Schutz vor bösen Überraschungen
Dienstag, 08. Juni 2010, 09:48 Uhr
Sommer, Sonne, baden gehen, Eis essen: es ist eine schöne Jahreszeit. Aber nicht nur der Mensch fühlt sich wohl bei Sonnenschein und 20 Grad plus, Bakterien tun das auch. Jedes Jahr werden in Deutschland über 200.000 Erkrankungen gemeldet, die auf den Verzehr verdorbener Lebensmitteln zurückzuführen sind. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps zur Lebensmittelhygiene in der warmen Jahreszeit...
Die Dunkelziffer der Erkrankungnen liegt wahrscheinlich um ein vielfaches höher als 200.000. Das Risiko für Lebensmittelinfektionen steigt in der warmen Jahreszeit an. Wie heftig eine Erkrankung ausfällt, hängt von der Art des Erregers, der Anzahl der Keime und vom Immunsystem des Betroffenen ab. Die Palette der Symptome reicht von einer leichten Übelkeit über schweren Brechdurchfall bis hin zu Muskellähmung, Atemstillstand und gar zum Tod des Erkrankten.
Lebensmittel, insbesondere tierischer Herkunft, verderben bei hohen Temperaturen besonders schnell und teilweise, ohne dass man es mit bloßem Auge sehen kann. Ausreichende Hygienemaßnahmen und eine gute Küchenpraxis sind unbedingt notwendig, so Ernährungsexpertin Petra Müller von der Verbraucherzentrale Thüringen. Auch Obst, Gemüse und Früchte verderben rasch und bilden Schimmel und Faulstellen.
Selbst im Kühlschrank können Lebensmittel verderben. Ursache sind Mikroorganismen wie Bakterien, Hefen und Schimmelpilze, die sich auch bei niedrigen Temperaturen wohl fühlen und vermehren. Sind diese dann über ein bestimmtes Maß hinaus vorhanden, können die betroffenen Lebensmittel zu gesundheitlichen Störungen führen.
Mitunter kann man verdorbene Lebensmittel am unangenehmen Geruch und Geschmack oder Aussehen (z.B. Schimmelbelag) erkennen. Häufig aber weisen mit Krankheitserregern befallene Lebensmittel kein verändertes Aussehen, abweichenden Geruch oder Geschmack auf. Da hilft nur Vorsorge und sachgerechter, hygienischer Umgang mit den Lebensmitteln.
Tipps für den häuslichen Umgang mit Lebensmitteln:
· Verwenden Sie Kühltaschen mit Kühlakkus für den Transport vom Einkauf nach Hause.
· Kontrollieren Sie die Temperaturen in Ihrem Kühlschrank mit einem Thermometer, optimal sind 2 bis 8 Grad Celcius.
· er Kühlschrank muss regelmäßig, mindestens einmal im Monat, komplett gereinigt und je nach Gerätetyp auch abgetaut werden.
· Frische Lebensmittel gehören nach dem Einkauf sofort in den Kühlschrank. Dazu müssen sie zuvor in geeignete Verpackungen, z.B. Glas-, Porzellan- oder Kunststoffbehälter und/ oder Frischhaltefolie.
· Obst und Gemüse sollte in luftdurchlässigen Folienbeuteln (z.B. gelochte Beutel) im Gemüsefach lagern. Pilze werden in Papiertüten aufbewahrt.
· Damit die kalte Luft gut zirkulieren kann, soll zwischen den einzelnen Lebensmitteln genügend Platz gelassen werden.
· Fleisch, Wurst und Fisch verderben leicht. Sie lagern am besten auf der Glasplatte über dem Gemüsefach oder in der Nähe der Rückwand, d.h. an der kältesten Stelle.
· Unterschiedliche Käse- und Wurstsorten sollten nicht gemeinsam auf einem Teller, sondern getrennt aufbewahrt werden.
· Fleisch und Wurst sollten nach dem Einkauf getrennt und geeignet verpackt aufbewahrt werden. Nicht in der Einkaufsfolie belassen.
· Mindesthaltbarkeits- oder Aufbrauchfristen von tierischen Lebensmitteln in Folienverpackungen nicht bis zum Ende ausreizen, sie könnten möglicherweise stark keimbelastet sein. Wichtig: die angegebenen Daten gelten grundsätzlich nur für die ungeöffnete Verpackung.
· Gekochte Speisen, die erst später verzehrt werden sollen, nicht in der Küche aufbewahren! Sie gehören in den Kühlschrank. Warme Speisen müssen aber erst genügend abgekühlt werden, am besten im eiskalten Wasserbad, bevor man sie in den Kühlschrank stellt.
· Achten Sie peinlich auf eine gute Küchenhygiene.
· Besonders wichtig: Vorsicht bei rohen tierischen Lebensmitteln wie rohes Fleisch, rohes Geflügel, roher Fisch, Eier und Speisen mit rohen Eiern. Diese sollten nur gut durchgegart verzehrt werden und nicht mit solchen Lebensmitteln in Kontakt kommen, die unerhitzt gegessen werden (Käse, Salate, Obst, Wurst).
