nnz-online

Qualität durch Weiterbildung

Sonntag, 30. Mai 2010, 10:21 Uhr
Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig scheint ein Tausendsassa zu sein. Jetzt kümmert er sich um die Kinderbetreuung von ist der Ansicht, dass deren Qualität verbessert werden muss...


In ihrem Koalitionsvertrag haben CDU und SPD in Thüringen festgelegt, dass sie die Betreuungsqualität in den Kindertagesstätten verbessern wollen. Das Thüringer Wirtschaftsministerium fördert daher zwischen Mai 2010 und Dezember 2013 die Weiterbildung von 1420 Erzieherinnen und Erziehern. „Thüringen ist deutschlandweit ganz vorne, wenn es um die Zahl der Kindergartenplätze geht“, sagt der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig, „die Qualität der Betreuung muss allerdings verbessert werden.“

„Das Netz der Kindertagesstätten ist in Thüringen gut entwickelt. Die Betreuungsquote und die Ganztagsquote erreichen deutschlandweit Spitzenwerte. Es ist das gemeinsame Interesse von CDU und SPD, die Betreuungsqualität zu steigern und den Anspruch zu erweitern“, heißt es im Koalitionsvertrag. Das Thüringer Wirtschaftsministerium wird daher die Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern fördern. Rund 1 Million Euro, kofinanziert aus ESF- und Landesmitteln, werden dafür in die Hand genommen. „Gesellschaftliche Veränderungen kommen auch in der Kinderbetreuung an“, so der Minister. Die Erzieherinnen und Erzieher sollen darin unterstützt werden, sich auf die unterschiedlichen Lebenslagen der Kinder einzustellen.

Die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GfAW) setzt die Programme um. Drei Träger – der Thüringer Volkshochschulverband e.V. in Jena, die Thüringer Sozialakademie gGmbH in Jena und die parisat gGmbH in Neudietendorf – organisieren die Projekte, die sich auch an Führungskräfte richten. Folgende Schwerpunkte werden gesetzt: Die Erzieherinnen und Erzieher erhalten eine kritische Sicht auf Rollenbilder von Mädchen und Jungen. Außerdem sollen neue Wege aufgezeigt werden, um Kinder zu stärken und auf ihre unterschiedlichen Lebenslagen, gerade auch auf Kinderarmut und Brüche in den Elternhäusern, einzugehen. Qualitätsanforderungen an die Betreuung, der Übergang von der Kita zur Schule und die Zusammenarbeit mit den Eltern stehen ebenfalls im Vordergrund. Die Projekte werden jetzt ihre Arbeit aufnehmen.
Autor: nnz/kn

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de