Probleme befürchtet
Dienstag, 11. Mai 2010, 08:46 Uhr
Auf seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Naturschutzbeirat mit dem Gipsabbau unter Tage im Bereich Günzdorf, einem FFH- und Vogelschutzgebiet und der FFH-Verträglichkeit. Das Bergamt hatte dem Abbau eine besonders schonende Verträglichkeit bescheinigt...
Im Ergebnis fordert der Naturschutzbeirat die Regionale Planungsgemeinschaft Nordthüringen, die Thüringer Landesplanungsbehörde und das Thüringer Bergamt auf, einem daraus abzuleitenden Gipsabbau nicht statt zugeben. Der Naturschutzbeirat sieht verschiedene Problempunkte, die die eingereichten Unterlagen des Vorhabensträgers nicht ausräumen konnten.
Fraglich ist beispielsweise, wie sich bei einem eventuellen unterirdischen Gipsabbau das Wasser unter den geänderten Bedingungen der Karsthydrologie verhält. Nach Ansicht des Naturschutzbeirats wurde auch nicht zweifelsfrei dargelegt, wie eine ausreichende Sicherheit hergestellt werden soll, um Bergschäden wie so genannte Tagesbrüche zu vermeiden. Zudem ist aus Perspektive der Fachleute des Beirats eine ausreichende Versorgung der vorhandenen Vegetation, zum Beispiel des Kalkbuchenwalds, mit Wasser nicht sichergestellt.
Schließlich würde der Gipsabbau die auch touristisch genutzte Wanderwegekulisse zwischen der Stadt Nordhausen und Neustadt stark beeinträchtigen. Erschwerend kommt noch hinzu der Einsatz von Versatzstoffen im Karst zur sog. Bergschädensicherung. Bei genauer fachlicher Betrachtung dieser Problemfaktoren kann nur eine ablehnende Entscheidung für geplante Abbauvorhaben im Bereich des FFH-Gebietes Rüdigsdorfer Schweiz-Harzfelder Holz-Hasenwinkel durch die jeweilige Zulassungsbehörde getroffen werden, so der Beirat.
Die weitere Entwicklung der Planung zu diesem Vorhaben wird der Naturschutzbeirat aufmerksam verfolgen.
Autor: nnzIm Ergebnis fordert der Naturschutzbeirat die Regionale Planungsgemeinschaft Nordthüringen, die Thüringer Landesplanungsbehörde und das Thüringer Bergamt auf, einem daraus abzuleitenden Gipsabbau nicht statt zugeben. Der Naturschutzbeirat sieht verschiedene Problempunkte, die die eingereichten Unterlagen des Vorhabensträgers nicht ausräumen konnten.
Fraglich ist beispielsweise, wie sich bei einem eventuellen unterirdischen Gipsabbau das Wasser unter den geänderten Bedingungen der Karsthydrologie verhält. Nach Ansicht des Naturschutzbeirats wurde auch nicht zweifelsfrei dargelegt, wie eine ausreichende Sicherheit hergestellt werden soll, um Bergschäden wie so genannte Tagesbrüche zu vermeiden. Zudem ist aus Perspektive der Fachleute des Beirats eine ausreichende Versorgung der vorhandenen Vegetation, zum Beispiel des Kalkbuchenwalds, mit Wasser nicht sichergestellt.
Schließlich würde der Gipsabbau die auch touristisch genutzte Wanderwegekulisse zwischen der Stadt Nordhausen und Neustadt stark beeinträchtigen. Erschwerend kommt noch hinzu der Einsatz von Versatzstoffen im Karst zur sog. Bergschädensicherung. Bei genauer fachlicher Betrachtung dieser Problemfaktoren kann nur eine ablehnende Entscheidung für geplante Abbauvorhaben im Bereich des FFH-Gebietes Rüdigsdorfer Schweiz-Harzfelder Holz-Hasenwinkel durch die jeweilige Zulassungsbehörde getroffen werden, so der Beirat.
Die weitere Entwicklung der Planung zu diesem Vorhaben wird der Naturschutzbeirat aufmerksam verfolgen.
