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nnz-Rückspiegel: 30. Januar 2002

Donnerstag, 30. Januar 2003, 07:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Couch für Arbeitslose, Abschied


Arbeitslose auf die Couch
Profiler, diese Spezialisten waren bislang nur dem FBI oder dem BKA vorbehalten. Jetzt will sich das Arbeitsamt ihrer Fähigkeiten bedienen. Ein entsprechender Vertrag wurde heute unterzeichnet.

Vertragsunterzeichnung Das neue Job-AQTIV-Gesetz soll in den kommenden Jahren Schwung in den Arbeitsmarkt Nordthüringens bringen. „Statt reagieren, werden wir jetzt agieren können“, umschrieb Arbeitsamtsvertreter Helmut Ahr die Möglichkeiten. Eine davon ist die Installierung von Profiling-Centern. Ein solches gibt es ab sofort in den Räumen der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) in Nordhausen. Gemeinsam mit dem Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft und dem Berufsfortbildungswerk sollen künftig „passgenaue“ Ausbildungsprofile von Arbeitslosen angefertigt werden. Wissenschaftlich unterstützt wird das Trio dabei von der Bergischen Universität Gesamthochschule Wuppertal.

„Das Profiling umfasst eine intensive Stärken- und Schwächenanalyse des Arbeitssuchenden und die Erarbeitung einer individuellen Chancenprognose“, heißt es in einer Pressemitteilung des Nordhäuser Arbeitsamtes. In der DAA wird man also in den kommenden Jahren einen Zuarbeit zur Berufswegeplanung leisten. Eine Woche lang werden sich jeweils 20 Arbeitslose einem „eignungsdiagnostischen Testverfahren“ unterziehen. In dessen Ergebnis soll ein Profil hinsichtlich der fachlichen und sozialen Kompetenz erstellt werden. Anschließend sollen die Arbeitslosen eine Eingliederungsvereinbarung mit dem Arbeitsamt abschließen...ausführlich im nnz-Archiv


Mit vollen Segeln in den Unruhestand
Nordhausen (nnz). Ein bewegender Augenblick im Südharz-Krankenhaus Nordhausen. Der ärztliche Direktor Dr. Klaus Gebhardt wurde heute offiziell verabschiedet. nnz war dabei.

Abschied Wenige Tage vor seinem 65. Geburtstag ist Dr. Klaus Gebhardt heute offiziell als „Chef“ des Hauses in Nordhausen-Nord verabschiedet worden. Prominenz aus Wirtschaft und Politik, aber auch viele Mitarbeiter der Einrichtung ließen sich diesen Abschied nicht nehmen. Mit Gebhardt nimmt ein Arzt seinen Hut, der dem Krankenhaus viele Impulse verliehen und Spuren hinterlassen hat. Er spielte sich dabei nicht in den Vordergrund, er regierte manchmal sanft, manchmal mit Nachdruck. Im Vordergrund seines Wirkens stand „sein Krankenhaus“, dem er als Chefarzt für Urologie und dann – nach der Wende – als „großer Chef“ vorstand.

Er war 1990 bereit zur Übernahme von Verantwortung, in einer Zeit, in der viele Kollegen zur „Flucht in die Selbständigkeit“ ansetzten. Gemeinsam mit den kommunalen Gesellschaftern (Landkreis und Stadt) hat er sich über Rückschläge geärgert und über Fördermittel gefreut. Neun Fachärzte hat Gebhardt ausgebildet, Tausende Operationen vorgenommen. Er hat mit seinem Patienten vor und nach der OP geredet, saß an vielen Betten und hielt viele Hände. Manchmal musste er auch Trost spenden, dann hatte alle medizinische Kunst versagt...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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