Sie haben gewonnen! Ehrlich!
Dienstag, 27. April 2010, 17:10 Uhr
Das Leben als Konsument ist nicht immer sorgenfrei. Die Geschäftspraktiken so mancher Unternehmen sind bestenfalls undurchsichtig und der zunehmende Kampf um Marktanteile wird oft auf dem Rücken des Verbrauchers ausgetragen. Hilfe findet man bei der Verbraucherberatungsstelle Nordhausen, bei der 2009 reger Andrang herrschte. Hier die Bilanz in Ihrer nnz.
So einige Nordhäuser erlebten im letzten Jahr böse Überraschungen. Den glücklicheren unter ihnen flatterten plötzlich Verträge ins Haus von denen die betroffenen gar nicht wussten, das sie sie abgeschlossen hatten. Zumindest nicht bis sie sich an den Telefonwerbeanruf oder den netten jungen Mann in der Fußgängerzone erinnerten, der ihnen ein Gewinnspiel oder ein Testabo aufgeschwatzt hatte. Andere bekamen gar nichts Schriftliches, sondern bemerkten erst an ihren Kontoauszügen, das sie einem windigen Geschäft aufgesessen waren.
Um fast ein Viertel stieg die Nachfrage nach persönlichen Beratungsgesprächen, in der Verbraucherberatungsstelle Nordhausen, im Jahr 2009 auf insgesamt 1629. Bezieht man noch schriftliche Anfragen und Telefongespräche mit ein, kommt man auf beachtliche 4203 Verbraucherkontakte für das vergangene Jahr.
Die Zahlen zeigen vor allem auch, dass das persönliche Gespräch mit dem Berater immer noch besser ist, als Hilfe aus dem Internet oder Ratgebersendungen. Im Gespräch können Probleme konkreter erfasst und gelöst werden, so der Bericht der Beratungsstelle.
Schwerpunkt der Beratungen war mit 32 Prozent der Bereich "Markt und Recht", direkt gefolgt von "Telekommunikation und Medien" mit 27 Prozent. Nummer eins bei den Inhaltlichen Schwerpunkten belegt das so genannte "cold calling" oder auch "Kaltakquise". Das sind vor allem ungewollte Werbeanrufe oder aber auch die "Drückerkolonnen", die in der Fußgängerzone, vor dem Supermarkt oder der eigenen Haustür, versuchen mit windigen Angeboten an Unterschriften zu gelangen.
Den Anrufern ist die Adresse und die Kontoverbindung meist schon vor dem Telefonat bekannt. Im Gespräch wird dem wohlmeinenden Verbraucher dann die Teilnahme an einem Gewinnspiel, ein Zeitschriftenabo oder sogar das unterbinden ungewollter Anrufe (wie dem gerade stattfindenden) schmackhaft gemacht.
Was folgt sind Verträge, von denen der Verbraucher gar nicht weiß, das er sie überhaupt abgeschlossen hat. Erst mit dem Kontoauszug kommt das böse Erwachen. Eine Teilschuld an den Verhältnissen trägt laut dem Jahresbericht der Verbraucherberatungsstelle die Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes.
Die immer komplizierter werdenden Angebote und das Vokabular der Branche verwirren nicht nur ältere Menschen. Auch durchschnittlich informierte Konsumenten wissen nicht immer was "Voice-over-IP", "Pre-selection" oder "TriplePlay" bedeuten.
Ein weiteres akutes Problem mit dem sich die Berater 2009, und sicherlich auch in Zukunft, beschäftigen mussten, waren Internet-Betrüger.
Ohne es zu merken landete so mancher Surfer auf Webseiten, auf denen für Alltagsangebote kräftig zur Kasse gebeten wurde. Grundsätzliche Vorsicht ist geboten wenn Webseiten Name und Anschrift des Nutzers verlangen.
Einmal in die Falle hinein getappt, erhielten die Betroffenen Rechnungen, Mahnungen oder Drohungen und wurden durch Anwaltsschreiben sowie In-kassobüros eingeschüchtert. Auch hier konnte die Verbraucherberatungsstelle bei unberechtigten Forderungen helfen, vorausgesetzt der Geschädigte blieb konsequent und ließ sich nicht einschüchtern.
Weitere Arbeitsschwerpunkte der Beratungsstelle waren, unter anderem, überhöhte Handyabrechnungen, Fragen zur Altersvorsorge oder Versicherungen und Hilfe beim Wechseln des Strom- oder Gasanbieters.
Die Beratungsstelle wird finanziell von der Stadt Nordhausen und dem Landkreis unterstützt. Personell hilft der Verein Lift e.V. Durch die Hilfe konnte das Beratungsangebot in den letzten Jahren breit gefächert werden. Für das Jahr 2010 hofft man im September eine positive Bilanz der 20-jährigen Tätigkeit ziehen zu können.
