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nnz-Doku: Die Daten für Januar 2003

Mittwoch, 05. Februar 2003, 11:32 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Arbeitsmarktdaten für Nordthüringen sind heute veröffentlicht worden. Die sehen nicht gut aus. Innerhalb der doku-Reihe bietet die nnz eine Gesamtüberblick für das Nordhäuser Arbeitsamt an.


Arbeitslosenquote über 20 Prozent

Zum Jahresanfang haben besonders die saisonalen Einflüsse wie jedes Jahr zu einem kräftigen Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Dabei wurden aus dem Bauhauptgewerbe genau so viele Entlassungen wie vor einem Jahr registriert. Mehr Arbeitnehmer mussten sich aber dagegen aus dem Bauhilfs- und -nebengewerbe sowie aus den vom Bau abhängigen Unternehmen arbeitslos melden. Diese Entwicklung ließ die Zahl der arbeitslosen Männer auf ein Niveau ansteigen, das weit über der Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Frauen liegt.

Über 17.000 Männer ohne Job

Ende Januar waren 32.130 Nordthüringer arbeitslos, 3.608 mehr als Ende des Jahres 2002. Damit gab es 132 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Drei Viertel aller im Berichtsmonat entgegen genommenen Arbeitslosmeldungen betrafen Männer. Dadurch suchten Ende Januar 17.058 Männer einen Job, 3.142 mehr als im Dezember 2002, vor Jahresfrist lag diese Zahl noch um 797 niedriger. Auch bei den Frauen ist zum Vormonat eine Zunahme um 466 auf 15.072 festzustellen. Im Vergleich zum Januar 2002 sind 665 Frauen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen, somit setzt sich der rückläufige Trend der vorangegangenen Monate weiter fort.

Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen erhöhte sich von 18,3 Prozent Ende Dezember auf 20,6 Prozent Ende des Berichtsmonats. Damit ist diese Quote genau so hoch wie vor einem Jahr. Bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen
erhöhte sich die Quote gegenüber dem Jahresende 2002 um 2,5 Prozentpunkte auf 22,3 Prozent. Für die Männer errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 22,6 Prozent, das sind 4,1 Prozentpunkte mehr als vor vier Wochen und 1,2 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Dagegen bedeuten 21,9 Prozent bei den arbeitslosen Frauen einen Anstieg zum Vormonat um 0,7 Prozentpunkte, aber einen Rückgang zum Vorjahresmonat um 0,9 Prozentpunkte.

6.800 Arbeitslosmeldungen
Insgesamt wurden im Januar 6.802 Personen arbeitslos, 2.317 mehr als im Dezember 2002 und 727 mehr als im Januar des Vorjahres. Von diesen Meldungen kamen 4.986 von Männern und 1.816 von Frauen. 75,2 Prozent aller eingegangenen Arbeitslosmeldungen erfolgten nach Beschäftigungszeiten im ersten und zweiten Arbeitsmarkt, das bedeutet, dass 5.114 Arbeitnehmer entlassen wurden oder geförderte Maßnahmen beendeten. Vor einem Jahr war diese Zahl noch um 565 oder um rund 12 Prozent niedriger.

Wie jedes Jahr entließ das Baugewerbe mit Beginn der Frostperiode die meisten Arbeitnehmer. 2.313 Beschäftigte gingen zum Jahreswechsel aus Bauunternehmen in die Arbeitslosigkeit, 1.297 mehr als im Dezember und 90 mehr als im Januar des Vorjahres. Betroffen waren aber in diesem Jahr mehr Arbeitnehmer aus dem Bauneben- und -hilfsgewerbe als aus dem Bauhauptgewerbe.

Das verarbeitende Gewerbe, besonders in der Be- und Verarbeitung sowie Unternehmen im Holzgewerbe, die vom Bau abhängig sind, setzten 560 Arbeitnehmer frei (davon drei Viertel Männer). Das waren 200 Meldungen mehr aus dieser Wirtschaftsabteilung als im Dezember und 100 mehr als im Januar des Vorjahres.

