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Erste Bilanz zur Helfenden Hand

Donnerstag, 17. Juni 2010, 19:39 Uhr
Projektgruppe (Foto: J. Piper) Projektgruppe (Foto: J. Piper)
Das Kinderschutz-Projekt Helfende Hand macht weiter Fortschritte. Inzwischen beteiligen sich schon 20 Geschäfte in Nordhausen sowie in und um Bleicherode. Kurz umrissen steckt hinter der Helfenden Hand?


Eigentümer von Geschäften kleben auf ihre Tür das Logo der Helfenden Hand. Für Kinder das Zeichen: Hier finde ich Hilfe, wenn ich sie brauche. Das Projekt haben die Fachhochschule Nordhausen, die Koordinationsstelle für Frühe Hilfen beim Kreisjugendring Nordhausen e.V. sowie der Fachbereich Jugend und Soziales im Landratsamt gemeinsam entwickelt. Heute haben Studierende in der FHN eine erste Bilanz gezogen und neue Studierende in das Projekt eingeführt, die es nun fortsetzen werden.

„In diesem Semester haben wieder alle sehr hart gearbeitet, um das Projekt gut im Landkreis zu etablieren. Auch freie Träger haben sich bei uns gemeldet und uns Unterstützung bei der Information ihrer Kinder in den Einrichtungen angeboten. Wir freuen uns riesig über das institutions- und berufsübergreifende Engagement“, sagt Jana Urbanek, Koordinatorin für Frühe Hilfen. „Wir haben die erste Evaluation durchgeführt und festgestellt, dass sich alle Geschäfte gut betreut fühlen. Es gab aber bis jetzt noch keine Kinder, die Hilfe dort gesucht haben.“

Dennoch verzeichnen die Projektpartner, dass die Aktion Helfende Hand bekannter geworden ist. „Zu Veranstaltungen wie der Kinder-Uni der FH Nordhausen oder zu Terminen zum Beispiel in der Kita am Schlosspark in Bleicherode haben wir festgestellt, dass schon viele Kinder gut informiert sind und die Idee sehr gut finden. Von Geschäften wissen wir zum Teil, dass sie bei offenen Türen schon mal das ein oder andere Kind hören, wie es mit Eltern oder Großeltern vorbeiläuft, auf den Aufkleber zeigt und dann kurz erklärt, dass es dort hingehen kann, wenn es Hilfe braucht. Im Bereich Aufklärung der Kinder, Schulen und Kitas ist aber noch viel Arbeit nötig.“

Diesen Themen werden sich im kommenden Semester neue Studierende des Gesundheits- und Sozialwesens mit Projektleiter Prof. Dr. Armin Sohns widmen. „Unser Erfolg hängt nicht davon ab, dass viele Kinder kommen“, sagte Prof. Sohns heute den Studierenden. Vielmehr komme es darauf an, einen Rahmen zu schaffen und die Ansprechpartner in den Geschäften so zu informieren, dass sie adäquat reagieren können, wenn es darauf ankommt.

Falls die Geschäfte beispielsweise in einer Situation nicht weiter wissen, können sie sich jederzeit an die Projektmitarbeiter der Helfenden Hand wenden und haben eine Liste mit weiteren Ansprechpartnern anderer Institutionen. Diskutieren werden die Studierenden im nächsten Semester außerdem, ob und wie sich die Helfende Hand noch auf andere Orte im Landkreis erweitern lässt.

Wer Fragen zum Projekt Helfende Hand hat oder sich beteiligen will, kann sich telefonisch melden unter 0152/34 64 378 oder via E-Mail helfendehand@stud.fh-nordhausen.de. Weitere Infos gibt es auch online unter www.fh-nordhausen.de/2039.0.html.
Autor: nnz

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