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Restaurierung geht weiter

Freitag, 31. Januar 2003, 13:39 Uhr
Werther (nnz). In Werther macht die Restaurierung der St. Philippus-Kirche große Fortschritte. So verwandelt sich eine Baustelle langsam aber sicher wieder zu einem würdevollen Kirchenraum...


1991 war „St. Philippus“ noch vom Einsturz bedroht. Seit 1992 jedoch werden jährlich restaurierende Bauabschnitte abgeschlossen. Ihr Umfang richtet sich jeweils nach Höhe der Förderung und nach baulicher Dringlichkeit. Ca. 620.000 Euro wurden seither verbaut und fünf dicke Aktenordner wuchsen in der Unteren Denkmalbehörde der Kreisverwaltung. Nicht nur das äußere Erscheinungsbild der Kirche stabilisiert sich, auch das Kircheninnere bietet mehr und mehr einen erfreulichen Anblick.

Den Betrachter überrascht die Stattlichkeit der großen sandsteinernen Bildhauerarbeit im weiten hellen Kirchenraum, und Ende letzten Jahres konnte der rechte Patronatsstuhl vollständig restauriert werden. Dabei wurde die Erstfassung herausgearbeitet, eine feine frühbarocke Farbgebung. Auch der zweite und ältere Patronatsstuhl wurde bereits weitgehend restauratorisch freigelegt. Die vollständige und abschließende Restaurierung hängt vom diesjährigen zur Verfügung stehenden Etat ab.

Es gibt noch zwei weitere gute Nachrichten. Die erste: Der imposante Kronleuchter, der seit ca. 14 Jahren aus der seinerzeit gefährdeten Kirche ausgelagert wurde, wird nunmehr in gut gereinigtem Zustand in diesem Jahr wieder Einzug in seiner Kirche halten. Die zweite Nachricht: Kleinwerthers alte geschmiedete Kirchenturmuhr ist ebenfalls nach langer Odyssee fachmännisch restauriert worden. Dieses einzigartige individuelle Uhrwerk aus dem Übergang vom 18. zum 19. Jh. befindet sich ebenfalls wieder auf heimatlichem Boden.

Bevor sie jedoch in Kleinwerther wieder die Stunde schlagen kann, bedarf es noch einiger Euro, denn das Uhrenhaus muss rekonstruiert und dem Zifferblatt und der Uhrenglocke in der Turmlaterne angearbeitet werden. Den Einwohner der Gemeinde wird es sicher Bedürfnis sein, das fehlende Geld zu spenden. Was ist zukünftig noch zu tun? So muss der Glockenstuhl wieder aufgerichtet und repariert werden. Die bisher einzige Glocke muss in ihr Joch gespannt werden. Der Taufengel wartet auf Erlösung und sehnt sich zurück in seine Kirche. Gemeinsam mit ihm sind noch weitere Ausstattungsteile ausgelagert. Ebenfalls muss das Gestühl wieder in die Kirche gebracht und die Orgel bearbeitet werden. Alles das kann in Bauabschnitten Stück für Stück abgearbeitet werden und jeder kann dazu beitragen mit großen und kleinen Spenden.
Autor: nnz

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