· Prüfen Sie insbesondere leicht verderbliche Lebensmittel vor dem Verzehr durch Anschauen, Schnuppern, Schmecken ( z.B. Milchprodukte, gekochte Speisen).
Autor: aglDie Dunkelziffer der Erkrankungnen liegt wahrscheinlich um ein vielfaches höher als 200.000. Das Risiko für Lebensmittelinfektionen steigt in der warmen Jahreszeit an. Wie heftig eine Erkrankung ausfällt, hängt von der Art des Erregers, der Anzahl der Keime und vom Immunsystem des Betroffenen ab. Die Palette der Symptome reicht von einer leichten Übelkeit über schweren Brechdurchfall bis hin zu Muskellähmung, Atemstillstand und gar zum Tod des Erkrankten.
Lebensmittel, insbesondere tierischer Herkunft, verderben bei hohen Temperaturen besonders schnell und teilweise, ohne dass man es mit bloßem Auge sehen kann. Ausreichende Hygienemaßnahmen und eine gute Küchenpraxis sind unbedingt notwendig, so Ernährungsexpertin Petra Müller von der Verbraucherzentrale Thüringen. Auch Obst, Gemüse und Früchte verderben rasch und bilden Schimmel und Faulstellen.
Selbst im Kühlschrank können Lebensmittel verderben. Ursache sind Mikroorganismen wie Bakterien, Hefen und Schimmelpilze, die sich auch bei niedrigen Temperaturen wohl fühlen und vermehren. Sind diese dann über ein bestimmtes Maß hinaus vorhanden, können die betroffenen Lebensmittel zu gesundheitlichen Störungen führen.
Mitunter kann man verdorbene Lebensmittel am unangenehmen Geruch und Geschmack oder Aussehen (z.B. Schimmelbelag) erkennen. Häufig aber weisen mit Krankheitserregern befallene Lebensmittel kein verändertes Aussehen, abweichenden Geruch oder Geschmack auf. Da hilft nur Vorsorge und sachgerechter, hygienischer Umgang mit den Lebensmitteln.
Tipps für den häuslichen Umgang mit Lebensmitteln:
· Verwenden Sie Kühltaschen mit Kühlakkus für den Transport vom Einkauf nach Hause.
· Kontrollieren Sie die Temperaturen in Ihrem Kühlschrank mit einem Thermometer, optimal sind 2 bis 8 Grad Celcius.
· er Kühlschrank muss regelmäßig, mindestens einmal im Monat, komplett gereinigt und je nach Gerätetyp auch abgetaut werden.
· Frische Lebensmittel gehören nach dem Einkauf sofort in den Kühlschrank. Dazu müssen sie zuvor in geeignete Verpackungen, z.B. Glas-, Porzellan- oder Kunststoffbehälter und/ oder Frischhaltefolie.
· Obst und Gemüse sollte in luftdurchlässigen Folienbeuteln (z.B. gelochte Beutel) im Gemüsefach lagern. Pilze werden in Papiertüten aufbewahrt.
· Damit die kalte Luft gut zirkulieren kann, soll zwischen den einzelnen Lebensmitteln genügend Platz gelassen werden.
· Fleisch, Wurst und Fisch verderben leicht. Sie lagern am besten auf der Glasplatte über dem Gemüsefach oder in der Nähe der Rückwand, d.h. an der kältesten Stelle.
· Unterschiedliche Käse- und Wurstsorten sollten nicht gemeinsam auf einem Teller, sondern getrennt aufbewahrt werden.
· Fleisch und Wurst sollten nach dem Einkauf getrennt und geeignet verpackt aufbewahrt werden. Nicht in der Einkaufsfolie belassen.
· Mindesthaltbarkeits- oder Aufbrauchfristen von tierischen Lebensmitteln in Folienverpackungen nicht bis zum Ende ausreizen, sie könnten möglicherweise stark keimbelastet sein. Wichtig: die angegebenen Daten gelten grundsätzlich nur für die ungeöffnete Verpackung.
· Gekochte Speisen, die erst später verzehrt werden sollen, nicht in der Küche aufbewahren! Sie gehören in den Kühlschrank. Warme Speisen müssen aber erst genügend abgekühlt werden, am besten im eiskalten Wasserbad, bevor man sie in den Kühlschrank stellt.
· Achten Sie peinlich auf eine gute Küchenhygiene.
· Besonders wichtig: Vorsicht bei rohen tierischen Lebensmitteln wie rohes Fleisch, rohes Geflügel, roher Fisch, Eier und Speisen mit rohen Eiern. Diese sollten nur gut durchgegart verzehrt werden und nicht mit solchen Lebensmitteln in Kontakt kommen, die unerhitzt gegessen werden (Käse, Salate, Obst, Wurst).
· Prüfen Sie insbesondere leicht verderbliche Lebensmittel vor dem Verzehr durch Anschauen, Schnuppern, Schmecken ( z.B. Milchprodukte, gekochte Speisen).