Aus dem Handel mündeten 350 Personen in die Arbeitslosigkeit ein, 47 mehr als im Januar 2002. Unternehmen des Verkehrs und der Nachrichtenübermittlung, die auch von Aufträgen des Baugewerbes profitieren, konnten im Januar nicht mehr den Beschäftigungsstand halten, 235 Arbeitnehmer wurden hier entlassen. Aus Betrieben, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, kamen 247 Arbeitslosmeldungen, über 100 mehr als im Dezember und über 60 mehr als im Vorjahresmonat. Aus öffentlichen Verwaltungen endeten für 446 Frauen und Männer Beschäftigungen. Auch Einrichtungen, die öffentliche und persönliche Dienstleistungen erbringen, haben 345 Arbeitsplätze abgebaut. Aus dem Gesundheits- und Sozialwesen gingen 111 (doppelt so viele wie im Dezember) und aus Einrichtungen für Erziehung und Unterricht 102 Arbeitnehmer (so viele wie im Vormonat) in die Arbeitslosigkeit.

Aus betrieblichen Ausbildungen wurden 117 junge Frauen und Männer registriert, die nicht unmittelbar im Anschluss an ihre Prüfungen eine Arbeit fanden oder ihre Ausbildung abgebrochen haben. Im Dezember betraf dies 43 Personen weniger, vor einem Jahr waren das aber 50 mehr. Nach schulischen Ausbildungen mussten sich wie in den letzten Monaten auch 200 Absolventen im Arbeitsamt melden, weil keine entsprechende Arbeitsstelle gefunden wurde. Von den neu registrierten Arbeitslosen gingen 1.371 vorher keiner Erwerbstätigkeit nach. 629 davon stellten sich nach Arbeitsunfähigkeit der Vermittlung wieder zur Verfügung. Die Übrigen haben sich nach Pflege- oder Kindererziehungszeiten, nach Umzug, Meldeversäumnissen sowie sonstigen Unterbrechungszeiten arbeitslos gemeldet.

Über 700 Stellen neu aufgenommen

Während des Monats konnten insgesamt 721 Stellenangebote in den Dienststellen des Arbeitsamtes aufgenommen werden. Von diesen Stellen kommen 231 aus neu bewilligten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und weitere 38 aus Strukturanpassungsmaßnahmen. 452 Stellen meldeten Wirtschaftsunternehmen der Region, das sind 54 weniger als im Dezember. Die Angebote aus dem verarbeitenden Gewerbe liegen mit 92 auf dem Vormonatsniveau und sind etwas höher als im Januar des Vorjahres. Aus Baubetrieben wurde ein Bedarf an 76 Arbeitnehmern angezeigt, leicht mehr als im Dezember und fast so viele wie vor einem Jahr. Der Handel suchte 85 Arbeitskräfte und das Gastgewerbe 31, dieser Bedarf entspricht dem des Vor- und Vorjahresmonats. Stark rückläufig zum Vorjahr ist die Nachfrage aus Betrieben, die Dienstleistungen für Untenehmen erbringen, hier waren 75 Stellen zu besetzen, nur halb so viele wie vor einem Jahr. Aus den übrigen Dienstleistungsunternehmen gingen nur etwas über 30 Angebote für reguläre Arbeitsverhältnisse ein.

Mehr Abmeldungen als im Dezember

Im ersten Monat des Jahres haben 3.194 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beendet, 674 mehr als im Dezember und auch 459 mehr als im Januar des Vorjahres. 534 dieser Abmeldungen resultierten aus der Vermittlungstätigkeit des Arbeitsamtes. Dabei mündeten 173 der vermittelten Personen in Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes ein. 27 Arbeitslose wurden in befristete Jobs vermittelt. In der Wirtschaft fanden 334 Arbeitnehmer ein Arbeitsverhältnis. Über 60 dieser Arbeitnehmer haben Berufe des metallbe- und -verarbeitenden Handwerks, 29 Bau- und 30 Handelsberufe. Auch 33 Frauen und Männer mit Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen, 25 mit Gesundheitsdienstberufen und 22 mit sozialen Berufen erhielten eine neue Chance.

