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Weitere Investoren in Sicht?

Freitag, 31. Januar 2003, 13:40 Uhr
Nordhausen (nnz). Nach langer Zeit wird in Nordhausen investiert. nnz berichtete in dieser Woche mehrfach über die Firma „Feuer Powertrain“. An der Ansiedlung war auch die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) beteiligt. Deren Geschäftsführer Jürgen Reinholz geht nun sogar von weiteren Ansiedlungen aus. nnz berichtet.

Als „großartigen Erfolg und Glücksfall für Nordhausen“ hat der Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen mbH, Jürgen Reinholz, die Ansiedelung der Firma Feuer Powertrain GmbH & Co. KG auf dem Gelände des ehemaligen Heizkraftwerkes in Nordhausen bezeichnet. Kein halbes Jahr nach dem Spatenstich für die Erschließung des Altstandortes in der Kreisstadt siedelt sich damit ein erster großer Investor auf dem Areal neu an, für dessen ersten Bauabschnitt die LEG gut 850.000 Euro investiert hat. Nachdem das Unternehmen vor wenigen Tagen die Finanzierungs-Zusage erhielt, steht fest, daß schon bald auf dem neuen alten Industriegelände modernste Kurbelwellen produziert werden.

Moderne Kurbelwellen für die Automobilproduktion, insbesondere für das neue Geländewagen-Modell „Touareg“ des VW-Konzerns, sollen in der neuen Produktionshalle gefertigt werden, die in den kommenden Wochen errichtet wird. 100 Arbeitsplätze sollen entstehen, außerdem 25 Ausbildungsplätze. 27 Millionen Euro will das Unternehmen in die Produktionsanlagen investieren. Damit gewinnt der Standort ein weiteres solides Unternehmen zu den bereits bestehenden 38 Firmen hinzu und die Gesamtzahl der im Standort „Rothenburgstraße“ beschäftigten Menschen erhöht sich auf knapp 900.

Reinholz gab seiner Erwartung Ausdruck, daß es der LEG gelingen könne, noch weitere Investoren für Nordhausen zu gewinnen, insbesondere, wenn der Bau der Autobahn weiter zügig fortschreite. Bis dahin wird dann die gesamte Rothenburgstraße bis zur Einmündung Barbarossastraße als Erschließungsstraße für das Industriegebiet hergerichtet sein, einschließlich der Neugestaltung der Ver- und Entsorgungsanlagen. Dafür sind nochmals rund 4,5 Millionen Euro vorgesehen, sagte Reinholz.

In Nordhausen ist die LEG an verschiedenen Standorten initiativ: Das Gewerbegebiet „Erfurter Straße“ wurde für 1,6 Millionen Euro erschlossen; dort hat unter anderem die Firma Interlogistik ihren Sitz. Im „IFA-Industriepark“ hat die LEG nach den Ausführungen von Reinholz seit 1996 rund 17 Millionen Euro in die Erschließung investiert; 42 Firmen mit bislang 950 Beschäftigten sind dort zwischenzeitlich angesiedelt: und jetzt der Standort „Rothenburgstraße“.

Dieses Gelände hat die LEG nach Auskunft ihres Geschäftsführers Mitte 1997 zusammen mit dem stillgelegten Heizkraftwerk von der TEAG erworben. 1998 folgte der Abriß des alten Heizwerkes, der immerhin rund eine Million Euro an Infrastruktur-Fördermitteln kostete. Seit September 2002 läuft die Erschließung des Areals als moderner Industrie- und Gewerbestandort und Ende 2002 konnte ein drei Hektar großes Teilstück an die Firma Feuer Powertrain GmbH & Co. KG verkauft werden.
Autor: nnz

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