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Reden und klagen

Montag, 20. Januar 2003, 07:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Entscheidung zur Vergabe im Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen ist gefallen. Landrat Joachim Claus betonte im Gespräch mit der nnz: Eine Vergabe, wenn sie denn nicht angefochten wird, ist Gesetz. Trotzdem ist das nicht alles. Die Würfel rollen weiter.


Wie das Landesverwaltungsamt der Kreisverwaltung in Nordhausen mitgeteilt haben soll, habe keiner der „unterlegenen“ Anbieter Widerspruch gegen die Vergabeentscheidung der Verbandsversammlung eingelegt. Damit sei diese Entscheidung formal rechtens. Und nun wolle man sich in den kommenden Wochen mit der Firma Rethmann treffen um auszuloten, welche Form der Zusammenarbeit es da geben könnte. Die Zusammenarbeit solle sich vor allem auf das Engagement des „Gewinners“ am Standort Nentzelsrode konzentrieren. „Es müsse so viel wie möglich abfallen für das Abfallwirtschaftszentrum. Da stecke gemeinsam mit anderen Partnern genügend innovatives Potential drin, das unbedingt weiter genutzt und ausgebaut werden muß“, so Joachim Claus gegenüber nnz.

Der Landkreis Nordhausen wird aber - trotz aller Annäherung - an seinem Einspruch gegen die Vergabeentscheidung und seinen Bedenken gegen die Auslegung der Satzung (nnz berichtete mehrfach) festhalten. Bis Ende dieses Monats erwarte Claus eine Antwort aus Weimar auf sein Schreiben vom Ende vergangenen Jahres. Nicht abgelegt sei auch das Offenhalten des Klageweges, sollte das Landesverwaltungsamt (LVA) abschlägig antworten, was in Indsiderkreisen befürchtet wird. Schließlich habe die Spitze des Landratsamtes da einen eindeutigen Auftrag des Kreisausschusses.
Autor: nnz

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