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Was ist los in der Dichterstätte?

Mittwoch, 15. Januar 2003, 15:06 Uhr
Limlingerode (nnz). Im vergangenen Jahr eröffnet, folgte Anfang Dezember bereits der erste literarische Hochgenuß mit der Dichterin selbst. Was gibt es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres? Heidelore Kneffel hat es für die nnz aufgeschrieben.


Nach dem die „Dichterstätte Sarah Kirsch“ am 01. Dezember 2002 die erste literarische Veranstaltung im Haus „Lange Reihe 11“ mit Sarah Kirsch und Lutz Seiler durchführte, folgte am 22.12.2002 die Lesung: „Hermann Hesse in lyrischer Landschaft“, die trotz des eisreichen Bodens zahlreiche Besucher aus Nordhausen, Sondershausen und Sangerhausen nach Limlingerode zog. Jeden Monat wird es in Lange Reihe 11 zukünftig Veranstaltungen geben.

Die Vorschau auf das erste Halbjahr 2003 sieht so aus: Bereits am Samstag, 25.Januar 2003, um 14.30 Uhr, stellen Mitglieder des Fördervereins Dichtung über den Winter unter dem Titel „Blumen und Wald sind nun fahl“ vor. In der Literatur kommen die wärmeren Jahreszeiten häufiger vor. Sucht man aber in den Werken des Mittelalters bis in die Jetztzeit, so haben auch die winterlichen Monate mit ernster, nachdenklicher, spöttischer bis heiterer Lyrik und Prosa ihren Anteil. Am 22. Februar folgt: „Uns ist in Märchen und Sagen gar Wundersames erzählt – die wilden Götter des Nordens.“ Ab 14.30 Uhr wird die Zeit wie im Fluge vergehen. Wer daran teil haben will, sollte nach Limlingerode kommen.

Höhepunkte gibt es am 15. und 16. März 2003. Am Samstag, 15. März, zeigt Rolf Richter aus Neustadt um 19.30 Uhr seine verzaubernde Diaschau „Licht, Form und Farbe“. Bilder und Gitarrenmusik entführen in die Welt der Blüten, der Schmetterlinge und der Schönheit der Regentropfen. Blumen- und Schmetterlingsgedichte zaubern auf ihre Weise. Am Sonntag, 16. März 2003, liest Sarah Kirsch, die sich einige Tage in ihrem Geburtshaus aufhält, ab 14.00 Uhr aus ihrer Lyrik und Prosa. In dem Raum mit den Sammelstühlen, der auch als Galerie dient, sind dann mit hoher Wahrscheinlichkeit Kunstwerke des in Weimar – Taubach lebenden Künstlers Philpp Oeser zu sehen, der aus Nordhausen stammt und seine künstlerische Ausbildung 1947/48 in der Kunstschule Domke im Judenturm begann.

Am Samstag, 26. April 2003, steht aus Anlass seines 150. Geburtstages der Künstler Vincent van Gogh mit seinen beeindruckenden Briefen im Mittelpunkt. Ab 14.30 Uhr gibt es manch‘ Überraschendes zu hören und zu sehen. Wer kommt, wird bereichert nach Hause gehn. Am 24. Mai um 14.30 Uhr wird die Dichtform „Haiku“ vorgestellt. „Hören, lesen, schreiben“ heißt der Titel. Wer diese aus Japan stammende besondere Art des künstlerischen Wortes kennenlernen und ausprobieren möchte, ist willkommen. Die Mitglieder des Fördervereins legen ihre Hand ins Feuer: Jeder geht mit einem Haiku nach Hause.

Am 28. und 29. Juni 2003 folgen die 6. Limlingeröder Diskurse mit Elke Erb, Norbert Hummelt und der außergewöhnlichen russischen Dichterin Marina Zwetajewa. Petra Albrecht, die Künstlerin aus Weimar, die sich besonders durch ihre farbigen Holzschnitte einen Namen machte und die 1999 die 1. Preisträgerin des Glock – Grabe – Graphikpreises der Stadt Nordhausen war, stellt zu den 6. Diskursen ihre druckfrischen Sarah – Kirsch - Holzschnittinterpretationen vor.
Autor: nnz

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