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Goldener Roland verliehen

Sonntag, 13. Juni 2010, 14:40 Uhr
Vor wenigen Minuten ist auf der Bühne auf dem Rathausplatz in Nordhausen der "Goldene Roland 2010" verliehen worden. Die zweite Verleihung der "Neuzeit" durch den Nordhäuser Gewerbeverein ging an einen Mann, der sich über Jahrzehnte hinweg für den Sport in dieser Region eingesetzt hat...

Richard Müller mit Goldenem Roland (Foto: Angelo Glashagel) Richard Müller mit Goldenem Roland (Foto: Angelo Glashagel)

"Mit der Auszeichnung des "Goldener Roland 2010" möchten wir heute anlässlich des 42. Rolandsfestes eine Person ehren, die sich seid nunmehr 55 Jahren mit dem Nordhäuser Sport verbunden fühlt. Seine Spitznamen sind "MMM" (MotivationsMänneckenMüller) oder Turnvater. Wer diese Pseudonyme in diesem Zusammenhang kennt, weiß wen ich meine. Natürlich ist hier die Rede von Richard Müller", heißt es in der Laudatio, die vom Vorsitzenden des Gewerbevereins, Ulrich Ebert, gehalten wurde.

Richard Müller ist auf vielen Spielfeldern aktiv: Ob beruflich, als Gärtner (1946), Tischler (1948), als Gymnasiallehrer für Sport und Biologie am Gymansium "Wilhelm v. Humboldt" in Nordhausen (1951 bis 1956), Leiter der Fachgruppe Sport an der Kinder- und Jugendsportschule in unserer Stadt (1956 bis 1966), Fachschullehrer für Sport am Institut für Lehrerbildung (1966 bis 1991) und seit 1972 Leiter der Fachgruppe Sport am Institut für Lehrerbildung.

Oder als engagierter Ehrenämtler, z.B. als Mitglied der Kreisfachkommission Sport, Mitarbeiter am Forschungsprojekt des DHfK in Leipzig zur Verbesserung des Turntrainings, Arbeitsgruppen-Leiter für den Bereich der Studentenwettkämpfe, Mitglied des KFA Turnen (seit 1949) und Vorsitzender des Turn-Gaus Nordthüringen, Gründungsmitglied des KFA Volleyball (im Jahr 1951), Internationaler Kampfrichter Turnen von 1960 bis 1966 und national von 1966 bis 1990 oder als Übungsleiter für Vollyball, Basketball, Schwimmen, Leichtathletik und Turnen.

Viele Auszeichnungen, wie die Ehrennadeln des Deutschen Turnverbandes der DDR in Bronze, Silber und Gold, die Ehrenplakette des DTV, die Salzmann- Plakette des TTV in Gold oder die Gutsmuts-Medaille in Bronze zieren bereits sein Arbeitszimmer.

Als "Verdienter Meister des Sports der DDR" und "Vorbildlicher Übungsleiter des Deutscher Turn- und Sport- Bundes" setzte er Zeichen - und das nicht nur in Nordhausen, Thüringen und Deutschland. Die Welt kennt Sportler, die Richard Müller zu olympischen Medaillen geführt hat. Dazu gehören Günther Beyer, der 1968 in Mexico die Bronzemedaille im 12-Kampf erhielt, oder Peter Frenkel, der 1972 Olympiasieger in Moskau in der Disziplin "20 Km Gehen" wurde oder Volker Beck, der 1980 den olympischen Sieg in der Disziplin "400 m Hürden" nach Hause holte.

Richard Müller mit Goldenem Roland (Foto: Angelo Glashagel) Richard Müller mit Goldenem Roland (Foto: Angelo Glashagel)

Aber nicht nur in der Turnhalle oder auf dem Sportplatz ist er fit. Gebe es eine Supershow über sportliches Wissen, wäre er sicherlich auch hier im Spitzenfeld, denn sein immenses Wissen hat schon vielen Schülerinnen und Schülern bei Projektarbeiten zu hervorragenden Zensuren verholfen. Um es ganz einfach zu sagen: Ohne Richard Müller hätte es den SVC Nordhausen so, wie wir den Verein heute kennen, wahrscheinlich nicht gegeben.

Und ohne den Wunsch einer einzelnen Dame hätte ihn Nordhausen gar nicht erst als Bürger der Stadt auf Dauer halten können, denn diverse Angebote von den Sportstützpunkten in Potsdam, Greifswald und Berlin waren zwar sehr verführerisch, aber nicht so reizvoll wie Gerda, seine Frau, die ihm bereits seit 56 Jahren den Sportlerrücken stärkt. Und natürlich: Keiner hätte daran gezweifelt, auch seine drei Kinder und drei Enkelkinder sind überwiegend sportlich aktiv und engagiert.
Autor: nnz

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