Koch und Kellner
Dienstag, 15. Juni 2010, 21:29 Uhr
Kochen ist eine Kunst. Aber eine die man lernen kann. Und Wein standesgemäß servieren kann auch nicht jeder auf Anhieb. Ein Dutzend angehender Köche und Kellner mussten es heute können. Wir waren bei der Abschlussprüfung mit 3-Gänge Menü dabei und haben es uns schmecken lassen.
Das Menü musste aus einer frei wählbaren Suppe, einem Hauptgang und einer Nachspeise bestehen. Also zum Beispiel Blumenkohlcremesuppe mit gerösteten Weißbrotwürfeln, Rinderroulade in Rotweinsoße mit glasierten Kaiserschoten, Kroketten und, als Nachspeise, Süßkirschentörtchen auf Aprikosenspiegel.
Etwas mehr als drei Stunden hatten die angehenden Köche Zeit ihr Menü anhand eines vorgegebenen Warenkorbes zusammenzustellen. Die Prüfungskriterien sind streng. Unter den wachsamen Augen der Prüfungskomission mussten die Prüflinge darauf achten vernünftig mit ihrem Materialien umzugehen, trotz des Stresses Ordnung zu halten, sauber zu arbeiten und vor allem kreativ mit dem zu kochen, was ihnen der Warenkorb vorgab. Selbst die Formulierung der Menükarte wurde mit in die Bewertung aufgenommen.
Während in der Küche noch fleißig passiert und abgeschmeckt wurde, kamen die ersten Gäste an, und es schlug die Stunde der Restaurantfachfrauen und -männer. Geladen hatte die Industrie und Handelskammer (IHK) vor allem Personen aus den Betrieben, in denen die Prüflinge ausgebildet wurden. Die mussten jetzt zeigen, was sie noch behalten hatten.
Die Prüfungskriterien für den Servicebereich bezogen sich auf das korrekte Eindecken des Tisches, das richtige Servieren, die Kunst des Weineinschenkens und, sehr wichtig, das Gästegespräch. Mit den formalen Vorgaben nahmen es die Prüfer sehr ernst, dem einem oder anderen stand die Anspannung ins Gesicht geschrieben. Für die Vorsitzende der Prüfungskommission, Frau Tischer, ist gerade dieser Druck ein integraler Bestandteil der Prüfung.
"Unsere Prüflinge müssen nur einen Tisch mit je vier Gästen bedienen, das wäre in einem richtigen Restaurant natürlich anders und da ist der Druck der durch die Prüfung entsteht ein Ausgleich zur Realität im Arbeitsalltag."
Der Prüfer im Nacken war für die angehenden Profikellner also mindestens so schlimm wie 15 Gäste mit trockenen Kehlen zur Stoßzeit. Die Devise war also: freundlich lächeln, sich die Anspannung möglichst nicht anmerken lassen und hoffen das es den Gästen schmeckt. Da die Ergebnisse am Ende des Festmahles noch nicht fest standen bleibt zu hoffen das alle, Köche und Kellner, die letzte Hürde ins Berufsleben genommen haben. Eines steht jedenfalls fest: diesem Reporter hat es, trotz kleinerer Mängel, gemundet.
Autor: aglDas Menü musste aus einer frei wählbaren Suppe, einem Hauptgang und einer Nachspeise bestehen. Also zum Beispiel Blumenkohlcremesuppe mit gerösteten Weißbrotwürfeln, Rinderroulade in Rotweinsoße mit glasierten Kaiserschoten, Kroketten und, als Nachspeise, Süßkirschentörtchen auf Aprikosenspiegel.
Etwas mehr als drei Stunden hatten die angehenden Köche Zeit ihr Menü anhand eines vorgegebenen Warenkorbes zusammenzustellen. Die Prüfungskriterien sind streng. Unter den wachsamen Augen der Prüfungskomission mussten die Prüflinge darauf achten vernünftig mit ihrem Materialien umzugehen, trotz des Stresses Ordnung zu halten, sauber zu arbeiten und vor allem kreativ mit dem zu kochen, was ihnen der Warenkorb vorgab. Selbst die Formulierung der Menükarte wurde mit in die Bewertung aufgenommen.
Während in der Küche noch fleißig passiert und abgeschmeckt wurde, kamen die ersten Gäste an, und es schlug die Stunde der Restaurantfachfrauen und -männer. Geladen hatte die Industrie und Handelskammer (IHK) vor allem Personen aus den Betrieben, in denen die Prüflinge ausgebildet wurden. Die mussten jetzt zeigen, was sie noch behalten hatten.
Die Prüfungskriterien für den Servicebereich bezogen sich auf das korrekte Eindecken des Tisches, das richtige Servieren, die Kunst des Weineinschenkens und, sehr wichtig, das Gästegespräch. Mit den formalen Vorgaben nahmen es die Prüfer sehr ernst, dem einem oder anderen stand die Anspannung ins Gesicht geschrieben. Für die Vorsitzende der Prüfungskommission, Frau Tischer, ist gerade dieser Druck ein integraler Bestandteil der Prüfung.
"Unsere Prüflinge müssen nur einen Tisch mit je vier Gästen bedienen, das wäre in einem richtigen Restaurant natürlich anders und da ist der Druck der durch die Prüfung entsteht ein Ausgleich zur Realität im Arbeitsalltag."
Der Prüfer im Nacken war für die angehenden Profikellner also mindestens so schlimm wie 15 Gäste mit trockenen Kehlen zur Stoßzeit. Die Devise war also: freundlich lächeln, sich die Anspannung möglichst nicht anmerken lassen und hoffen das es den Gästen schmeckt. Da die Ergebnisse am Ende des Festmahles noch nicht fest standen bleibt zu hoffen das alle, Köche und Kellner, die letzte Hürde ins Berufsleben genommen haben. Eines steht jedenfalls fest: diesem Reporter hat es, trotz kleinerer Mängel, gemundet.



