Lust und Laune zum Weitermachen
Mittwoch, 29. Januar 2003, 11:18 Uhr
Mackenrode (nnz). In elf Tagen wird in der Einheitsgemeinde Hohenstein ein neuer Bürgermeister gewählt. Die beiden Kandidaten von PDS und SPD wollen Amtsinhaber Martin Höche (CDU) vom Stuhl kippen. nnz hat sich mit Höche heute unterhalten.
Wir haben was geschafft und das ohne große Schlagzeilen, meinte Martin Höche und beschreibt damit den Grundtenor der Entwicklung in und um Mackenrode. Da war die Bildung der Einheitsgemeinde selbst. Gab es in anderen Regionen des Landkreises da schon mal Gezanke und Gerangel, so verlief die Fusion von neun Orten im westlichen Teil eher ruhig und sachlich ab.
Großen Wert legten Höche und sein Gemeinderat auf den sparsamen Umgang mit dem lieben Geld. Das ist in Euro-Zeiten nicht anders als es in der DM-Ära war. Netto-Neuverschuldung soll für die Hohensteiner schon seit Jahren ein Fremdwort sein, in der Pro-Kopf-Verschuldung liege man im unteren Drittel des Landkreisschnittes, so der Christdemokrat, der seit fünf Jahren kontinuierlich Schulden abgebaut hat.
Wenn man Martin Höche nach einer Bilanz der zurückliegenden sechs Jahre befragt, dann wird er schweigsam, hätte aber einiges aufzuzählen: Viele Feuerwehrgerätehäuser wurden gebaut, in Mackenrode, Branderode, Schiedungen oder Limlingerode kamen Dorfgemeinschaftshäuser hinzu, die Straßen sind – bis auf wenige Ausnahmen – in einem sehr guten Zustand. An den Ausnahmen wird gearbeitet. Na klar, auch Höche hat Fehler gemacht, dazu steht er. Hinterher ist man immer schlauer, vieles hätte man aber vielleicht auch nicht anders machen können, sinniert er ab und zu.
Das ländliches Leben nicht immer mit Einsamkeit und Abgeschiedenheit zu tun haben muß, das stellt der (Noch) Bürgermeister am Beispiel von Mackenrode heraus. Eine Bankfiliale, vier Gaststätten, die Straßen i.O., einen Supermarkt und vieles mehr machen das Leben an der Landesgrenze zu Niedersachsen lebenswert.
Zurück zum Geld: Wenn jetzt alle das große Heulen kriegen, dann schwimmen wir hier gegen den Trend. Klar ärgere ich mich über eine Erhöhung der Kreisumlage, doch die drängt uns nicht an den Rand des kommunalen Ruins. Vielleicht auch aus diesen Erfahrungen heraus wettert das Kreistagsmitglied gegen die Finanzpolitik in der Kreisverwaltung.
Der 50jährige klemmt nicht an seinem Bürgermeisterstuhl, neue Herausforderungen gebe es genug. Doch er hat Lust und Laune, manch Angefangenes auch zu Ende zu bringen. Das er auf diesem Weg mitunter hart agiert, das soll, so sagt man in seinem Umfeld, sein Naturell sein. Ob an dem Grafen von Hohenstein was dran ist oder nicht, das stört ihn nicht. Er nimmt es lächelnd zur Kenntnis. Und übrigens: Er kümmert sich so ganz nebenbei auch um das Trinkwasser im Landkreis Nordhausen. Und da kann im Wasserverband Nordhausen der SPD-Mann Schardt hervorragend mit dem CDU-Mann Höche zusammenarbeiten. Beide achten sich, auch wenn es in der Deutung der großen und kleinen Politik auch mal unterschiedliche Meinungen gibt. Allerdings bleibt jegliche Form der Parteipolitik außen vor, denn hier geht es um den Kunden.
Autor: nnzWir haben was geschafft und das ohne große Schlagzeilen, meinte Martin Höche und beschreibt damit den Grundtenor der Entwicklung in und um Mackenrode. Da war die Bildung der Einheitsgemeinde selbst. Gab es in anderen Regionen des Landkreises da schon mal Gezanke und Gerangel, so verlief die Fusion von neun Orten im westlichen Teil eher ruhig und sachlich ab.
Großen Wert legten Höche und sein Gemeinderat auf den sparsamen Umgang mit dem lieben Geld. Das ist in Euro-Zeiten nicht anders als es in der DM-Ära war. Netto-Neuverschuldung soll für die Hohensteiner schon seit Jahren ein Fremdwort sein, in der Pro-Kopf-Verschuldung liege man im unteren Drittel des Landkreisschnittes, so der Christdemokrat, der seit fünf Jahren kontinuierlich Schulden abgebaut hat.
Wenn man Martin Höche nach einer Bilanz der zurückliegenden sechs Jahre befragt, dann wird er schweigsam, hätte aber einiges aufzuzählen: Viele Feuerwehrgerätehäuser wurden gebaut, in Mackenrode, Branderode, Schiedungen oder Limlingerode kamen Dorfgemeinschaftshäuser hinzu, die Straßen sind – bis auf wenige Ausnahmen – in einem sehr guten Zustand. An den Ausnahmen wird gearbeitet. Na klar, auch Höche hat Fehler gemacht, dazu steht er. Hinterher ist man immer schlauer, vieles hätte man aber vielleicht auch nicht anders machen können, sinniert er ab und zu.
Das ländliches Leben nicht immer mit Einsamkeit und Abgeschiedenheit zu tun haben muß, das stellt der (Noch) Bürgermeister am Beispiel von Mackenrode heraus. Eine Bankfiliale, vier Gaststätten, die Straßen i.O., einen Supermarkt und vieles mehr machen das Leben an der Landesgrenze zu Niedersachsen lebenswert.
Zurück zum Geld: Wenn jetzt alle das große Heulen kriegen, dann schwimmen wir hier gegen den Trend. Klar ärgere ich mich über eine Erhöhung der Kreisumlage, doch die drängt uns nicht an den Rand des kommunalen Ruins. Vielleicht auch aus diesen Erfahrungen heraus wettert das Kreistagsmitglied gegen die Finanzpolitik in der Kreisverwaltung.
Der 50jährige klemmt nicht an seinem Bürgermeisterstuhl, neue Herausforderungen gebe es genug. Doch er hat Lust und Laune, manch Angefangenes auch zu Ende zu bringen. Das er auf diesem Weg mitunter hart agiert, das soll, so sagt man in seinem Umfeld, sein Naturell sein. Ob an dem Grafen von Hohenstein was dran ist oder nicht, das stört ihn nicht. Er nimmt es lächelnd zur Kenntnis. Und übrigens: Er kümmert sich so ganz nebenbei auch um das Trinkwasser im Landkreis Nordhausen. Und da kann im Wasserverband Nordhausen der SPD-Mann Schardt hervorragend mit dem CDU-Mann Höche zusammenarbeiten. Beide achten sich, auch wenn es in der Deutung der großen und kleinen Politik auch mal unterschiedliche Meinungen gibt. Allerdings bleibt jegliche Form der Parteipolitik außen vor, denn hier geht es um den Kunden.
