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Beängstigend angestiegen

Montag, 13. Januar 2003, 13:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Im vergangenen Jahr sind im land Thüringen 32 Menschen bei Arbeitsunfällen getötet worden. Diese Bilanz veröffentlichte heute das Sozialministerium. Mehr Fakten und Hintergründe dazu wie immer in Ihrer nnz.


Im Jahr 2002 wurden im Freistaat Thüringen 32 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Arbeits- und Wegeunfällen getötet. Die Gesamtzahl schlüsselt sich in 21 Arbeitsunfälle, davon drei am Bau sowie elf Wegeunfälle auf. Im Jahr 2001 waren es 13 Arbeitsunfälle (davon 7 am Bau) und 11 Wegeunfälle. Im Jahr 2000 weißt die Statistik 25 Arbeitsunfälle (davon 11 am Bau) und 15 Wegeunfälle aus. Im Jahr 1999 waren es 21 Arbeitsunfälle und 19 Wegeunfälle.

Diese Statistik hat Sozialminister Dr. Frank-Michael Pietzsch heute in Erfurt veröffentlicht. Er erklärte: „Zwar ist von 2001 zu 2002 ein Anstieg der tödlichen Arbeitsunfälle zu verzeichnen. Bei der Betrachtung der letzten vier Jahre gibt es im vergangenen Jahr jedoch keine Abweichung. Besonders hervorheben möchte ich, dass sich der Anteil der tödlichen Arbeitsunfälle im Zusammenhang mit dem Baugeschehen deutlich verringert hat. Diese Entwicklung lässt sich einerseits durch jahrelange umfangreiche Kontrollen durch die Ämter für Arbeitsschutz auf Baustellen begründen, ist jedoch auch auf das stagnierende Baugeschehen zurückzuführen“.

Der Anteil der Wegeunfälle ist gegenüber dem Vorjahr mit 11 unverändert hoch. Daher appelliert Pietzsch an die Arbeitnehmer und die Arbeitgeber gleichermaßen, gerade auch auf dem Weg von der Arbeit und zur Arbeit den Arbeitsschutz stärker als bisher zu beachten. Viele Unfälle würden aus unverantwortlichem Leichtsinn oder der Nichteinhaltung bestehender Vorschriften passieren. „Die Thüringer Ämter für Arbeitsschutz stehen deshalb allen interessierten Bürgern beratend zur Seite und werden auch künftig die Einhaltung der relevanten Bestimmungen sorgfältig kontrollieren“, so der Minister abschließend.
Autor: nnz

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