500 Arbeitslose suchten sich selbst im Januar einen Arbeitsplatz, und 166 Arbeitnehmer wurden von ihrem vorherigen Arbeitgeber wieder eingestellt. In eine berufliche Ausbildung mündeten 35, vorwiegend junge Arbeitslose, und 60 wagten den Schritt in die Selbständigkeit. 121 junge Männer traten zum Jahresanfang den Wehr- oder Zivildienst an. Im Monatsverlauf mussten aber auch 824 Arbeitslose nach Arbeitsunfähigkeitsmeldungen aus dem Vermittlungsgeschehen herausgenommen werden.

Aktive Förderleistungen zur Integration in den Arbeitsprozess

Ende Januar förderte das Arbeitsamt Nordhausen 2.806 Beschäftigte direkt in der Wirtschaft, so viele wie vor vier Wochen. Die Vermittlungstätigkeit konnte im Januar in 111 Fällen durch Eingliederungszuschüsse, besonders für ältere Arbeitnehmer, unterstützt werden. Damit wurden insgesamt 1.246 Beschäftigungsverhältnisse durch diese Leistung am Monatsende gefördert, das sind 18 mehr als im Dezember und sogar 229 mehr als im Januar des Vorjahres.

Weitere 129 Personen erhielten Eingliederungszuschüsse in neu gegründeten Unternehmen. Mit der Existenzgründung im Januar wurden 47 Jungunternehmern Übergangsgelder neu bewilligt, am Monatsende hatten insgesamt 392 Anspruch auf diese Leistungen. Beschäftigungshilfen nach dem Programm der Bundesregierung zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit zahlte das Arbeitsamt an 547 Arbeitnehmer. Diese Leistungsart kann ab dem Jahresanfang 2003 nicht mehr gewährt werden, die Zahlungen der bis zum Jahresende 2002 bewilligten Anträge sind aber bis zum regulären Ablauf gesichert.

Auch die Förderung über Strukturanpassungsmaßnahmen Ost für Wirtschaftsunternehmen ist zum 1. Januar 2003 abgelaufen. Hier werden die bewilligten Förderzeiträume entsprechend gezahlt, im Januar waren das noch 480 Fälle.

Beschäftigung schaffende Maßnahmen

In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen hatten im Januar 2.009 Frauen und Männer eine Beschäftigung, 60 mehr als vor einem Jahr. Gegenüber Dezember ist die Beschäftigtenzahl aber um 118 niedriger, dies ist vor allem in weniger Maßnahmen des Landschaftsbaues begründet. In traditionellen Strukturanpassungsmaßnahmen ist die Zahl der Arbeitsplätze zum Jahresanfang um mehr als ein Drittel zurückgegangen. 883 Frauen und Männer arbeiteten in diesen Maßnahmen, 516 weniger als zum Jahresende 2002, auch 406 weniger als vor einem Jahr. Begründet in der Wintersaison ist die Zahl der Arbeitnehmer in Beschäftigung schaffenden Infrastrukturmaßnahmen im Januar mit 45 nur halb so hoch wie im Dezember.

Berufliche Weiterbildung

Für 179 Arbeitsuchende begannen im Berichtsmonat berufliche Weiterbildungsmaßnahmen. Insgesamt befinden sich damit 3.245 Frauen und Männer in 303 Maßnahmen. 1.187 der Teilnehmer streben einen Abschluss in einem neuen Beruf an, rund 56 Prozent aller Teilnehmer sind Frauen.

Freie Förderung

Über die Freie Förderung gemäß § 10 SGB III förderte das Arbeitsamt zum Jahresanfang 849 Personen in Beschäftigungen oder anderen Maßnahmen. Dadurch können 179 junge Leute eine betriebliche Ausbildung erhalten, und für 142 Arbeitnehmer wird eine Beschäftigung direkt in Unternehmen unterstützt. 438 Existenzgründer können über diese Förderleistung finanzielle Unterstützung erhalten.

Kurzarbeit

Im Januar zeigten 58 Unternehmen Kurzarbeit für 538 Personen an, im Dezember dagegen 45 Unternehmen mit 356 Arbeitnehmern. Vor allem im Baugewerbe mussten mit 18 Betrieben 7 mehr die Arbeitszeit verringern als im Vormonat. Somit stieg die Zahl der kurzarbeitenden Personen im Baugewerbe von 32 im Dezember auf 126 im Januar an. Auch im metallbe- und verarbeitenden sowie im Holzgewerbe waren Unternehmen gezwungen, für 240 Mitarbeiter Kurzarbeit durchzuführen.

