nnz-Doku: Kein Krieg ohne Mandat
Donnerstag, 23. Januar 2003, 10:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Nordhäuser Christdemokraten sind sehr besorgt über die aktuelle Kriegsgefahr am Persischen Golf. Krieg sei immer die schlechteste aller Konfliktlösungen, die Deutschen und besonders die Nordhäuser haben das leidvoll erfahren müssen, so Stadtratsfraktion und Standverband der CDU. Den vollen Wortlaut der Erklärung veröffentlicht die nnz in ihrer Doku-Reihe.
Als Christen beten wir täglich in unseren Familien und Kirchengemeinden für den Frieden. Wir sind dankbar für die klaren Worte der Repräsentanten beider großen christlichen Kirchen über die moralische und völkerrechtliche Fragwürdigkeit eines Präventivkrieges, wie er von der Bush-Administration in den USA offensichtlich in Erwägung gezogen wird. Wir sehen den Einsatz militärischer Gewalt nur in Falle der notwendigen Verteidigung gegen einen direkten Angriff oder gegenüber einer nachgewiesenen direkten Bedrohung gegen die Völkergemeinschaft, dann aber auf Grundlage eines Beschlusses des Welt-Sicherheitsrates, für gerechtfertigt an.
Als Demokraten erwarten wir von unseren Freunden in Amerika, daß sie von diesen Grundsätzen nicht abweichen. Wir verwahren uns gleichzeitig gegen jeden Versuch, die gegenwärtigen Spannungen um verschiedene Krisenherde der Welt zur antiamerikanischen Stimmungsmache auszunutzen. Wir appellieren an alle anderen demokratischen Kräfte in unserer Stadt, mit denen wir oft gemeinsam gegen Provokationen rechtsradikaler Kräfte aufgetreten sind, gemeinsam zu wirken bei der Klarstellung, dass die Krisenherde dieser Zeit nicht von den USA geschaffen wurden, sondern
- das despotische Regime des Saddam Hussein sich seit Jahren weigert, UN-Resolutionen zu befolgen,
- fanatische Islamisten fast überall auf der Welt Hass schüren und grauenvolle Terrorakte zu verantworten haben,
- das kommunistisch-diktatorische Regime in Nordkorea den Atomwaffensperrvertrag aufgekündigt hat und Terroristen mit Raketenwaffen versorgt.
Dies alles verurteilen wir und fordern im Namen unserer Mitglieder von den Verantwortlichen in unserem Land und den USA, jeden denkbaren Schritt zu einer friedlichen Lösung zu gehen, keinen Krieg gegen den Irak ohne Auftrag der UN zu führen und keine gewalttätigen, undemokratischen Regimes oder Bewegungen auf dieser Welt zu unterstützen.
Christine Wagner, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Nordhäuser Stadtrat und Dietrich Beyse, stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbandes Nordhausen der CDU
Autor: nnzAls Christen beten wir täglich in unseren Familien und Kirchengemeinden für den Frieden. Wir sind dankbar für die klaren Worte der Repräsentanten beider großen christlichen Kirchen über die moralische und völkerrechtliche Fragwürdigkeit eines Präventivkrieges, wie er von der Bush-Administration in den USA offensichtlich in Erwägung gezogen wird. Wir sehen den Einsatz militärischer Gewalt nur in Falle der notwendigen Verteidigung gegen einen direkten Angriff oder gegenüber einer nachgewiesenen direkten Bedrohung gegen die Völkergemeinschaft, dann aber auf Grundlage eines Beschlusses des Welt-Sicherheitsrates, für gerechtfertigt an.
Als Demokraten erwarten wir von unseren Freunden in Amerika, daß sie von diesen Grundsätzen nicht abweichen. Wir verwahren uns gleichzeitig gegen jeden Versuch, die gegenwärtigen Spannungen um verschiedene Krisenherde der Welt zur antiamerikanischen Stimmungsmache auszunutzen. Wir appellieren an alle anderen demokratischen Kräfte in unserer Stadt, mit denen wir oft gemeinsam gegen Provokationen rechtsradikaler Kräfte aufgetreten sind, gemeinsam zu wirken bei der Klarstellung, dass die Krisenherde dieser Zeit nicht von den USA geschaffen wurden, sondern
- das despotische Regime des Saddam Hussein sich seit Jahren weigert, UN-Resolutionen zu befolgen,
- fanatische Islamisten fast überall auf der Welt Hass schüren und grauenvolle Terrorakte zu verantworten haben,
- das kommunistisch-diktatorische Regime in Nordkorea den Atomwaffensperrvertrag aufgekündigt hat und Terroristen mit Raketenwaffen versorgt.
Dies alles verurteilen wir und fordern im Namen unserer Mitglieder von den Verantwortlichen in unserem Land und den USA, jeden denkbaren Schritt zu einer friedlichen Lösung zu gehen, keinen Krieg gegen den Irak ohne Auftrag der UN zu führen und keine gewalttätigen, undemokratischen Regimes oder Bewegungen auf dieser Welt zu unterstützen.
Christine Wagner, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Nordhäuser Stadtrat und Dietrich Beyse, stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbandes Nordhausen der CDU
