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Marokko Tour 2010

Dienstag, 11. Mai 2010, 16:35 Uhr
Die nnz hatte bereits in diesem Jahr ausführlich über eine Tour von Jugendlichen nach Marokko berichtet. Jetzt gibt es einen weiteren Bericht mit Eindrücken der jungen Leute...

Abfahrt iin Neustadt-Osterode (Foto: privat) Abfahrt iin Neustadt-Osterode (Foto: privat)

Wir sind am 10. April in Neustadt-Osterode mit dem Marokko-Team gestartet. Es war ein trauriger Abschied für einige von uns. Unser erstes Ziel war die Jugendherberge in Freiburg. Es war ein langer Weg, aber wir haben genügend Pausen zwischendurch gemacht. Ankunft in Freiburg war gegen 18.30 Uhr, wo wir noch ein Abendessen zu uns nahmen und ein kleines Fußballspiel zur Entspannung machen konnten.

Gegen 7.30 am nächsten Morgen ging die Fahrt weiter Richtung Frankreich. In der zweiten Pause haben wir noch Wasser für das Abendessen besorgt. Am Abend haben wir uns dann einen Zeltplatz zum übernachten gesucht. Wir mussten dann für alle Nudeln mit Käsesoße kochen, das war total lecker.

Am nächsten Morgen mussten wir schon um 5.00 Uhr aufstehen und die Campingausrüstung wieder im Bus und Hänger verstauen. Während der Fahrt konnten wir noch im Bus weiter schlafen, und der Bus ist nicht gerade bequem. Gegen zehn Uhr haben wir dann an einer Raststätte gefrühstückt. Gegen Nachmittag kamen wir dann in Spanien an. Dort haben wir auf einen Orangenplantage geschlafen. In dieser Nacht hat es wie aus Eimern geregnet. Früh um 5.00 Uhr haben wir dann im regen unsere Sachen wieder verstaut und sind weiter gefahren. Am zweiten Tag in Spanien waren wir noch einkaufen und haben kurz hinter Granada gezeltet.

Am Mittwoch sind wir von Spanien mit der Fähre nach Marokko übergesetzt. Dort standen wir ca. eine Stunde am Zoll und nichts passierte. Am Abend sind wir dann bis spät in die Nacht gefahren weil es nicht auf hören wollte mit regnen. Als wir endlich das Regengebiet hinter uns hatten sind wir auf einen Platz gefahren wo Bauern Ihr Dorf mit Knüppeln bewacht haben. Sie erlaubten uns, bei ihnen zu übernachten.

Am frühen Morgen ging unsere Fahrt weiter nach Essaouira, wo ein tolles Haus auf uns wartete und uns für die nächsten vier Tage beherbergen sollte.
Tom S. (17 Jahre)

Aufenthalt in Essauira

Wir haben uns gegenseitig geholfen, die Sachen aus zu packen uns unseren tollen Zimmer zu beziehen, um schneller an den Strand gehen zu können.

Arbeiten in Marokko (Foto: privat) Arbeiten in Marokko (Foto: privat)

Wir Jugendlichen konnten uns aus suchen mit wem wir das Zimmer teilen wollten. Am Strand angekommen freuten wir uns über Chris den Muschelsucher, Max den Angler und Patrick die Wasserratte. Alle fanden es sehr schön am Strand und waren sehr froh das wir endlich die lange Fahrt hinter uns hatten. Nach einer ausgiebigen Dusche fielen wir alle in unsere Betten. Wir hatten eigentlich nur drei Tage in Essaouira ein geplant, aber die Arbeit im Kindergarten nahm mehr Zeit in Anspruch.

Der erste Arbeitstrupp bestand aus fünf Leuten: Herr Ibe dem Verputzermeister, Frau Abe der Malerkönigin, Max dem Türschleifer und Lackierer, Daniel dem Schlechtgelaunten und Patrick dem Planlosen. Wir haben alte Farben von den Wänden gekratzt und diese dann neu verputzt. Der andere Trupp bestehend aus vier Leuten blieb im Haus um hat Schule zu machen. Täglich wurden wir zur Mittagsstunde mit Köstlichkeiten verwöhnt.

Alle Jugendlichen sind stolz darauf was jeder Einzelne in so kurzer Zeit geschafft hat. Es tut gut anderen Kindern zu helfen. Probiert es doch einfach mal aus. Zitat eines anderen Jugendlichen: „Das war toll wie sich die kleinen Kinder gefreut haben!“ Nach getaner Arbeit hatten wir auch Gelegenheit uns die Stadt anzuschauen, den tollen Hafen zu besichtigen und über den Markt zu schlendern.
Patrick K. (17 Jahre)

Aufenthalt in Marrakesch

Von Essaouira nach Marrakesch sind wir ca. dreieinhalb Stunden gefahren. Zwischendurch machten wir eine kleine Pause um unsere Lunchpakete zu verdrücken. Gleich nach unserem Ankommen haben wir das Haus im Kinderheim, wo wir untergebracht wurden, sauber gemacht. Anschließend konnten wir unsere Sachen aus dem Bus ausladen und unser neues Domizil für die nächsten Tage beziehen. Nachdem wir ordentlich gegessen hatten sind wir ins Hamam zum waschen gegangen
.
Am nächsten Tag, den 23.4., teilte sich die Gruppe wieder auf in einen Schul- und einen Arbeitstrupp. In diesem Kindergarten haben wir die Außenwand von alter Farbe befreit, anschließend neu verputzt und gestrichen. Die Leiterin dieses Kindergartens lud uns zum Dank täglich zu Tee und leckeren Gebäck ein. Als wir mittags Pause machten, fuhren wir ins Heim zurück, wo der Schultrupp uns immer mit Mittagessen erwartete. An einem Abend gingen wir auf den benachbarten Markt.

Am 24.4. haben wir bis zum Abend die Stühle und Tische eines Raumes abgeschliffen und neu lackiert mit bunten Farben. Zum Feierabend gönnten wir uns wie jeden Abend ein ausgiebiges Bad im Hamam und konnten danach gut gereinigt schlafen gehen. Der folgende Tag endete am Nachmittag im Kindergarten mit erfolgreichen Abschluss unserer Arbeiten. Als Abschied aus Marrakesch hatten wir an diesem Abend die Möglichkeit einen Ausflug auf den größten Markt der Stadt zu machen, dem Jamaa el Fna, um unser Geld auf den Kopf zu hauen.

Morgens dann fuhren nochmal drei Leute, ein letztes mal in den Kindergarten, um die von uns mit gebrachte Tafel anzubringen. In der Zwischenzeit packten die Zurückgebliebenen alle sieben Sachen wieder zusammen und reinigten das Haus. Unsere Fahrt ging weiter ins Atlasgebirge in den Ort Sidi Fares.
Daniel F. (16 Jahre)
Autor: nnz

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