Rathaus: Ein Baum "abgängig"
Freitag, 18. Juni 2010, 12:27 Uhr
In Nordhausen sterben Bäume ab. Diese Feststellung trafen die Bündnisgrünen der Rolandstadt. Auch hatten sie das zum Thema im Stadtrat gemacht. Jetzt reagiert die Stadtverwaltung...
Prinzipiell gilt: Selbstverständlich hat die Stadtverwaltung keinerlei Interesse, dass Bäume sterben. Deshalb werden im Rahmen des zur Verfügung stehenden Personals – Stadtgärtner und Baumpfleger – und Finanzen Maßnahmen zur regelmäßigen Pflege, Unterhaltung und Regeneration des Baumbestandes ergriffen. Diese Leistungen werden im zuständigen Amt für Umwelt und Grünordnung konzipiert und umgesetzt. Mit der Aufgabe betraut sind dort ausgewiesen Fachleute unter anderem Diplom-Biologen, Diplomforstwirte und Diplom-Landschaftsplaner.
Für die Gesamtstadt gilt: Diese Fachleute nehmen regelmäßige Baumkontrollen und Unterhaltungspflege im gesamtstädtischen Bestand vor und ergreifen entsprechende fachlich fundierte Maßnahmen. Die Unterhaltung und Pflege umfasst einen großen Baumbestand von etwa 51.000 städtischen Einzelbäumen sowie einer Waldfläche von 320 Hektar. Darüber hinaus verfügt die Stadt Nordhausen über eines der modernsten Baumkatastererfassungssysteme, das laufende Kontrollen und Zustandserfassungen der städtischen Bäume möglich macht und auf dessen Grundlage u.a. strategische städtebauliche Maßnahmen abgeleitet werden können. Ein grundsätzliches Baumsterben – wie in den Veröffentlichungen geschehen - lässt sich aus vereinzelten Fällen nicht ableiten.
Zur Rautenstraße: Dort ist ein! Baum insgesamt abgängig wegen Fäuleschäden im Stammfußbereich. Die Entscheidung, ob Ersatz notwendig wird, kann erst nach Abwarten des Johannitriebes - des letzten Knospenaufbruch zu Beginn der Vegetationsperiode – getroffen werden. Mehrere Bäume in der Rautenstraße sowie vor der Sparkasse weisen vermehrten Totholzanteil und verspäteten Austrieb auf. Hier ist eventuell ein starker Rückschnitt erforderlich. Eine fachlich fundierte und damit seriöse Einschätzung ist auch hier erst nach Johanni möglich.
Sämtliche Schäden an den angesprochenen Bäumen sind nicht durch eine mangelnde Pflege insbesondere nicht durch fehlende Bewässerung verursacht. Vielmehr unterliegen alle Bäume im Innenstadtbereich meist einer Vielzahl von Stressfaktoren wie Bodenverdichtung, Streusalzeintrag, Nutzungskonkurrenz im unterirdischen Bereich durch z.B. Ver- und Entsorgungsleitungen, Luftverunreinigungen durch Autoabgase, mechanische Verletzungen durch Rammstöße von Autos, unzureichende Baustellenabsicherungen bei Bauaktivität etc. und baulich begrenzte Pflanzflächen. Außerdem ist das Klima in Innenstädten im Sommer wärmer und trockener. Der lange Frost im vergangenen Winter hat zu zusätzlichen Schäden geführt.
Alle Neupflanzungen werden im Rahmen der Anwachs- und Entwicklungspflege mindestens drei Jahre intensiv gepflegt und gewässert. Danach ist eine zusätzliche Bewässerung nicht mehr notwendig. Allerdings werden in längeren Trockenperioden an exponierten Standorten Gießleistungen vorgenommen, um die Bäume vor Austrocknung zu schützen.
Zur angesprochenen Baumhasel: Es gibt einen zum Teil geschädigten Baumbestand bei den straßenbegleitenden Baumhaselbeständen Ursachen sind Überalterung, die vor 30-40 Jahren gängige Praxis der Kappung von Bäumen, mehrmaliges Abgraben der Baumwurzeln in den letzten Jahren sowie die oben genannten Beeinträchtigungen. Ein Beispiel dafür ist der Baumhaselbestand An der Bleiche. Hier ist eine Erneuerung der Baumallee nur in Zusammenhang mit grundhaften Ausbau der Straße sinnvoll. Diese ist für das kommende Jahr geplant.
