Feuriger Jahresrückblick
Donnerstag, 09. Januar 2003, 15:56 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Verlaufe des vorigen Jahres rückten die Nordhäuser Feuerwehren insgesamt 1285 mal zu Einsätzen aus. Im Vergleich zum Jahre 2001 bedeutet das 222 Einsätze mehr im Jahre 2002. Die Berufsfeuerwehr wurde zu 1216 Einsatzhandlungen angefordert und die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt- und Ortsteile kamen 69 mal zum Einsatz.
Entsprechend des Vergleiches zum vorhergehenden Jahr erfolgten durch die Berufsfeuerwehr 1004 Einsätze und durch die Freiwilligen Feuerwehren 59 Einsätze im Jahr 2001. Damit wurde eine Steigerung von ca. 17% der Einsätze im Jahr 2002 verzeichnet. Im Bereich der Brandeinsätze konnte eine fallende Tendenz zum Vorjahr registriert werden. Es kam im Jahre 2002 zu insgesamt 98 Bränden gegenüber dem vorangegangenen Jahr mit
124 Brandeinsätzen.
Der Sachschaden, welcher bei Bränden entstand betrug dabei im Jahre 2002 insgesamt 379.500 Euro und hat sich erhöht. Im Jahre 2001 betrug diese Schadensumme 367.000 Euro. Verringert hat sich die Anzahl der bei Bränden verletzten Personen. Waren es im Jahre 2001 noch 19 verletzte und durch die Feuerwehr gerettete Bürger, so betrug diese Zahl im abgelaufenen vergangenen Jahr 10. Hinzu kommen noch 4 Personen, welche durch die Feuerwehr unverletzt gerettet und in Sicherheit gebracht werden konnten. Die genannten Personenschäden traten ausschließlich bei Bränden im Wohnbereich auf.
Durch Brände tödlich verletzte Personen mussten auch im Jahre 2002 in Nordhausen nicht
beklagt werden. Somit ist im Zuständigkeitsbereich der Nordhäuser Feuerwehren seit neun
Jahren kein Brandtoter mehr zu verzeichnen.
Neben Bränden von Müllcontainern lag der Schwerpunkt der Brände im Jahre 2002 vor allem im Bereich von Wohnungen, gefolgt von Nebengelassen und von Fahrzeugbränden. Hier entstanden auch die wesentlichsten Brandschäden des Jahres. Erhöht hat sich im vergangenen Jahr die Anzahl der Hilfeleistungseinsätze der Feuerwehren gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zu 1059 Einsätzen wurden die Feuerwehren hinzugezogen um Rettungsarbeiten ,Hilfsmaßnahmen bzw. Unterstützung verschiedenster Art zu leisten. Davon wurden 1016 Hilfeleistungen durch die BF und 43 durch die FF geleistet. Im Jahre 2001 erfolgten 692 Einsätze solcher Art.
28 Personen wurden im Rahmen der Hilfeleistungseinsätze durch die Feuerwehr gerettet und in Sicherheit gebracht. Dieses waren 32 Personen weniger als im Jahre 2001, wo noch 60 Personen durch die Feuerwehr gerettet wurden. Dafür mussten aber wieder acht Menschen durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr tot geborgen werden. Im Jahre 2001 betraf das nur fünf Personen.
Die Sachschäden, welche im Bereich der Hilfeleistungseinsätze zu verzeichnen sind, beliefen sich im Jahre 2002 auf ca. 857.600 Euro. Im Jahre 2001 betrug diese Schadensumme noch 1.515 Millionen Euro. Schwerpunkte der Hilfeleistungen bildeten im vorigen Jahr mehrere Großeinsätze infolge von Unwettern im Bereich von Nordhausen. Erinnert sei hier an Großeinsätze der Nordhäuser Feuerwehren am 10.Juli, am 27.Oktober und zum Jahreswechsel 2002 anlässlich der Hochwassersituation in mehreren Ortsteilen der Stadt. Eine größere Anzahl von Hilfeleistungseinsätzen wurden erforderlich zur Beseitigung von Gefahren durch Insekten (165 mal), zur Beseitigung von Tierkadavern und zum Insicherheitbringen von Tieren (122 mal), Einsätze zu Sicherungsmaßnahmen verschiedener Art (102 mal) und Hilfeleistungen zu Verkehrsunfällen (95 mal).
Wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gibt es in der Rubrik Fehlalarme. Hierzu mussten die Feuerwehren nur noch 93 mal ausrücken. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren hierbei noch 181 Einsätze erforderlich. Dieses bedeutet eine annähernde Halbierung der Fehlalarmierungen im Jahre 2002. Entscheidend ist hierbei der Rückgang von Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen. Es wurde nur noch 26 mal der Einsatz durch Melderalarm von BMA für die Feuerwehr erforderlich. Im vorhergehenden Jahr erfolgten hierzu noch 94 Einsätze.
Rückläufig ist auch die Rate der böswilligen Alarme. Sieben mal musste im Jahr 2002 böswilliger Alarm registriert werden. 2001 betrug deren Anzahl noch 17 mal. Die Sicherheitslage im Zuständigkeitsbereich der Feuerwehren für die Stadt und die Ortsteile von Nordhausen konnte auch im Jahre 2002 gewährleistet werden. Entsprechend gewonnener Erfahrungen aus Großeinsätzen des Jahres 2002 gibt es Unzulänglichkeiten, die nur durch großes Engagement der beteiligten Einsatzkräfte die Bevölkerung vor dem Schlimmsten bewahrte. Verbessert werden muss die Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen Institutionen, Behörden und Ämtern bei Großeinsatzlagen.
Noch bestehende Probleme in der technischen Ausrüstung der Feuerwehren konnten weitgehendst aufgrund des persönlichen Einsatzes der Feuerwehrleute kompensiert werden. Hierzu werden aber Grenzen für die Kräfte der Feuerwehren ersichtlich. Nach wie vor steht das Erfordernis einer steten Verbesserung der Technik und Ausrüstung für alle Feuerwehren der Stadt- und Ortsteile von Nordhausen, der weiteren Erhöhung der Personalstärken der Feuerwehren und der Gewährleistung zur Nutzung der Aus- und Weiterbildungseinrichtungen der Feuerwehren.
Entsprechend der Schwerpunktlage des Brandgeschehens im Wohnungssektor verweist die Feuerwehr nach wie vor darauf, dass zum Selbstschutz vor den negativen Folgen von Wohnungsbränden, der Einsatz von Rauchmeldern in Wohnungen unbedingt empfohlen wird.
Volker Menzel, Brandoberinspektor
Autor: nnzEntsprechend des Vergleiches zum vorhergehenden Jahr erfolgten durch die Berufsfeuerwehr 1004 Einsätze und durch die Freiwilligen Feuerwehren 59 Einsätze im Jahr 2001. Damit wurde eine Steigerung von ca. 17% der Einsätze im Jahr 2002 verzeichnet. Im Bereich der Brandeinsätze konnte eine fallende Tendenz zum Vorjahr registriert werden. Es kam im Jahre 2002 zu insgesamt 98 Bränden gegenüber dem vorangegangenen Jahr mit
124 Brandeinsätzen.
Der Sachschaden, welcher bei Bränden entstand betrug dabei im Jahre 2002 insgesamt 379.500 Euro und hat sich erhöht. Im Jahre 2001 betrug diese Schadensumme 367.000 Euro. Verringert hat sich die Anzahl der bei Bränden verletzten Personen. Waren es im Jahre 2001 noch 19 verletzte und durch die Feuerwehr gerettete Bürger, so betrug diese Zahl im abgelaufenen vergangenen Jahr 10. Hinzu kommen noch 4 Personen, welche durch die Feuerwehr unverletzt gerettet und in Sicherheit gebracht werden konnten. Die genannten Personenschäden traten ausschließlich bei Bränden im Wohnbereich auf.
Durch Brände tödlich verletzte Personen mussten auch im Jahre 2002 in Nordhausen nicht
beklagt werden. Somit ist im Zuständigkeitsbereich der Nordhäuser Feuerwehren seit neun
Jahren kein Brandtoter mehr zu verzeichnen.
