Bürgermeister fordert harte Strafen
Mittwoch, 02. Juni 2010, 12:58 Uhr
Beim Entschärfen eines Bombenblindgängers sind in Göttingen drei Menschen ums Leben gekommen. Jetzt droht der Nordhäuser Bürgermeister Evakuierungsverweigerern mit finanziellen Sanktionen...
Wie gefährlich Bombenentschärfungen wirklich sein können, zeigt der gestrige tragische Unfall bei der Bombenentschärfung in Göttingen. Drei Mitarbeiter des Munitionsbergungsteams starben und weitere wurden verletzt, sagte jetzt Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD). Zugleich drohte Jendricke mit harten Bußgeldern gegen jene, die sich bei künftigen Entschärfungen den Evakuierungsanweisungen widersetzen. Für den 22. Juni hat die Nordhäuser Berufsfeuerwehr zu einer Besprechung aller Einsatzkräfte zum Thema Bombenfund eingeladen.
Dieses Göttinger Unglück verdeutlicht die Notwendigkeit der Evakuierungsmaßnahmen in Nordhausen. Bei der nächsten Evakuierung werden wir die Räumungen im festgesetzten Evakuierungsradius hart durchsetzen – zum eigen Schutz der Bewohner. Gibt es Weigerungen, werden wir rechtlich dagegen vorgehen.
Am 13. April habe es die letzte Bombenentschärfung in Nordhausen gegeben. Die Evakuierung hatte sich damals massiv verzögert, weil viele Bewohner - sogar unmittelbar neben dem Fundort - immer wieder in ihre bereits evakuierten Häuser zurückkehren wollten bzw. sich komplett weigerten, die Wohnung zu verlassen. Ich hoffe, dass das Beispiel Göttingen zeigt, wie ernst solche Bombenentschärfungen zu nehmen sind und welche enormen Gefahren lauern. Die Evakuierungen sind kein Spaß – hier geht es um den Schutz von Menschenleben!
In den letzten Wochen haben wir die aktuellen Evakuierungsmaßnahmen ausgewertet und in dieser Folge neue Einsatzunterlagen erstellt. Diese wollen wir mit allen Beteiligten – Polizei, der Firma Tauber, Landkreis, Rettungsdiensten, dem JugendSozialwerk Nordhausen und den Verkehrsbetrieben – diskutieren bzw. vorstellen, so Jung weiter.
Die neuen Einsatzpläne sähen unter anderem einen effektiveren Abtransport von Personen vor durch den Einsatz von großen Bussen sowie den verstärkten Einsatz von zivilen Fahrzeugen für den Transport von behinderten- bzw. älteren Personen, um so die Rettungsdienste zu entlasten, sagte Schinköth. Darüber hinaus habe man mit den neuen Einsatzplänen den Funkverkehr geordnet, in dem man neue Frequenzen eingerichtet habe. Damit sind Funkmeldungen sowohl den Evakuierungsbereichen besser zuzuordnen als auch den entsprechenden jeweiligen Evakuierungskräften, so der Feuerwehr-Chef.
Autor: nnzWie gefährlich Bombenentschärfungen wirklich sein können, zeigt der gestrige tragische Unfall bei der Bombenentschärfung in Göttingen. Drei Mitarbeiter des Munitionsbergungsteams starben und weitere wurden verletzt, sagte jetzt Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD). Zugleich drohte Jendricke mit harten Bußgeldern gegen jene, die sich bei künftigen Entschärfungen den Evakuierungsanweisungen widersetzen. Für den 22. Juni hat die Nordhäuser Berufsfeuerwehr zu einer Besprechung aller Einsatzkräfte zum Thema Bombenfund eingeladen.
Dieses Göttinger Unglück verdeutlicht die Notwendigkeit der Evakuierungsmaßnahmen in Nordhausen. Bei der nächsten Evakuierung werden wir die Räumungen im festgesetzten Evakuierungsradius hart durchsetzen – zum eigen Schutz der Bewohner. Gibt es Weigerungen, werden wir rechtlich dagegen vorgehen.
Am 13. April habe es die letzte Bombenentschärfung in Nordhausen gegeben. Die Evakuierung hatte sich damals massiv verzögert, weil viele Bewohner - sogar unmittelbar neben dem Fundort - immer wieder in ihre bereits evakuierten Häuser zurückkehren wollten bzw. sich komplett weigerten, die Wohnung zu verlassen. Ich hoffe, dass das Beispiel Göttingen zeigt, wie ernst solche Bombenentschärfungen zu nehmen sind und welche enormen Gefahren lauern. Die Evakuierungen sind kein Spaß – hier geht es um den Schutz von Menschenleben!
In den letzten Wochen haben wir die aktuellen Evakuierungsmaßnahmen ausgewertet und in dieser Folge neue Einsatzunterlagen erstellt. Diese wollen wir mit allen Beteiligten – Polizei, der Firma Tauber, Landkreis, Rettungsdiensten, dem JugendSozialwerk Nordhausen und den Verkehrsbetrieben – diskutieren bzw. vorstellen, so Jung weiter.
Die neuen Einsatzpläne sähen unter anderem einen effektiveren Abtransport von Personen vor durch den Einsatz von großen Bussen sowie den verstärkten Einsatz von zivilen Fahrzeugen für den Transport von behinderten- bzw. älteren Personen, um so die Rettungsdienste zu entlasten, sagte Schinköth. Darüber hinaus habe man mit den neuen Einsatzplänen den Funkverkehr geordnet, in dem man neue Frequenzen eingerichtet habe. Damit sind Funkmeldungen sowohl den Evakuierungsbereichen besser zuzuordnen als auch den entsprechenden jeweiligen Evakuierungskräften, so der Feuerwehr-Chef.
