nnz-online

Mit Grün "durchbrechen"

Donnerstag, 06. Februar 2003, 19:50 Uhr
Nordhausen (nnz). Wie kann man die Verbindung zwischen Theaterplatz und Petersberg herstellen? Da steht doch die Wohnscheibe im Weg? Eine Frage vor die Planer in Nordhausen stehen, besser gesagt, standen. Jetzt allerdings scheint eine Antwort gefunden worden zu sein. nnz hat sie entdeckt.


Grün? „Die Barrierewirkung der Wohnscheibe durchbrechen mit dem Bau einer Verbindungsachse zwischen Petersberg und Theaterplatz ­ das ist Teil des Ansatzes, nach dem wir von März bis November die Außenanlagen hinter den Wohnblocks der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft in der Töpferstraße gestalten werden“, kündigte jetzt Beate Meißner vom Stadtplanungsamt Nordhausen an.

Die Verbindungsachse sei zugleich Teil des Historischen Stadtrundganges durch Nordhausen. Der folgt dem früheren Verlauf der Stadtmauer und führt vom Petersberg aus über den Theaterplatz durch die Promenade, mündet dann über die Blasiistraße in die Altstadt. Von dort zieht er sich über Finkenburgwall und Primariusgraben zur neuen Rähmentreppe und endet damit wieder auf dem Petersberg.

Der Anfangspunkt der Verbindungsachse sei die Haupteingangstreppe zur Landesgartenschau an der Weberstraße / Ecke Rudolf-Breitscheid-Straße. „Sie verläuft dann zwischen den Wohngebäuden R.-Breitscheid-Straße 1 und 2 und Kindertagesstätte "Tierhäschen" sowie weiter in der dafür geschaffenen Lücke zwischen den Wohnscheiben bis zum Theaterplatz.“ Diese Achse sei für Fußgänger konzipiert, werde gepflastert „und ist nicht einfach nur ein Gehweg, sondern wird sehenswert sein“. So werde östlich neben der Achse eine terrassierte Grünfläche entstehen, auf der Skulpturen eines Nordhäuser Künstlers stehen würden.

Im Westen werde die Achse von einer Baumreihe gesäumt, hinter der sich in Richtung Kino der Wohnhof der SWG anschließen werde. Teil dieses Wohnhofes werde die neue Spielfläche der Kindertagesstätte „Tierhäuschen“ sein, die wegen dem Bau der Verbindungsachse auf die andere Seite des Kita - Gebäudes verlagert wird. Umgeben werde die Spielfläche von einer großzügigen Grünfläche mit der mächtigen Blutbuche im Zentrum. „Auf der Fläche wird es zu einem Wechsel kommen von einerseits klaren Linien durch Heckenstreifen, Baumreihen und Sitzbänke und andererseits parkartigen Strukturen, die entstehen durch Baum- und Strauchgruppen bzw. Einzelstandorte von Gewächsen. Damit bekommt die Fläche auch eine klare Gliederung“, erklärte Frau Meißner.

Mit seiner Neugestaltung entfielen zugleich die mehr als 80 Parkplätze für die Anwohner, die neue Stellplätze in der geplanten Tiefgarage vor der Sparkasse bekommen sollen ­ für Behinderte und Kurzzeitparker gebe es allerdings begrenzt Parkplätze im Zugangsbereich zur Kindertagesstätte. Die Zufahrt zur Wohnscheibe für die Anwohner und Lieferfahrzeuge werde über einen Wohnweg kommen, der rund um den Wohnhof verlaufe.

Eine Millionen Euro werde die Umgestaltung der Freiflächen hinter der Wohnscheibe kosten. 75 Prozent dieser Summe seien Fördermittel, den Rest ­ rund 250.000 Euro - investierten Stadt und SWG gemeinsam. Der Bau der Verbindungsachse und die Umgestaltung zum Wohnhof sind Teil der sogenannten „innerstädtischen Begleitmaßnahmen“ zur Landesgartenschau 2004.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de