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nnz-Doku (25): Widerstand ist möglich!

Freitag, 24. Januar 2003, 10:07 Uhr
Nordhausen (nnz). „Von Thüringen muss ein Zeichen des Friedens ausgehen“, sagt der Augustiner Friedenskreis in Erfurt. Die Mitglieder haben jetzt einen Aufruf gestartet, den die nnz in Ihrer Doku-Reihe veröffentlicht.


Die USA-Regierung rüstet zum Krieg gegen den Irak. Der Aufmarsch von Menschen und Waffen am Golf ist fast abgeschlossen. Der Tag des Angriffes steht unmittelbar bevor. Begründet wird dieses Vorgehen mit der weltweiten Bekämpfung des Terrorismus und dem Besitz von Massenvernichtungswaffen in den Händen von Saddam Hussein. Die weltweite Auseinandersetzung mit dem Terrorismus und den Massenvernichtungspotenzialen, insbesondere in den Händen von Diktaturen, ist ausschließlich Sache der Völkergemeinschaft auf der Grundlage von UN-Charta und Völkerrecht.

Der Kampf gegen den Terrorismus ist unabdingbar. Er ist jedoch kein militärischer, sondern mittel- und langfristig ein Kampf gegen die Ursachen von Armut, Elend und sozialer Ausgrenzung ganzer Weltregionen. Die Risiken einer militärischen Intervention im Irak sind unüberschaubar. Die gesamte Nahostregion wird destabilisiert. Millionen Menschen drohen Tod, Verletzung und Not.

Krieg ist keine Alternative- Frieden ist der Weg zum Frieden

Weder der Kampf gegen den internationalen Terrorismus noch geopolitische Interessen der einzigen Weltmacht USA rechtfertigen das Blutvergießen an den Menschen im Irak. Krieg und Militäreinsätze sind kein Mittel der Politik, auch kein Mittel zur Sicherung von Rohstoffinteressen! Thüringerinnen und Thüringer wollen keinen Krieg, sondern eine friedliche Lösung des Konfliktes. In einer von Humanität und Achtung vor dem Leben des anderen geprägten Welt müssen Angriffskriege gegen ein Volk ausscheiden.

Wir unterstützen den Bundeskanzler und die Bundesregierung in ihrer Haltung, dass Deutschland sich an diesem Krieg nicht beteiligt. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, auch jede indirekte Unterstützung für einen Krieg zu verweigern. Deutschland muss im UN-Sicherheitsrat gegen einen Krieg stimmen! Wir wollen nicht der „Flugzeugträger“ in diesem Krieg sein.

Widerstand ist möglich

Bleiben Sie nicht zu Hause. Machen Sie Ihren Protest öffentlich. Kommen Sie zu den Friedensgebeten. Beteiligen Sie sich an den Mahnwachen. Gehen Sie zu den Protestveranstaltungen. Unterzeichnen Sie diesen Aufruf und fordern Sie Freunde und Verwandte auf, dasselbe zu tun.

Die Erstunterzeichner:
Pröpstin Begrich, Dr. Birgit Klaubert, Astrid Rothe, Frank Spieth, Richard Dewes, Bodo Ramelow, Ralf-Uwe Beck, Petra Heß, Dieter Hausold, Axel Noack, Christian Fuhrmann, Dr. Heino Falcke, Dagmar Becker, Sabine Doht, Claudia Rühlemann, Jürgen Röhreich, Gerhard Jüttemann, Ernst Kranz, Dr. Heide Wildauer, Werner Buse, Maik Nothnagel, Knut Gauter, Marion Rosin, Michael Gerstenberger, Eckard Ohl, Jürgen Ludwig, Herbert Windmiller, Marion Philipp, Harald Zanker, Rolf Düber, Marianne Reichelt, Petra Enders, Steffen Harzer, Markus Gallander, Elke und Gerhard Wien, Ute Hinkeldein, Dr. Karin Kaschuba, Tilo Kummer, Cornelia Nitzpon, Harald Seidel, Matthias Jendricke, Andreas Bausewein, Karl Metzner, Christina Austel-Haas, Lothar Schmelz, Jürgen Taudien, Carsten Bloss, Frank Kuschel.
Autor: nnz

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