Fair, Bio und Regional
Mittwoch, 28. April 2010, 15:05 Uhr
Fair gefrühstückt wurde gestern morgen im WeltladenCafe. Mit biologisch angebauten Produkten aus der Region, und fair gehandelten Zutaten aus aller Welt, konnte man sich gemütlich den Bauch vollschlagen.
Für viele ist ein Dienstag morgen sicher nicht die beste Zeit, um sich ein ausgedehntes Frühstück außer Haus zu gönnen. Dennoch kamen einige Besucher in den Weltladen um für 5 Euro das erste Faire Frühstück des Jahres zu genießen. Organisiert wurde der brunch ohne lunch vom Schrankenlosverein, der das Weltladencafe betreibt, und der Studentischen Initiative "Go Fair".
"Ziel ist es einfach einen gemütlichen Frühstücksmorgen zu schaffen und vielleicht den einen oder anderen auf den Geschmack zu bringen" sagte Tobi, Mitglied bei "Go Fair" und verantwortlich für das Faire Frühstück.
"Knapp 15 aktive Mitglieder setzen sich bei "Go Fair" für Nachhaltigkeit ein, und wir haben mit anderen zusammen eine Einkaufsgemeinschaft für fair gehandelte Bioprodukte gegründet."
Wer dabei ist, bezieht einmal in der Woche Fleisch, Obst, Gemüse, Brot und vieles mehr vom Gutshof Hauteroda, der auch einen Teil des Essens für das faire Frühstück lieferte.
Da sich Orangen, Kaffee oder Kakao aber schlecht in Mitteldeutschland anbauen lassen, stammt vieles auf dem Buffet aus Ländern der dritten Welt. Das eben jene Unterscheidung zwischen erster und dritter Welt irgendwann einmal obsolet wird, dafür arbeiten die Weltläden. Von den oft auch als Eine-Welt-Laden bekannten Geschäften gibt es in Deutschland inzwischen über 800. In diesem Sinne unterstützt man auch in Nordhausen die Fairtrade Bewegung.
Fairtrade bezieht sich eigentlich nur auf Importwaren. Durch angemessene Handelspreise wird es Bauern in Südamerika, Afrika und Asien ermöglicht ein besseres Leben zu führen. Die fairen Handelshäuser, wie etwa die GEPA, unterstützen ihre Partner außerdem dabei, wieder verstärkt auf ökologisch nachhaltige Anbaumethoden zu setzen.
Dem regionalen Landwirt geht es da noch verhältnismäßig gut. Doch auch wenn er nicht in dem Maße auf Fairen Handel angewiesen ist wie der Bauer in Peru oder der Elfenbeinküste, kämpfen vor allem die Milchbauern in letzter Zeit mit dem Preisverfall. Daher haben sich die Studenten von "Go Fair" dazu entschieden, auch mit dem Gutshof Hauteroda angemessene Preise auszumachen.
Außerdem baut der Gutshof seine Produkte nach den "Demeter"-Regeln an, und mehr Bio geht eigentlich nicht. Mit dem Verzicht auf synthetische Dünger, chemische Schädlingsbekämpfung und andere künstliche Zusatzstoffe gehen die Demeter-Regeln weit über die Mindeststandards der EG-Bio Verordnung hinaus. Den Kunden des Weltladencafes kann das nur recht sein. Die Idee zum "Fairen Frühstück" wurde im letzten Jahr anlässlich der "Fairen Wochen" geboren.
Dieses Jahr wird die Bundesweite Veranstaltung rund ums Thema Fairer Handel vom 13. bis 26. September zum neunten Mal stattfinden, und auch der Nordhäuser Weltladen ist wieder mit dabei. "Sollten sich Schulen oder andere Einrichtungen für Veranstaltungen rund um den fairen Handel während der Fairen Wochen interessieren, dann können sie sich einfach im Weltladen melden" sagte Pfarrer Peter Kube, der den Weltladen leitet und sich bei Schrankenlos engagiert.
Bis dahin wird das gestrige Frühstück nicht das letzte bleiben. Da das organisieren und ausrichten des Frühstücks für die Ehrenamtlichen jedoch mit einem nicht unerheblichem Zeitaufwand verbunden ist, gibt es vorerst nur zwei weitere Termine: am 25.5 und am 22.6 von 10 bis 16 Uhr.
