Schüler pflegen Grab
Donnerstag, 03. Juni 2010, 17:26 Uhr
Gräber erinnern an Menschen. Doch nicht immer ist ein Grab auch auf einem Friedhof zu finden. Deshalb pflegen Grundschüler ab sofort ein Grab an ungewöhnlicher Ruhestätte...
Michelle, Felix, Julia (links von vorn nach hinten) sowie Steffi (rechts vorn) werden mit ihren Mitschülern von der Grundschule Petersdorf künftig die Pflege des Silberborth-Denkmals übernehmen. OB Rinke und Schulleiterin Birgit Podewski (rechts hinten) unterzeichneten den entsprechenden Vertrag
Die Pflege der Ruhestätte des Heimatforschers Dr. Hans Silberborth (1887-1949) nahe Harzrigi haben seit heute die Schüler der Grundschule Petersdorf übernommen. Barbara Rinke, die Nordhäuser Oberbürgermeisterin, übergab den Kindern und der Schulleiterin Birgit Podewski den Vertrag. Es war schön, dass es eure eigene Idee war, sich regelmäßig um die Denkmalpflege zu kümmern, sagte Frau Rinke beim Termin am Denkmal. Silberborth habe sich zu Lebzeiten gewünscht, dass er in der Nähe des Harzrigi beigesetzt werde. Deshalb befinde sich sein Grab auch an dieser ungewöhnlichen Stelle, so die Oberbürgermeisterin. Wenn die Schüler eigene Ideen zur Grabmalpflege hätten, so könnten sie diese auch umsetzen.
Als Symbol für die zukünftige Pflege der Schüler, bepflanzten die Grundschüler zusammen mit Frau Rinke und der Schulleiterin die Gedenkstätte mit ersten Blumen. Die ersten Schulgartenkinder haben die Grabstätte vor ein paar Tagen schon in Augenschein genommen, so Frau Podewski.
Neben seiner Arbeit als wissenschaftlicher Hilfslehrer am Nordhäuser Realgymnasium hat sich der am 30. Januar 1887 in Magdeburg geborene Silberborth besonders mit Natur und Geschichte des Südharzes beschäftigt, was Niederschlag gefunden hat in seinem Nordhäuser Wanderbuch. Zahlreiche kleinere Arbeiten bis zum Jahr 1940 hätten ihn zum ersten Geschichtsschreiber des Südharzes werden lassen. Aufgrund seiner Verdienste hat ihm die Stadt Nordhausen im Jahr 1925 die Aufgabe übertragen, die Geschichte der Rolandstadt niederzuschreiben. Diese Aufgabe hat er aufgrund seiner zahlreichen Vorarbeiten in kurzer Zeit bewältigt; der 1. Band des zweibändigen Das tausendjährige Nordhausen sei so eine seiner größten Leistungen gewesen. Den Höhepunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit bildete die 1940 veröffentlichte Geschichte des Helmegaus.
Dr. Silberborth starb im Alter von 62 Jahren. Ihm zu Ehren wurde die ehemalige Schützenstraße in Dr.-Hans-Silberborth-Straße umbenannt. Anlässlich seines 100. Geburtstages brachten die Mitglieder des Nordhäuser Geschichts- und Altertumsvereins eine Gedenktafel an seinem letzten Wohnhaus in der Wilhelm-Nebelung-Straße 19 an.
Autor: nnzMichelle, Felix, Julia (links von vorn nach hinten) sowie Steffi (rechts vorn) werden mit ihren Mitschülern von der Grundschule Petersdorf künftig die Pflege des Silberborth-Denkmals übernehmen. OB Rinke und Schulleiterin Birgit Podewski (rechts hinten) unterzeichneten den entsprechenden Vertrag
Die Pflege der Ruhestätte des Heimatforschers Dr. Hans Silberborth (1887-1949) nahe Harzrigi haben seit heute die Schüler der Grundschule Petersdorf übernommen. Barbara Rinke, die Nordhäuser Oberbürgermeisterin, übergab den Kindern und der Schulleiterin Birgit Podewski den Vertrag. Es war schön, dass es eure eigene Idee war, sich regelmäßig um die Denkmalpflege zu kümmern, sagte Frau Rinke beim Termin am Denkmal. Silberborth habe sich zu Lebzeiten gewünscht, dass er in der Nähe des Harzrigi beigesetzt werde. Deshalb befinde sich sein Grab auch an dieser ungewöhnlichen Stelle, so die Oberbürgermeisterin. Wenn die Schüler eigene Ideen zur Grabmalpflege hätten, so könnten sie diese auch umsetzen.
Als Symbol für die zukünftige Pflege der Schüler, bepflanzten die Grundschüler zusammen mit Frau Rinke und der Schulleiterin die Gedenkstätte mit ersten Blumen. Die ersten Schulgartenkinder haben die Grabstätte vor ein paar Tagen schon in Augenschein genommen, so Frau Podewski.
Neben seiner Arbeit als wissenschaftlicher Hilfslehrer am Nordhäuser Realgymnasium hat sich der am 30. Januar 1887 in Magdeburg geborene Silberborth besonders mit Natur und Geschichte des Südharzes beschäftigt, was Niederschlag gefunden hat in seinem Nordhäuser Wanderbuch. Zahlreiche kleinere Arbeiten bis zum Jahr 1940 hätten ihn zum ersten Geschichtsschreiber des Südharzes werden lassen. Aufgrund seiner Verdienste hat ihm die Stadt Nordhausen im Jahr 1925 die Aufgabe übertragen, die Geschichte der Rolandstadt niederzuschreiben. Diese Aufgabe hat er aufgrund seiner zahlreichen Vorarbeiten in kurzer Zeit bewältigt; der 1. Band des zweibändigen Das tausendjährige Nordhausen sei so eine seiner größten Leistungen gewesen. Den Höhepunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit bildete die 1940 veröffentlichte Geschichte des Helmegaus.
Dr. Silberborth starb im Alter von 62 Jahren. Ihm zu Ehren wurde die ehemalige Schützenstraße in Dr.-Hans-Silberborth-Straße umbenannt. Anlässlich seines 100. Geburtstages brachten die Mitglieder des Nordhäuser Geschichts- und Altertumsvereins eine Gedenktafel an seinem letzten Wohnhaus in der Wilhelm-Nebelung-Straße 19 an.

