nnz-Forum: Provokatorisch?
Sonntag, 26. Januar 2003, 12:40 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Diskussion um die Samstags-Veranstaltungen geht weiter. nnz-Leser Michael Samel hat einen Brief geschrieben, den wir im Forum veröffentlichen.
Werter N.K.,
einzig allein die NPD provozierte am Samstag in Nordhausen. Das überparteiliche Bündnis gegen Nazis Nordhausen hatte mit der Kundgebung auf dem Bebelplatz eine friedliche Plattform geschaffen, wo über 400 Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis Nordhausen unterschiedlichster Religion und Ideologie ihren Protest friedlich zum Ausdruck brachten. Das soll provokativ sein? Sollen wir uns verstecken, um die braunen Herrschaften nicht zu ärgern? Im Übrigen begann die Veranstaltung des Bündnisses später als der Marsch des rechten Pöbels und war auch beendet zu einem Zeitpunkt, als die Jung- oder besser Jüngstnationalen noch nicht einmal den Taschenberg heraufgeschnauft kamen.
Zu keiner Zeit war die Veranstaltung des Bündnisses ein Brennpunkt. Die fairen Absprachen des Bündnisses mit der Nordhäuser Polizei waren ein wichtiger Beitrag für den reibungslosen Ablauf der Kundgebung. Dafür auch mal ein Dankeschön an Herrn Wachtel.
Werter N.K., erschreckend ist für mich leider Ihre Meinung: halte jedoch eine solche Demo für unangebracht. Warum ist das für Sie unangebracht? Am 30. Januar jährt sich zum 70. Mal der Tag der Machtübernahme eines so genannten Führers und einer Diktatur, welche so viel Leid über Deutschland und ganz Europa brachte. Dora ist ein Zeugnis davon. Ist es unangebracht seine Stimme auch und gerade öffentlich gegen diejenigen zu erheben, welche aus der Geschichte nichts gelernt haben?
Michael Samel
Mitglied Bündnis Gegen Nazis
Stadtratfraktion der PDS
Werter N.K.,
einzig allein die NPD provozierte am Samstag in Nordhausen. Das überparteiliche Bündnis gegen Nazis Nordhausen hatte mit der Kundgebung auf dem Bebelplatz eine friedliche Plattform geschaffen, wo über 400 Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis Nordhausen unterschiedlichster Religion und Ideologie ihren Protest friedlich zum Ausdruck brachten. Das soll provokativ sein? Sollen wir uns verstecken, um die braunen Herrschaften nicht zu ärgern? Im Übrigen begann die Veranstaltung des Bündnisses später als der Marsch des rechten Pöbels und war auch beendet zu einem Zeitpunkt, als die Jung- oder besser Jüngstnationalen noch nicht einmal den Taschenberg heraufgeschnauft kamen.
Zu keiner Zeit war die Veranstaltung des Bündnisses ein Brennpunkt. Die fairen Absprachen des Bündnisses mit der Nordhäuser Polizei waren ein wichtiger Beitrag für den reibungslosen Ablauf der Kundgebung. Dafür auch mal ein Dankeschön an Herrn Wachtel.
Werter N.K., erschreckend ist für mich leider Ihre Meinung: halte jedoch eine solche Demo für unangebracht. Warum ist das für Sie unangebracht? Am 30. Januar jährt sich zum 70. Mal der Tag der Machtübernahme eines so genannten Führers und einer Diktatur, welche so viel Leid über Deutschland und ganz Europa brachte. Dora ist ein Zeugnis davon. Ist es unangebracht seine Stimme auch und gerade öffentlich gegen diejenigen zu erheben, welche aus der Geschichte nichts gelernt haben?
Michael Samel
Mitglied Bündnis Gegen Nazis
Stadtratfraktion der PDS
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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