Autor: aglFür viele ist ein Dienstag morgen sicher nicht die beste Zeit, um sich ein ausgedehntes Frühstück außer Haus zu gönnen. Dennoch kamen einige Besucher in den Weltladen um für 5 Euro das erste Faire Frühstück des Jahres zu genießen. Organisiert wurde der brunch ohne lunch vom Schrankenlosverein, der das Weltladencafe betreibt, und der Studentischen Initiative "Go Fair".
"Ziel ist es einfach einen gemütlichen Frühstücksmorgen zu schaffen und vielleicht den einen oder anderen auf den Geschmack zu bringen" sagte Tobi, Mitglied bei "Go Fair" und verantwortlich für das Faire Frühstück.
"Knapp 15 aktive Mitglieder setzen sich bei "Go Fair" für Nachhaltigkeit ein, und wir haben mit anderen zusammen eine Einkaufsgemeinschaft für fair gehandelte Bioprodukte gegründet."
Wer dabei ist, bezieht einmal in der Woche Fleisch, Obst, Gemüse, Brot und vieles mehr vom Gutshof Hauteroda, der auch einen Teil des Essens für das faire Frühstück lieferte.
Da sich Orangen, Kaffee oder Kakao aber schlecht in Mitteldeutschland anbauen lassen, stammt vieles auf dem Buffet aus Ländern der dritten Welt. Das eben jene Unterscheidung zwischen erster und dritter Welt irgendwann einmal obsolet wird, dafür arbeiten die Weltläden. Von den oft auch als Eine-Welt-Laden bekannten Geschäften gibt es in Deutschland inzwischen über 800. In diesem Sinne unterstützt man auch in Nordhausen die Fairtrade Bewegung.
Fairtrade bezieht sich eigentlich nur auf Importwaren. Durch angemessene Handelspreise wird es Bauern in Südamerika, Afrika und Asien ermöglicht ein besseres Leben zu führen. Die fairen Handelshäuser, wie etwa die GEPA, unterstützen ihre Partner außerdem dabei, wieder verstärkt auf ökologisch nachhaltige Anbaumethoden zu setzen.
Dem regionalen Landwirt geht es da noch verhältnismäßig gut. Doch auch wenn er nicht in dem Maße auf Fairen Handel angewiesen ist wie der Bauer in Peru oder der Elfenbeinküste, kämpfen vor allem die Milchbauern in letzter Zeit mit dem Preisverfall. Daher haben sich die Studenten von "Go Fair" dazu entschieden, auch mit dem Gutshof Hauteroda angemessene Preise auszumachen.
Außerdem baut der Gutshof seine Produkte nach den "Demeter"-Regeln an, und mehr Bio geht eigentlich nicht. Mit dem Verzicht auf synthetische Dünger, chemische Schädlingsbekämpfung und andere künstliche Zusatzstoffe gehen die Demeter-Regeln weit über die Mindeststandards der EG-Bio Verordnung hinaus. Den Kunden des Weltladencafes kann das nur recht sein. Die Idee zum "Fairen Frühstück" wurde im letzten Jahr anlässlich der "Fairen Wochen" geboren.
Dieses Jahr wird die Bundesweite Veranstaltung rund ums Thema Fairer Handel vom 13. bis 26. September zum neunten Mal stattfinden, und auch der Nordhäuser Weltladen ist wieder mit dabei. "Sollten sich Schulen oder andere Einrichtungen für Veranstaltungen rund um den fairen Handel während der Fairen Wochen interessieren, dann können sie sich einfach im Weltladen melden" sagte Pfarrer Peter Kube, der den Weltladen leitet und sich bei Schrankenlos engagiert.
Bis dahin wird das gestrige Frühstück nicht das letzte bleiben. Da das organisieren und ausrichten des Frühstücks für die Ehrenamtlichen jedoch mit einem nicht unerheblichem Zeitaufwand verbunden ist, gibt es vorerst nur zwei weitere Termine: am 25.5 und am 22.6 von 10 bis 16 Uhr.