Die regionale Entwicklung des Arbeitsmarktes

Die Arbeitslosigkeit hat sich in allen Landkreises des Arbeitsamtsbezirkes gegenüber dem Vormonat erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr werden aber für den Landkreis Nordhausen und den Kyffhäuserkreis weniger Arbeitslose ausgewiesen, während im Landkreis Eichsfeld ein Anstieg zu verzeichnen ist.

Im Landkreis Nordhausen hat sich im Berichtsmonat die Arbeitslosigkeit gegenüber Dezember um 804 erhöht. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres gab es aber 140 Arbeitslose weniger. Insgesamt waren am Monatsende 10.503 Personen ohne Job. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen erhöhte sich im Januar gegenüber dem Vormonat um 1,6 Prozentpunkte auf 21, 1 Prozent, liegt dagegen aber um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Januar 2002. Die Arbeitslosmeldungen haben sich gegenüber Dezember um 464 erhöht, somit meldeten sich 1.720 Personen im Monat arbeitslos, so viele wie im Januar des Vorjahres. Aus der Arbeitslosigkeit konnten sich im Verlauf des Monats 916 Frauen und Männer abmelden, 239 mehr als im Vormonat und 62 mehr als vor einem Jahr.

263 Frauen und Männer fanden mit Hilfe des Arbeitsamtes einen Arbeitsplatz, 60 mehr als im Dezember 2002. 128 Arbeitnehmer begannen eine Beschäftigung in der freien Wirtschaft. Im zweiten Arbeitsmarkt erhielten 108 Arbeitslose eine neue Chance, gegenüber 62 im Dezember. Weitere 27 fanden einen kurzfristigen Job. Für 72 Arbeitsuchende begannen Qualifizierungen, in denen sich am Monatsende insgesamt 1.066 Personen weiterbildeten. In Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes waren am Monatsende 931 Arbeitnehmer tätig.

Im Kyffhäuserkreis, mit den Geschäftsstellen Artern und Sondershausen, suchten am Monatsende 11.527 Frauen und Männer in der Region eine Arbeitsstelle, 1.305 mehr als im Dezember, aber 188 weniger als im Januar des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg um 2,8 Prozentpunkte auf 24,4 Prozent, liegt aber im Vergleich zum Vorjahresmonat um einen halben Prozentpunkt niedriger.

In der Region der Geschäftsstelle Artern gab es Ende Januar 5.875 Arbeitslose, 673 mehr als Ende des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahr waren 300 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen, damit ist in der Geschäftsstelle gegenüber dem Vorjahr der größte Rückgang innerhalb des Arbeitsamtsbezirkes zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote hat sich auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen dadurch gegenüber dem Vormonat um 3 Prozentpunkte auf 25,6 Prozent erhöht. Vor einem Jahr lag diese Quote noch bei 27,1 Prozent. Im Monatsverlauf gingen 178 Stellenangebote im Arbeitsamt Artern ein, und 90 Arbeitslose konnten wieder durch die Vermittlung des Arbeitsamtes eine Beschäftigung beginnen. In klein- und mittelständischen Unternehmen wurden 65 Arbeitskräfte eingestellt, im zweiten Arbeitsmarkt mündeten nur 25 Arbeitslose ein. 607 Personen hatten am Monatsende in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen eine Beschäftigung. In Strukturanpassungsmaßnahmen förderte das Arbeitsamt noch 116 Arbeitnehmer, halb so viele wie im Dezember. Insgesamt meldeten sich 600 Frauen und Männer im Januar aus der Arbeitslosigkeit ab. Neben den vermittelten Personen suchten sich 52 selbst eine Arbeit, und 38 wurden von ihrem letzten Arbeitgeber wieder eingestellt. In beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen qualifizierten sich im Januar über 700 Arbeitsuchende.

