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Geld schon verplant

Dienstag, 27. April 2010, 07:44 Uhr
Seit der vergangenen Woche sind von der Bundesregierung die 900 Millionen Euro für arbeitsmarktfördernde Maßnahmen freigegeben worden. wo genau der Anteil des Landkreises Nordhausen eingesetzt werden soll, das hat die nnz erfahren...


In Erwartung dieser Entscheidung sind in der Geschäftsleitung der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen (ARGE) bereits Maßnahmen vorbereitet worden, um das Geld, das dem Landkreis Nordhausen zufließen wird, punktgenau einzusetzen. "Wir werden uns mit den zusätzlichen Geldern verstärkt der Altersgruppe der unter 25jährigen zuwenden. Mit den Mitteln soll sowohl die Berufsausbildung als auch die Qualifizierung der jungen Frauen und Männer noch individueller gestaltet werden", kündigt ARGE-Geschäftsführer Hans-Georg Müller an.

Hintergrund der speziellen Förderung sind die vielfältigen Vermittlungshemmnisse, die bei dieser Altersgruppe zu finden sind. Aktuell werden von den Mitarbeitern der ARGE 288 Kunden betreut, der überwiegende Teil von ihnen ist bereits über einen längeren Zeitraum hinweg arbeitslos.

Eine weitere Zielgruppe, die mit dem zusätzlichen Geld gezielter und verstärkter gefördert werden soll, sind die so genannten Partner-Bedarfsgemeinschaften. Hier sind beide Partner arbeitslos. Im Landkreis Nordhausen gibt es derzeit 120 solcher Bedarfsgemeinschaften. Ziel der intensiven Förderung soll es sein, nach einem gewissen Zeitraum wenigstens einen der Partner wieder in eine Arbeit zu bringen.

Das können Arbeitsgelegenheiten im öffentlichen und gewerblichen Bereich ebenso sein wie die Vermittlung in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung durch die Gewährung von Eingliederungszuschüssen. Weiterhin wird nach Möglichkeiten gesucht, die Betroffenen in bereits laufende Projekte zu integrieren.

Gemeinsam mit einem angekündigten Landesprogramm soll es machbar sein, wenigstens einem Teil der Bedarfsgemeinschaften, vor allem den Kindern, ein Leben außerhalb von Hartz IV zu ermöglichen.
Autor: nnz

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