Matthias Jendricke (SPD): "Sizilien oder Deutschland?"
Freitag, 12. Januar 2001, 12:48 Uhr
Nordhausen (nnz). Für die SPD-Kreistagsfraktion ist das Maß seit dieser Woche voll. Hintergrund für die Säuerlichkeit ist der Kompromißvorschlag der CDU zur Lösung der Beigeordnetenbesetzung im Landkreis (nnz berichtete in dieser Woche mehrfach exklusiv). So soll die CDU zu den zwei hauptamtlichen Beigeordneten einen zusätzlichen dritten Dezernenten vorgeschlagen haben, der mit einem CDU-Kandidat besetzt werden soll.
"Meine Partei und ich haben endgültig die Nase voll von diesen undemokratischen Spielchen, manchmal habe ich das Gefühl, ich bin auf Sizilien und nicht in Deutschland", so Matthias Jendricke (SPD) zur nnz. Die gesamte SPD-Kreistagsfraktion soll erst am Montag über den Vorschlag befinden, aber der Vorstand werde seine eindeutige Empfehlung abgeben. "Seit einem halben Jahr wird mit der Wahlaufhebung und anderen Zwangsmaßnahmen gedroht, dann soll man es doch endlich tun", meinte Fraktionschefin Dagmar Becker. Auch in der Angelegenheit der unbesetzten zweiten Beigeordnetenstelle fordern die Sozialdemokraten eine schnelle Ausschreibung und Neubesetzung. Es sei ein Skandal, daß der Landrat diese Ausschreibung aus parteipolitischer Motivation heraus verschiebe. Der CDU scheine nach Ansicht der SPD jedes Mittel recht zu sein, um die eigene Macht zu stärken.
Autor: nnz"Meine Partei und ich haben endgültig die Nase voll von diesen undemokratischen Spielchen, manchmal habe ich das Gefühl, ich bin auf Sizilien und nicht in Deutschland", so Matthias Jendricke (SPD) zur nnz. Die gesamte SPD-Kreistagsfraktion soll erst am Montag über den Vorschlag befinden, aber der Vorstand werde seine eindeutige Empfehlung abgeben. "Seit einem halben Jahr wird mit der Wahlaufhebung und anderen Zwangsmaßnahmen gedroht, dann soll man es doch endlich tun", meinte Fraktionschefin Dagmar Becker. Auch in der Angelegenheit der unbesetzten zweiten Beigeordnetenstelle fordern die Sozialdemokraten eine schnelle Ausschreibung und Neubesetzung. Es sei ein Skandal, daß der Landrat diese Ausschreibung aus parteipolitischer Motivation heraus verschiebe. Der CDU scheine nach Ansicht der SPD jedes Mittel recht zu sein, um die eigene Macht zu stärken.
