, Steinbach-Hallenberg und vor allem in Viernau in wurde jedoch der Grundstock für das gute Abschneiden in der Hinrunde gelegt. Mit 19 Punkten und einem Torverhältnis von 24:27 nimmt die Elf derzeit einen überraschenden achten Tabellenplatz ein. Wesentlichen Anteil an der guten Platzierung hatten Ermisch, mit sechs Treffer Torschütze vom Dienst, Frank Burghardt und der 38-jährige Keeper Marco Kühlewind, der mit seinen großartigen Paraden so manchen Punkt sichern half. Den gelungenen Einbau jüngerer Spieler, den gute Mannschaftsgeist, die ausgezeichnete Moral und den Zusammenhalt der Truppe bezeichnet Trainer Silvio Böhm als besonders Erwähnenswertes in der ersten Halbserie. „Ziel ist und bleibt allerdings der Klassenerhalt“, so der Coach. Wenn es der Mannschaft gelingt, mehr Kontinuität in ihre Leistungen zu bringen, die Abwehr zu stabilisieren und die sich bietenden Chancen effektiver zu nutzen, wird sicher mehr als nur der Klassenerhalt möglich sein.

Für die Salzaer Elf beginnt am Sonnabend mit einem Auswärtsspiel in Hinternah-Schönbrunn die Rückrunde. Den Südthüringern scheinen die Nordhäuser Mannschaften ausgesprochen gut zu liegen, denn in Salza gewannen sie 4:1 und auch Wacker bekam die Auswärtsstärke dieser Elf bei der 0:1-Heimpleite zu spüren. Aber die Böhm-Mannschaft ist bekannt dafür, dass sie auf gegnerischem Platz für so manche Überraschung gut ist. Ein Punkt liegt also durchaus im Bereich des Möglichen. Das erste Heimspiel nach der Winterpause trägt die FSG Salza am 15. Februar um 13.30 Uhr gegen Veilsdorf aus.

Wacker 90 Nordhausen empfängt den Tabellenvorletzten aus Hildburghausen. Die Erinnerungen an das Auftaktspiel sind nicht die besten. Denn die Schützlinge von Trainer Jörg Weißhaupt kamen dort nach einer indiskutablen Leistung mit 1:4 unter die Räder. Am Sonnabend um 13.30 Uhr wollen die Nordhäuser im Albert-Kuntz-Sportpark Revanche nehmen. Vorsicht ist allerdings geboten, denn in Salza zeigten die Hildburghäuser zuletzt ein überraschend gutes Spiel und holten verdient einen Punkt. Es bedarf einer gewaltigen Steigerung der Wackeren gegenüber dem Spiel am vergangenen Wochenende, damit die drei wichtige Punkte in Nordhausen bleiben.
Autor: rh

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