Auftakt: „Kein Geld für Öl!“
Mittwoch, 22. Januar 2003, 18:18 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordhausen wurde heute zum ersten Mal gegen einen drohenden Krieg im Irak demonstriert. Die PDS hatte dazu aufgerufen, aber auch andere Parteien hatten sich angeschlossen. Die nnz war auf dem Theaterplatz dabei.
Matthias Mitteldorf, der die Kundgebung unter dem Motto Kein Blut für Öl angemeldet hatte, mahnte an, dass Nordhausen als die Stadt des Friedens zeigen müsse, dass die Menschen mit dieser Politik der USA nicht einverstanden seien. Wir wollen mahnen und protestieren, wir wollen aber auch unsere Angst vor einem Krieg zeigen, so der PDS-Politiker. Er prangerte sowohl den Diktator Saddam Hussein als auch US-Präsident Bush an: Beide gehören auf die Pritsche eine Psychiaters!
Pfarrer Peter Kube hatte junge Männer aus dem Irak mit nach Nordhausen gebracht. Sie haben Asyl in Deutschland beantragt und wohnen in Klettenberg. Reden wollten sie nicht, sie können kein Deutsch. Aber sie seien in Sorge um ihr Land, sie meinen aber auch, dass das irakische Volk diesen Diktator nicht mehr brauche. Kube zitierte aus einer gemeinsamen Resolution der Kirchenprovinz Sachsen und zweier großer protestantischer Kirchen in den USA: Krieg ist immer eine Niederlage, steht da unter anderem geschrieben.
Für die Nordhäuser Sozialdemokraten sprach Dr. Klaus Gebhardt zu den annähernd 100 Menschen, die sich zu dieser Demo-Un-Zeit versammelt hatten. Er wünsche sich, dass diese Kundgebung der Auftakt zu weiteren Veranstaltungen sein solle, und regte an, die Tradition der Montags-Demos wieder neu aufleben zu lassen. Ihm mache vor allem die Eile Angst, mit der die USA diesen Krieg vorbereiten würden. Und er forderte von seiner Partei und von der Bundesregierung ein klares Nein zu diesem Krieg. Auch wenn Deutschland sich damit im Sicherheitsrat isolieren würde, es wäre eine ehrenvollen Isolation.
Anmerkung der nnz: Die nächste Kundgebung, die sollte bitteschön zu einem späteren Zeitpunkt angesetzt werden. So haben auch die Menschen Gelegenheit daran teilzunehmen, die derzeit noch einen Job haben. Und das sind bei einer Arbeitslosenquote von etwas mehr als 20 Prozent eben immer noch 80 Prozent.
P.S.: PDS-Chef Thoralf Kox gegenüber nnz: Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen Beteiligten und Besuchern der Kundgebung recht herzlich bedanken. Bei der durchgeführten Unterschriftenaktion gegen den Krieg trugen sich über 120 Bürgerinnen und Bürger in die Listen der PDS ein. Ein Zeichen für Verbundenheit über Parteiprogramme hinaus!
Autor: nnz
Matthias Mitteldorf, der die Kundgebung unter dem Motto Kein Blut für Öl angemeldet hatte, mahnte an, dass Nordhausen als die Stadt des Friedens zeigen müsse, dass die Menschen mit dieser Politik der USA nicht einverstanden seien. Wir wollen mahnen und protestieren, wir wollen aber auch unsere Angst vor einem Krieg zeigen, so der PDS-Politiker. Er prangerte sowohl den Diktator Saddam Hussein als auch US-Präsident Bush an: Beide gehören auf die Pritsche eine Psychiaters!
Pfarrer Peter Kube hatte junge Männer aus dem Irak mit nach Nordhausen gebracht. Sie haben Asyl in Deutschland beantragt und wohnen in Klettenberg. Reden wollten sie nicht, sie können kein Deutsch. Aber sie seien in Sorge um ihr Land, sie meinen aber auch, dass das irakische Volk diesen Diktator nicht mehr brauche. Kube zitierte aus einer gemeinsamen Resolution der Kirchenprovinz Sachsen und zweier großer protestantischer Kirchen in den USA: Krieg ist immer eine Niederlage, steht da unter anderem geschrieben.
Für die Nordhäuser Sozialdemokraten sprach Dr. Klaus Gebhardt zu den annähernd 100 Menschen, die sich zu dieser Demo-Un-Zeit versammelt hatten. Er wünsche sich, dass diese Kundgebung der Auftakt zu weiteren Veranstaltungen sein solle, und regte an, die Tradition der Montags-Demos wieder neu aufleben zu lassen. Ihm mache vor allem die Eile Angst, mit der die USA diesen Krieg vorbereiten würden. Und er forderte von seiner Partei und von der Bundesregierung ein klares Nein zu diesem Krieg. Auch wenn Deutschland sich damit im Sicherheitsrat isolieren würde, es wäre eine ehrenvollen Isolation.
Anmerkung der nnz: Die nächste Kundgebung, die sollte bitteschön zu einem späteren Zeitpunkt angesetzt werden. So haben auch die Menschen Gelegenheit daran teilzunehmen, die derzeit noch einen Job haben. Und das sind bei einer Arbeitslosenquote von etwas mehr als 20 Prozent eben immer noch 80 Prozent.
P.S.: PDS-Chef Thoralf Kox gegenüber nnz: Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen Beteiligten und Besuchern der Kundgebung recht herzlich bedanken. Bei der durchgeführten Unterschriftenaktion gegen den Krieg trugen sich über 120 Bürgerinnen und Bürger in die Listen der PDS ein. Ein Zeichen für Verbundenheit über Parteiprogramme hinaus!
