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nnz-Forum: Keine Einzelleistung

Freitag, 31. Januar 2003, 14:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz-Redaktion erhielt eine Zuschrift von der Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“. Darin geht es um die Frage, wer denn überhaupt die BI ist. nnz veröffentlicht die Zuschrift im Forum.


Wir, die Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“, verwahren uns gegen Äußerungen aus dem Nordhäuser Rathaus sowie der verschiedenen, mit dem Industriegebiet „sympathisierenden“ Verbänden, dass wir aus vorwiegend privaten und egoistischen Interessen einzelner handeln. Diejenigen, die sich derartig äußern, haben sich bis zum heutigen Tage geweigert, mit uns über diese Problematik zu diskutieren und maßen sich jetzt an, uns Subjektivität und mangelnde Kooperationsbereitschaft vorzuwerfen.

Diese Art des Umgangs mit Bürgern des Landkreises Nordhausen befremdet uns sehr. Unsere BI ist nicht „irgendein Verein“, deren Mitglieder nur als „Statisten“ der persönlichen Meinung ihres „Vorsitzenden“ kritiklos folgen, sondern der freiwillige Zusammenschluß mündiger, mitdenkender Menschen, die kritisch hinterfragen und denen das Wohl der Landschaft der „Goldenen Aue“ am Herzen liegt.

Aufgrund des sehr intensiven Studiums der Planungsunterlagen wurde deutlich, dass hier ohne Rücksicht und wenig Erfolg versprechend ein Teil der „Goldenen Aue“ zu einem Industriestandort verplant werden soll, deren negative Auswirkungen auf Mensch, Tier und Natur heute noch nicht einmal näherungsweise abgeschätzt werden kann (die UVP betrachtet nur einen Bereich von ca. 300m (!) um das Plangebiet und dann ?..). Die neuesten Planungsunterlagen, aus denen alle Schutzfunktionen herausgenommen wurden, lassen erahnen, dass sich jegliche Industrie in der „Goldenen Aue“ niederlassen kann.

In unserer BI gibt es keinen „Vorsitzenden“, sondern wir sind eine Interessengemeinschaft von mehr als 70 Bürgern der „Goldenen Aue“ und Nordhausens, die aus vielen Gründen eine Industrieansiedlung in der „Goldenen Aue“ nicht nur ablehnen, sondern auch versuchen, bessere Alternativen aufzuzeigen, weil wir uns bewußt sind, dass eine wirtschaftliche Entwicklung von enormer Bedeutung für diese Region ist - aber nicht um jeden Preis.

Da wir nicht die Meinung der Stadt Nordhausen und des Planungsverbandes teilen, wurde wohl jetzt die Losung herausgegeben, die Mitglieder der „unbequemen“ Bürgerinitiative öffentlich zu demontieren und deren Zusammenschluß auseinander zu dividieren. Dies wird nicht gelingen. Dass nicht nur die BI gegen dieses Industriegebiet ist, haben ungezählte Presseveröffentlichungen anderer Verbände, Parteien oder Sachverständiger deutlich gemacht und es wäre müßig, all‘ das nochmals zu wiederholen.

Wir bitten daher in diesem Zusammenhang auch zu bedenken, dass sich zum Beispiel speziell die „Wirtschaftsverbände“ hier finanzielle Gewinne versprechen. Sich allerdings kritiklos vor den Karren des Planungsverbandes spannen zu lassen, obwohl ihnen das Risiko dieser Planung bekannt ein sollte, lässt Zweifel aufkommen, ob es ihnen wirklich darauf ankommt, den Wirtschaftsstandort Nordhausen langfristig zu stärken oder jetzt nur dem „Stärkeren“ zu seinem angeblichen Recht zu verhelfen.

Wir, die Mitglieder der Bürgerinitiative, sind stets gesprächsbereit und würden uns freuen, wenn diejenigen, die uns nur aus der „Presse“ kennen, den Kontakt mit uns suchen.
Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“ /­ es liegen der Redaktion per Fax die Pressemitteilung und 24 Unterschriften vor

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Autor: nnz

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