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Wenn Kulturen aufeinander treffen...

Donnerstag, 30. Januar 2003, 10:54 Uhr
My Big Fat Greek WeddingNordhausen (nnz). Der unglaubliche Überraschungsfilm aus den USA: „My Big Fat Greek Wedding“ – eine Romantikkomödie über einen griechischen Clan in Chicago und die Emanzipierungsversuche einer 30-jährigen Frau. Beste Unterhaltung garantiert mit charmanten Betrachtungen über das Leben, witzigen Darstellern und viel Situationskomik.

Der Film beginnt mit von Off-Kommentar unterlegten Flashbacks, in denen Protagonistin Toula Portokalos (Nia Verdalos) ihre Kindheit als eine in den USA aufwachsende Griechin schildert. Sie ist sich schon bald über die Erwartungen im Klaren, die ihre Familie an sie stellen wird: Einen griechischen Mann zu heiraten, griechische Kinder zu gebären und alle bis zum Umfallen mit griechischen Essen zu füttern. Jahre später setzt die eigentliche Handlung ein.

Die mittlerweile 30-jährige Toula arbeitet im Restaurant der Eltern. Ihr Vater Gus (Michael Constantine herrlich als knorriger Patriarch) erinnert sie des öfteren daran, dass sie „alt aussehen“ würde und doch endlich heiraten soll. Doch das unattraktive Mauerblümchen hat vorerst kein Interesse. Dies ändert sich, als sie dank der Überzeugungskraft ihrer gewieften Mama, zuerst Computerunterricht nimmt und dann beginnt, im Reisebüro ihrer Tante zu arbeiten. Sie gibt sich fortan mehr Mühe mit ihrem Äußeren, woraufhin der gut aussehende Schullehrer Ian Miller (John Corbett – bekannt aus „Sex and the City“) auf sie aufmerksam wird. Die beiden verlieben und verloben sich schließlich, doch Toula hält ihn zunächst vor ihrer riesigen, lautstarken und sich in alles einmischende Familie geheim.

Das geht nicht lange gut, und als die Wahrheit an den Tag kommt, ist der Teufel los und Papa Portokalos tief geknickt. Auch Ians erzkonservative Eltern sind von ihren potentiellen neuen Verwandten ziemlich schockiert. Massenkonsum von Ouzo, Gyros im Vorgarten und ein der Akropolis nachempfundes Domizil entsprechen nicht ihren Vorstellungen von bürgerlicher Respektabilität. Doch bei der opulenten Hochzeit werden sämtliche kulturellen Knitterfalten beschwingt wieder ausgebügelt.

„My Big Fat Greek Wedding“ – ein guter Grund mal wieder ins Kino zu gehen.
Autor: grabe

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