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Wachsam sein

Mittwoch, 09. Juni 2010, 13:55 Uhr
Wer Geld an Geldausgabeautomaten abhebt sollte stets wachsam sein. In den letzten Wochen häufen sich Manipulationen aus Geldausgabeautomaten im gesamten Bundesgebiet.


Auch Nordthüringen ist das davon betroffen. Die Täter waren in den vergangenen Wochen in Mühlhausen, Bad Langensalza, Leinefelde und Sondershausen aktiv. Erst am vergangenen Wochenende hatten unbekannte Täter an einem Geldausgabeautomaten in Sondershausen vor den Kartenschlitz einen Scanner angebaut, um Kundenkarten auslesen zu können. Bisher wurden mit den so gestohlenen Daten mehrere tausend Euro ins Ausland überwiesen.

Die Täter wenden verschiedene Verfahren zum Ausspähen der Daten an. Häufig werden die Kartendaten mit einem vorgebauten Kartenlesegerät gespeichert. Die dazugehörige PIN spioniert eine Mini-Kamera aus, die entweder in Feuermeldern oder in einer Leiste oberhalb der Tastatur eingebaut worden ist. Eine weitere Variante um an die PIN zu kommen, ist der Einbau einer manipulierten Tastatur. Dazu wird die vorhandene Tastatur nach unten gedrückt und eine zweite unauffällig darüber angebracht. Diese Tastatur sendet oder speichert die eingegebenen Daten.

Bankkunden sollten in nächster Zeit verstärkt auf solche Veränderungen an den ihnen oft vertrauten Automaten achten. Man sollte sich nicht scheuen, an verdächtigen Teilen zu rütteln. Manipulierte Teile sind in aller Regel nur aufgeklebt und nicht fest mit dem Automaten verbunden. Auf jeden Fall sollte man genau hin sehen und auf solche Unregelmäßigkeiten achten. Das betrifft insbesondere die Tastaturen.

Auf den bisher verwendeten Fälschungen fehlte die Brailleschrift (Blindenschrift), die auf modernen Tastaturen mindestens als Punkt auf der „5“ vorhanden ist. Das ist auf allen Tastaturen so, egal, ob PC, Handy oder Fernbedienung am heimischen Fernseher.

Bei Auffälligkeiten sollten unbedingt der Abhebevorgang abgebrochen und die Polizei alarmiert werden.
Thomas Soszynski
Autor: nnz

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