Sollstedt setzt auf Sonne
Montag, 10. Mai 2010, 07:11 Uhr
Am Freitag, punkt 10.30 Uhr haben die Sollstedter Wohnungsgenossenschaft und die Wohnungsgesellschaft Photovoltaikanlagen in Betrieb genommen. Damit sichern sie sich nicht nur langfristig gute Einnahmen aus dem Verkauf von Elektroenergie, sie leisten so auch einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen...
Dennoch sehen AWG-Chef Wolfgang Reinhardt und Heike Umbach, die Chefin der Gesellschaft aber einen Wermutstropfen in der ganzen Angelegenheit. Der ist folgender: Die Bundesregierung verkündete zu Jahresbeginn, dass die Förderung für solche Anlagen in der bisherigen Höhe nur bis Ende März gewährt werden sollte (zwischenzeitlich wurde der Termin nach hinten verschoben).
Das führte zu einem solch sprunghaften Anstieg der Nachfrage auf dem Binnenmarkt, dass die deutschen Hersteller überfordert waren. Um in den Genuss der höheren Vergütung zu kommen, mussten daher chinesische Produkte eingesetzt werden, deren erste Lieferung auf dem Transport von China nach Deutschland komplett zerstört wurde. Eine vorausschauende Wirtschaftspolitik hätte das vermeiden können, so Reinhardt.
Obwohl die beiden Wohnungsunternehmen um potenzielle Mieter konkurrieren, arbeiten sie auf einigen Gebieten im Interesse ihrer Mieter eng zusammen. So kündigten beide im vergangenen Jahr ihre Fernwärmelieferverträge um beim Versorger u. a. Preissenkungen und ein Umdenken bezüglich der Effizienzsteigerung und der Nutzung alternativer Energien wie Bio-Gas, Erdwärme, Hackschnitzel etc., zu erreichen.
Die Sinnhaftigkeit der Anliegen der WUs hat der amtierende Bürgermeister, Herr Müller, erkannt. Er regte die Bildung einer Arbeitsgruppe, in der auch beide Wohnungsunternehmen mitarbeiten an. Die erste Tagung dieser Gruppe, die Mitte April stattfand, zeigte, dass alle Beteiligten konstruktiv am Gelingen des Vorhabens mitarbeiten wollen.
Vielleicht kann sich Sollstedt perspektivisch zu einer grünen Kommune entwickeln, weil auch schon einige Sollstedter Privatunternehmen und Privathaushalte Photovoltaikanlagen betreiben bzw. planen dies zu tun. Wünschenswert wäre das.
Autor: nnzDennoch sehen AWG-Chef Wolfgang Reinhardt und Heike Umbach, die Chefin der Gesellschaft aber einen Wermutstropfen in der ganzen Angelegenheit. Der ist folgender: Die Bundesregierung verkündete zu Jahresbeginn, dass die Förderung für solche Anlagen in der bisherigen Höhe nur bis Ende März gewährt werden sollte (zwischenzeitlich wurde der Termin nach hinten verschoben).
Das führte zu einem solch sprunghaften Anstieg der Nachfrage auf dem Binnenmarkt, dass die deutschen Hersteller überfordert waren. Um in den Genuss der höheren Vergütung zu kommen, mussten daher chinesische Produkte eingesetzt werden, deren erste Lieferung auf dem Transport von China nach Deutschland komplett zerstört wurde. Eine vorausschauende Wirtschaftspolitik hätte das vermeiden können, so Reinhardt.
Obwohl die beiden Wohnungsunternehmen um potenzielle Mieter konkurrieren, arbeiten sie auf einigen Gebieten im Interesse ihrer Mieter eng zusammen. So kündigten beide im vergangenen Jahr ihre Fernwärmelieferverträge um beim Versorger u. a. Preissenkungen und ein Umdenken bezüglich der Effizienzsteigerung und der Nutzung alternativer Energien wie Bio-Gas, Erdwärme, Hackschnitzel etc., zu erreichen.
Die Sinnhaftigkeit der Anliegen der WUs hat der amtierende Bürgermeister, Herr Müller, erkannt. Er regte die Bildung einer Arbeitsgruppe, in der auch beide Wohnungsunternehmen mitarbeiten an. Die erste Tagung dieser Gruppe, die Mitte April stattfand, zeigte, dass alle Beteiligten konstruktiv am Gelingen des Vorhabens mitarbeiten wollen.
Vielleicht kann sich Sollstedt perspektivisch zu einer grünen Kommune entwickeln, weil auch schon einige Sollstedter Privatunternehmen und Privathaushalte Photovoltaikanlagen betreiben bzw. planen dies zu tun. Wünschenswert wäre das.
