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Abfuhr aus Goslar

Donnerstag, 06. Februar 2003, 12:55 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Marketing für die Landesgartenschau läuft – wenn auch unbemerkt – vielleicht auf Hochtouren. Und damit auch alle großen und kleinen Reiseveranstalter in dieser Republik mal Nordhäuser Luft schnuppern, sollten sie sich im nächsten Jahr in der Rolandstadt treffen. Das Zauberwort sollte „Harzbörse“ sein. Sollte...


Die Tourismusverantwortlichen aber auch insbesondere die Stadt Nordhausen hatten sich von der Ausrichtung der 14. Harzbörse einiges versprochen. Man war ja auch fast sicher, dass es diesmal klappen könnte. Der Harzer Verkehrs Verband (HVV) als Ausrichter hatte denn doch bei einer Prädikatsverleihung im vergangenen Jahr (siehe nnz-Archiv) bereits erste Andeutungen gemacht. Und schließlich sind ja auch der Regionale Tourismusverband und mit ihm die Stadt Nordhausen Mitglied im HVV und müssen dafür ein erkleckliches Sümmchen nach Goslar überweisen.

Mit Schreiben vom 28. Januar teilte nun HVV-Geschäftsführer Michael Lücke mit, „dass die Wahl nicht auf Nordhausen gefallen ist.“ Zur Begründung der Absage wurde angeführt, dass die Unterbringung der Reiseveranstalter in zwei Hotels in Bielen und Neustadt als problematisch angesehen werde. „Die notwendigen Transfers sind nicht nur mit zusätzlichen Kosten verbunden, sondern auch sehr zeitaufwendig und bergen bei der Unterbringung der Gäste an zwei verschiedenen Orten die Gefahr, dass die Veranstaltung zerrissen wird“, so Lücke.

Die Nordhäuser hatten sich aber viel einfallen lassen, um den Gästen aus Nah und Fern zu „gefallen“. So wurde die Wiedigsburghalle als Ausstellungshalle gemietet, das Badehaus an der Grimmelallee sollte eine Abendveranstaltung ausrichten. Nun ist alles umsonst? Nicht ganz, denn der HVV verspricht ein Trostpflästerchen: Man werde versuchen, mit den Reiseveranstaltern einen Besuch in Nordhausen in das Programm einzubauen. Darüber hinaus habe sich der HVV mit der Chefetage der Landesgartenschau GmbH verständigt, dass eine Sonderjournalistenreise in diesem Frühjahr nach Nordhausen und nach Sangerhausen angeboten werden könnte. Ob allerdings eine Mannschaft Fachjournalisten direkten Zugriff hinsichtlich der Aufnahme Nordhausens in zu druckende Reisekataloge hat, bleibt selbst aus kollegialer Sicht heraus fraglich.

Übrigens: Nach nnz-Informationen hätten die Reiseveranstalter für den Hotel-Aufenthalt nicht einen Cent hinblättern müssen. Das alles hätten andere bezahlt. Die 14. Harzbörse wird in diesem Jahr in Wernigerode stattfinden.
Autor: nnz

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