Die Beratungsstelle befindet sich am August-Bebel-Platz 6 und ist für alle Hilfesuchenden unter der Nummer 03631/982219 zu erreichen
Autor: aglSo einige Nordhäuser erlebten im letzten Jahr böse Überraschungen. Den glücklicheren unter ihnen flatterten plötzlich Verträge ins Haus von denen die betroffenen gar nicht wussten, das sie sie abgeschlossen hatten. Zumindest nicht bis sie sich an den Telefonwerbeanruf oder den netten jungen Mann in der Fußgängerzone erinnerten, der ihnen ein Gewinnspiel oder ein Testabo aufgeschwatzt hatte. Andere bekamen gar nichts Schriftliches, sondern bemerkten erst an ihren Kontoauszügen, das sie einem windigen Geschäft aufgesessen waren.
Um fast ein Viertel stieg die Nachfrage nach persönlichen Beratungsgesprächen, in der Verbraucherberatungsstelle Nordhausen, im Jahr 2009 auf insgesamt 1629. Bezieht man noch schriftliche Anfragen und Telefongespräche mit ein, kommt man auf beachtliche 4203 Verbraucherkontakte für das vergangene Jahr.
Die Zahlen zeigen vor allem auch, dass das persönliche Gespräch mit dem Berater immer noch besser ist, als Hilfe aus dem Internet oder Ratgebersendungen. Im Gespräch können Probleme konkreter erfasst und gelöst werden, so der Bericht der Beratungsstelle.
Schwerpunkt der Beratungen war mit 32 Prozent der Bereich "Markt und Recht", direkt gefolgt von "Telekommunikation und Medien" mit 27 Prozent. Nummer eins bei den Inhaltlichen Schwerpunkten belegt das so genannte "cold calling" oder auch "Kaltakquise". Das sind vor allem ungewollte Werbeanrufe oder aber auch die "Drückerkolonnen", die in der Fußgängerzone, vor dem Supermarkt oder der eigenen Haustür, versuchen mit windigen Angeboten an Unterschriften zu gelangen.
Den Anrufern ist die Adresse und die Kontoverbindung meist schon vor dem Telefonat bekannt. Im Gespräch wird dem wohlmeinenden Verbraucher dann die Teilnahme an einem Gewinnspiel, ein Zeitschriftenabo oder sogar das unterbinden ungewollter Anrufe (wie dem gerade stattfindenden) schmackhaft gemacht.
Was folgt sind Verträge, von denen der Verbraucher gar nicht weiß, das er sie überhaupt abgeschlossen hat. Erst mit dem Kontoauszug kommt das böse Erwachen. Eine Teilschuld an den Verhältnissen trägt laut dem Jahresbericht der Verbraucherberatungsstelle die Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes.
Die immer komplizierter werdenden Angebote und das Vokabular der Branche verwirren nicht nur ältere Menschen. Auch durchschnittlich informierte Konsumenten wissen nicht immer was "Voice-over-IP", "Pre-selection" oder "TriplePlay" bedeuten.
Ein weiteres akutes Problem mit dem sich die Berater 2009, und sicherlich auch in Zukunft, beschäftigen mussten, waren Internet-Betrüger.
Ohne es zu merken landete so mancher Surfer auf Webseiten, auf denen für Alltagsangebote kräftig zur Kasse gebeten wurde. Grundsätzliche Vorsicht ist geboten wenn Webseiten Name und Anschrift des Nutzers verlangen.
Einmal in die Falle hinein getappt, erhielten die Betroffenen Rechnungen, Mahnungen oder Drohungen und wurden durch Anwaltsschreiben sowie In-kassobüros eingeschüchtert. Auch hier konnte die Verbraucherberatungsstelle bei unberechtigten Forderungen helfen, vorausgesetzt der Geschädigte blieb konsequent und ließ sich nicht einschüchtern.
Weitere Arbeitsschwerpunkte der Beratungsstelle waren, unter anderem, überhöhte Handyabrechnungen, Fragen zur Altersvorsorge oder Versicherungen und Hilfe beim Wechseln des Strom- oder Gasanbieters.
Die Beratungsstelle wird finanziell von der Stadt Nordhausen und dem Landkreis unterstützt. Personell hilft der Verein Lift e.V. Durch die Hilfe konnte das Beratungsangebot in den letzten Jahren breit gefächert werden. Für das Jahr 2010 hofft man im September eine positive Bilanz der 20-jährigen Tätigkeit ziehen zu können.
Die Beratungsstelle befindet sich am August-Bebel-Platz 6 und ist für alle Hilfesuchenden unter der Nummer 03631/982219 zu erreichen