Neben Bränden von Müllcontainern lag der Schwerpunkt der Brände im Jahre 2002 vor allem im Bereich von Wohnungen, gefolgt von Nebengelassen und von Fahrzeugbränden. Hier entstanden auch die wesentlichsten Brandschäden des Jahres. Erhöht hat sich im vergangenen Jahr die Anzahl der Hilfeleistungseinsätze der Feuerwehren gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zu 1059 Einsätzen wurden die Feuerwehren hinzugezogen um Rettungsarbeiten ,Hilfsmaßnahmen bzw. Unterstützung verschiedenster Art zu leisten. Davon wurden 1016 Hilfeleistungen durch die BF und 43 durch die FF geleistet. Im Jahre 2001 erfolgten 692 Einsätze solcher Art.
28 Personen wurden im Rahmen der Hilfeleistungseinsätze durch die Feuerwehr gerettet und in Sicherheit gebracht. Dieses waren 32 Personen weniger als im Jahre 2001, wo noch 60 Personen durch die Feuerwehr gerettet wurden. Dafür mussten aber wieder acht Menschen durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr tot geborgen werden. Im Jahre 2001 betraf das nur fünf Personen.
Die Sachschäden, welche im Bereich der Hilfeleistungseinsätze zu verzeichnen sind, beliefen sich im Jahre 2002 auf ca. 857.600 Euro. Im Jahre 2001 betrug diese Schadensumme noch 1.515 Millionen Euro. Schwerpunkte der Hilfeleistungen bildeten im vorigen Jahr mehrere Großeinsätze infolge von Unwettern im Bereich von Nordhausen. Erinnert sei hier an Großeinsätze der Nordhäuser Feuerwehren am 10.Juli, am 27.Oktober und zum Jahreswechsel 2002 anlässlich der Hochwassersituation in mehreren Ortsteilen der Stadt. Eine größere Anzahl von Hilfeleistungseinsätzen wurden erforderlich zur Beseitigung von Gefahren durch Insekten (165 mal), zur Beseitigung von Tierkadavern und zum Insicherheitbringen von Tieren (122 mal), Einsätze zu Sicherungsmaßnahmen verschiedener Art (102 mal) und Hilfeleistungen zu Verkehrsunfällen (95 mal).
Wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gibt es in der Rubrik Fehlalarme. Hierzu mussten die Feuerwehren nur noch 93 mal ausrücken. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren hierbei noch 181 Einsätze erforderlich. Dieses bedeutet eine annähernde Halbierung der Fehlalarmierungen im Jahre 2002. Entscheidend ist hierbei der Rückgang von Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen. Es wurde nur noch 26 mal der Einsatz durch Melderalarm von BMA für die Feuerwehr erforderlich. Im vorhergehenden Jahr erfolgten hierzu noch 94 Einsätze.
Rückläufig ist auch die Rate der böswilligen Alarme. Sieben mal musste im Jahr 2002 böswilliger Alarm registriert werden. 2001 betrug deren Anzahl noch 17 mal. Die Sicherheitslage im Zuständigkeitsbereich der Feuerwehren für die Stadt und die Ortsteile von Nordhausen konnte auch im Jahre 2002 gewährleistet werden. Entsprechend gewonnener Erfahrungen aus Großeinsätzen des Jahres 2002 gibt es Unzulänglichkeiten, die nur durch großes Engagement der beteiligten Einsatzkräfte die Bevölkerung vor dem Schlimmsten bewahrte. Verbessert werden muss die Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen Institutionen, Behörden und Ämtern bei Großeinsatzlagen.
Noch bestehende Probleme in der technischen Ausrüstung der Feuerwehren konnten weitgehendst aufgrund des persönlichen Einsatzes der Feuerwehrleute kompensiert werden. Hierzu werden aber Grenzen für die Kräfte der Feuerwehren ersichtlich. Nach wie vor steht das Erfordernis einer steten Verbesserung der Technik und Ausrüstung für alle Feuerwehren der Stadt- und Ortsteile von Nordhausen, der weiteren Erhöhung der Personalstärken der Feuerwehren und der Gewährleistung zur Nutzung der Aus- und Weiterbildungseinrichtungen der Feuerwehren.
Entsprechend der Schwerpunktlage des Brandgeschehens im Wohnungssektor verweist die Feuerwehr nach wie vor darauf, dass zum Selbstschutz vor den negativen Folgen von Wohnungsbränden, der Einsatz von Rauchmeldern in Wohnungen unbedingt empfohlen wird.
Volker Menzel, Brandoberinspektor