In der Geschäftsstelle Sondershausen waren Ende Januar 5.652 Arbeitslose registriert, 632 mehr als im Dezember und über 100 mehr als vor zwölf Monaten. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich dadurch von 20,6 Prozent im Vormonat auf 23,2 Prozent im Januar. Während des Monats nahmen die Mitarbeiter der Geschäftsstelle mit 1.168 Meldungen fast 400 Personen mehr neu auf als im Dezember. Aus der Arbeitslosigkeit konnten sich 536 Frauen und Männer abmelden, so viele wie im Januar 2002 und fast 60 mehr als vor vier Wochen. 96 Arbeitslose wurden in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt, 28 davon auf Stellen in der Region. Durch Eigeninitiative fanden 65 Frauen und Männer einen Job in der Wirtschaft. In neue Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes gingen 13 Arbeitslose. Am Monatsende förderte das Arbeitsamt 596 Teilnehmer in Qualifizierungen und jeweils 273 Arbeitnehmer in Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Beschäftigtenzahl im zweiten Arbeitsmarkt um über 200 niedriger.

Im Landkreis Eichsfeld, mit den Geschäftsstellen Heiligenstadt und Leinefelde, ist die Arbeitslosenzahl Ende Januar um rund 1.500 gegenüber Dezember auf 10.100 angestiegen. Das resultiert aus insgesamt 2.641 Arbeitslosmeldungen im Berichtsmonat, die meisten innerhalb der Landkreise. Ursache für den hohen Anstieg der Meldungen sind Entlassungen im Baugewerbe aus Unternehmen der Region und aus Baubetrieben der angrenzenden alten Bundesländer. Fast die Hälfte aller neu registrierten Arbeitnehmer mit Bauberufen wohnen im Landkreis Eichsfeld. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen errechnet sich Ende Januar in Höhe von 17,1 Prozent, das sind 2,5 Prozentpunkte mehr als vor vier Wochen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden Ende des Berichtsmonats 460 arbeitslose Eichsfelder mehr registriert.

In der Geschäftsstelle Heiligenstadt gab es Ende Januar 3.381 arbeitslose Frauen und Männer, 509 mehr als vor einem Monat. Die Arbeitslosenquote ist dadurch um 2,4 Prozentpunkte auf 15,6 Prozent angestiegen. Vor einem Jahr wurde eine Quote von 14,6 Prozent ausgewiesen. Im Januar meldeten sich 883 Arbeitnehmer in der Geschäftsstelle arbeitslos, fast 260 mehr als im Dezember. Demgegenüber haben 374 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendet. Im Monatsverlauf begannen mehr Personen berufliche Bildungsmaßnahmen als Teilnehmer Qualifizierungen abschlossen, so dass sich die Zahl der geförderten Personen in diesen Maßnahmen auf 327 leicht verringert hat. Im zweiten Arbeitsmarkt waren 287 Personen beschäftigt, rund 50 weniger als im Vormonat und fast 120 weniger als vor einem Jahr.

Im Bezirk der Geschäftsstelle Leinefelde ist, wie im Vorjahr, die Arbeitslosenzahl innerhalb des Arbeitsamtes am höchsten angestiegen. Ende des Monats waren hier 6.719 Personen arbeitslos, 990 mehr als vor vier Wochen. Damit ist auch der Anstieg zum Vorjahr am höchsten ausgefallen. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt Ende Januar 18,1 Prozent, das sind 2,7 Prozentpunkte mehr als am Jahresende 2002. Vor einem Jahr war noch eine Quote von 17,7 Prozent zu verzeichnen. Im Verlauf des Monats haben sich 1.758 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, fast 700 mehr als im Vormonat und auch mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt konnten 148 Stellenangebote entgegen genommen werden. Für 93 Arbeitslose verliefen die Vermittlungsbemühungen im Januar erfolgreich, 73 davon erhielten im ersten Arbeitsmarkt ein neues Arbeitsverhältnis. Über 140 Arbeitslose suchten sich vor allem in der Nachbarregion Niedersachsen selbst einen neuen Job und 44 Arbeitnehmer wurden bei ihrem letzten Arbeitgeber wieder eingestellt. Fast 250 Arbeitslose meldeten sich wegen Arbeitsunfähigkeit im Januar ab. Für 60 Arbeitsuchende begannen Qualifizierungen, so dass insgesamt 549 Teilnehmer der Region in beruflichen Weiterbildungen gefördert wurden. In Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes befanden sich 405 Beschäftigte, fast 150 weniger als vor einem Jahr.
Autor: nnz

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