nnz-online

Gestestet und...

Freitag, 28. Mai 2010, 09:17 Uhr
Das neue Heft von Öko-Test ist jetzt auf den Markt gekommen. wir haben uns das druckfrische Exemplar angesehen und geben den Inhalt in Kurzform wieder. Getestet wurden unter anderen: Honig-Pops, Grillsaucen oder Sonnenschutzmittel...


Frühstückscerealien mit Honig

Vor allem Kinder lieben die süßen Honig-Pops. Zum Frühstück eignen sich die gepufften Weizenprodukte nur ausnahmsweise, denn sie enthalten bis zu 48 Prozent Zucker und sind damit eine Süßigkeit. Die von ÖKO-TEST beauftragen Labors wiesen zudem in sechs Produkten erhöhte Werte des Krebsgiftes Acrylamid auf. Mit Vorsicht sollten Verbraucher übrigens auch die Deklarationen der Hersteller lesen: Der Nährwert wird mal mit Milch, mal ohne Milch angegeben, und die prozentuale Ausschöpfung etwa des täglichen Kalorienbedarfs errechnen die Hersteller nicht anhand der Bedarfswerte für Kinder, sondern an denen eines Erwachsenen.

Grillsaucen

Mehr als die Hälfte der Grillsaucen erhält das Testurteil „gut“. Doch es gibt auch Anlass zu Kritik: In sechs Produkten fand das Labor hohe Erosterinwerte – dies lässt vermuten, dass die Hersteller überreife, schimmelige Tomaten verarbeitet haben. Und einige Barbecuesaucen mit Raucharomen enthalten krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.

Duschgele

Als im Jahr 1986 hohe Werte des krebsverdächtigen Dioxan in Shampoos gefunden wurden, war das ein großer Skandal. ÖKO-TEST wollte wissen, ob dieser Schadstoff immer noch in Pflegeprodukten steckt und hat Duschgele ins Labor geschickt. Die Testergebnisse zeigen, dass in den meisten Produkten nur noch Spuren nachgewiesen werden können. Das Vichy-Duschgel aus der Apotheke enthält am meisten Dioxan.

Sonnenschutzmittel

Zum Thema Nanotechnologie gibt es derzeit noch viele offene Fragen und wenig gesicherte Antworten. ÖKO-TEST erklärt den aktuellen Stand der Forschung. Zudem hat das Frankfurter Verbrauchermagazin Sonnencremes auf die Rezepturbestandteile überprüfen lassen. Das Ergebnis: Zwar erhalten nur zwei Naturkosmetikprodukte ein „sehr gut“, aber es gibt eine Vielzahl an „guten“ konventionellen Sonnenschutzmitteln. Leider bieten einige Hersteller auch wenig überzeugende Produkte an. Diese enthalten zum Beispiel Emulgatoren, die die Haut für Fremdstoffe durchlässiger machen, oder chemische UV-Filter, die wie Hormone wirken.

Luftmatratzen

Schon in früheren Tests strotzten die untersuchten Luftmatratzen vor gesundheitlich bedenklichen Weichmachern. Und es hat sich nichts verbessert. Obwohl viele Phthalate in Spielzeug mittlerweile gesetzlich reglementiert sind, stecken sie in einigen Matratzen wieder in rauen Mengen, teilweise zu mehr als 20 Prozent. In vier Produkten haben die Labors zudem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe gefunden, von denen einige als krebserregend gelten. Aus manchen löste sich sogar nervengiftiges Phenol.

Krankenkassen, Naturmedizin für Kassenpatienten

Glaubt man den Werbeversprechungen der Krankenkassen, dann ist Deutschland ein Paradies für Patienten, die Krankheiten und Wehwehchen mit Naturheilverfahren kurieren wollen. Der ÖKO-TEST zeigt aber, dass die Versicherungen mit Leistungen protzen, die die Versicherten gar nicht in Anspruch nehmen können. Um das zu verschleiern, haben Krankenkassen ganz besondere Tricks. ÖKO-TEST verrät, welche das sind.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de