Autor: nnzPrinzipiell gilt: Selbstverständlich hat die Stadtverwaltung keinerlei Interesse, dass Bäume sterben. Deshalb werden im Rahmen des zur Verfügung stehenden Personals – Stadtgärtner und Baumpfleger – und Finanzen Maßnahmen zur regelmäßigen Pflege, Unterhaltung und Regeneration des Baumbestandes ergriffen. Diese Leistungen werden im zuständigen Amt für Umwelt und Grünordnung konzipiert und umgesetzt. Mit der Aufgabe betraut sind dort ausgewiesen Fachleute unter anderem Diplom-Biologen, Diplomforstwirte und Diplom-Landschaftsplaner.
Für die Gesamtstadt gilt: Diese Fachleute nehmen regelmäßige Baumkontrollen und Unterhaltungspflege im gesamtstädtischen Bestand vor und ergreifen entsprechende fachlich fundierte Maßnahmen. Die Unterhaltung und Pflege umfasst einen großen Baumbestand von etwa 51.000 städtischen Einzelbäumen sowie einer Waldfläche von 320 Hektar. Darüber hinaus verfügt die Stadt Nordhausen über eines der modernsten Baumkatastererfassungssysteme, das laufende Kontrollen und Zustandserfassungen der städtischen Bäume möglich macht und auf dessen Grundlage u.a. strategische städtebauliche Maßnahmen abgeleitet werden können. Ein grundsätzliches Baumsterben – wie in den Veröffentlichungen geschehen - lässt sich aus vereinzelten Fällen nicht ableiten.
Zur Rautenstraße: Dort ist ein! Baum insgesamt abgängig wegen Fäuleschäden im Stammfußbereich. Die Entscheidung, ob Ersatz notwendig wird, kann erst nach Abwarten des Johannitriebes - des letzten Knospenaufbruch zu Beginn der Vegetationsperiode – getroffen werden. Mehrere Bäume in der Rautenstraße sowie vor der Sparkasse weisen vermehrten Totholzanteil und verspäteten Austrieb auf. Hier ist eventuell ein starker Rückschnitt erforderlich. Eine fachlich fundierte und damit seriöse Einschätzung ist auch hier erst nach Johanni möglich.
Sämtliche Schäden an den angesprochenen Bäumen sind nicht durch eine mangelnde Pflege insbesondere nicht durch fehlende Bewässerung verursacht. Vielmehr unterliegen alle Bäume im Innenstadtbereich meist einer Vielzahl von Stressfaktoren wie Bodenverdichtung, Streusalzeintrag, Nutzungskonkurrenz im unterirdischen Bereich durch z.B. Ver- und Entsorgungsleitungen, Luftverunreinigungen durch Autoabgase, mechanische Verletzungen durch Rammstöße von Autos, unzureichende Baustellenabsicherungen bei Bauaktivität etc. und baulich begrenzte Pflanzflächen. Außerdem ist das Klima in Innenstädten im Sommer wärmer und trockener. Der lange Frost im vergangenen Winter hat zu zusätzlichen Schäden geführt.
Alle Neupflanzungen werden im Rahmen der Anwachs- und Entwicklungspflege mindestens drei Jahre intensiv gepflegt und gewässert. Danach ist eine zusätzliche Bewässerung nicht mehr notwendig. Allerdings werden in längeren Trockenperioden an exponierten Standorten Gießleistungen vorgenommen, um die Bäume vor Austrocknung zu schützen.
Zur angesprochenen Baumhasel: Es gibt einen zum Teil geschädigten Baumbestand bei den straßenbegleitenden Baumhaselbeständen Ursachen sind Überalterung, die vor 30-40 Jahren gängige Praxis der Kappung von Bäumen, mehrmaliges Abgraben der Baumwurzeln in den letzten Jahren sowie die oben genannten Beeinträchtigungen. Ein Beispiel dafür ist der Baumhaselbestand An der Bleiche. Hier ist eine Erneuerung der Baumallee nur in Zusammenhang mit grundhaften Ausbau der Straße sinnvoll. Diese ist für das kommende Jahr geplant.
