Pop-Art noch bis zum 30. Mai
Donnerstag, 22. April 2010, 12:18 Uhr
Nicht nur in New York, Pittsburgh und Hamburg kann man derzeit Werke der Pop-Art bewundern. Auch das Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg präsentiert erstmals in Thüringen 54 Werke der bekanntesten internationalen Pop-Art Künstler der 60er und 70er Jahre. Allerdings nur noch wenige Tage...
So zeigt auch die Nordhäuser Ausstellung, wie die Kunsthalle in Hamburg, die Verbindung der Welt des Konsums und der Werbung mit der Kunst, sagt Kunsthistorikerin Susanne Hinsching vom Nordhäuser Kunsthaus. Besonders in den Arbeiten des amerikanischen Künstlers Mel Ramos Fräulein French Fries oder des englischen Pop-Art Künstler Peter Blake, der vor allem durch sein Platten-Cover für das Beatles-Album Sergeant Pepper’s Lonely Hearts Club Band 1967 bekannt wurde, seien die Übergänge von Kunst und Kommerz fließend.
Im Mittelpunkt steht der bekannteste amerikanische Pop-Art Künstler Andy Warhol, zu dessen berühmtesten Werken die schrillfarbigen Siebdrucke mit Porträts bedeutender Persönlichkeiten zählen. Gezeigt wird sein Werk Beethoven, das zu den spätesten Arbeiten des Genies Andy Warhol gehört, aber in der Tradition der früheren Siebdrucke – wie Marilyn Monroe oder Mao - steht.
Auch der Einfluss der Comic-Kunst ist in vielen Arbeiten dieser Zeit sichtbar, u.a. in den Arbeiten von Mel Ramos, der verschiedene Superheldinnen – wie Wonder Woman - in den Vordergrund stellte oder der als Cartoonist berühmt gewordene und später zu den bekanntesten Pop-Art Künstler zählende Roy Lichtenstein, der vor allem simple, in der Zeit neu entstandene Alltagsobjekte in den Focus der Kunst setzte. Diese banalen Motive vergrößerte er dann und füllte sie mit Rasterpunkten aus, so dass bis heute unverwechselbare Werke entstanden.
Viele Arbeiten der Pop-Art haben einen stark erotischen Bezug, beispielsweise die Werke des englischen Künstlers Allen Jones, dessen realistische Frauenskulpturen als Möbelstücke gebraucht werden können, oder die Verbindung von Pinups-Girls mit verschiedenen Werbeobjekten bei Mel Ramos ebenso die fast unheimliche Erotik in den einzigartigen Werken des deutsch-amerikanischen Künstlers Richard Lindner, dessen New York-Zyklus in der Ausstellung zu sehen ist, sagt Susanne Hinsching.
Einen ganz eigenen Stil zeigen die Werke von Ilsetraut Glock, die in der Sonderausstellung Ilsetraut Glock – Lebenskunst im Obergeschoss des Kunsthauses zu sehen sei und einen guten Einblick in das umfangreiche Oeuvre der Bonner Künstlerin vermittele, so Hinsching.
Ilsetraut Glocks Werke zeigen stets ein reiches Maß an Phantasie und einen unverkennbaren aber auch abwechslungsreichen Stil, der auf ihre Lust am Experiment zurück zuführen ist. Inspiriert wurde die gebürtige Nordhäuserin auch von anderen Künstlern - wie Hann Trier, den sie am Theater in Nordhausen kennenlernte, oder Alfred Kubin. Das Kunsthaus Meyenburg widmet der Ehrenbürgerin von Nordhausen, die am 8. April ihren 95. Geburtstag beging, erstmals eine umfangreiche Ausstellung. Beide Ausstellungen sind bis zum 30. Mai im Kunsthaus Meyenburg zu sehen.
Autor: nnzSo zeigt auch die Nordhäuser Ausstellung, wie die Kunsthalle in Hamburg, die Verbindung der Welt des Konsums und der Werbung mit der Kunst, sagt Kunsthistorikerin Susanne Hinsching vom Nordhäuser Kunsthaus. Besonders in den Arbeiten des amerikanischen Künstlers Mel Ramos Fräulein French Fries oder des englischen Pop-Art Künstler Peter Blake, der vor allem durch sein Platten-Cover für das Beatles-Album Sergeant Pepper’s Lonely Hearts Club Band 1967 bekannt wurde, seien die Übergänge von Kunst und Kommerz fließend.
Im Mittelpunkt steht der bekannteste amerikanische Pop-Art Künstler Andy Warhol, zu dessen berühmtesten Werken die schrillfarbigen Siebdrucke mit Porträts bedeutender Persönlichkeiten zählen. Gezeigt wird sein Werk Beethoven, das zu den spätesten Arbeiten des Genies Andy Warhol gehört, aber in der Tradition der früheren Siebdrucke – wie Marilyn Monroe oder Mao - steht.
Auch der Einfluss der Comic-Kunst ist in vielen Arbeiten dieser Zeit sichtbar, u.a. in den Arbeiten von Mel Ramos, der verschiedene Superheldinnen – wie Wonder Woman - in den Vordergrund stellte oder der als Cartoonist berühmt gewordene und später zu den bekanntesten Pop-Art Künstler zählende Roy Lichtenstein, der vor allem simple, in der Zeit neu entstandene Alltagsobjekte in den Focus der Kunst setzte. Diese banalen Motive vergrößerte er dann und füllte sie mit Rasterpunkten aus, so dass bis heute unverwechselbare Werke entstanden.
Viele Arbeiten der Pop-Art haben einen stark erotischen Bezug, beispielsweise die Werke des englischen Künstlers Allen Jones, dessen realistische Frauenskulpturen als Möbelstücke gebraucht werden können, oder die Verbindung von Pinups-Girls mit verschiedenen Werbeobjekten bei Mel Ramos ebenso die fast unheimliche Erotik in den einzigartigen Werken des deutsch-amerikanischen Künstlers Richard Lindner, dessen New York-Zyklus in der Ausstellung zu sehen ist, sagt Susanne Hinsching.
Einen ganz eigenen Stil zeigen die Werke von Ilsetraut Glock, die in der Sonderausstellung Ilsetraut Glock – Lebenskunst im Obergeschoss des Kunsthauses zu sehen sei und einen guten Einblick in das umfangreiche Oeuvre der Bonner Künstlerin vermittele, so Hinsching.
Ilsetraut Glocks Werke zeigen stets ein reiches Maß an Phantasie und einen unverkennbaren aber auch abwechslungsreichen Stil, der auf ihre Lust am Experiment zurück zuführen ist. Inspiriert wurde die gebürtige Nordhäuserin auch von anderen Künstlern - wie Hann Trier, den sie am Theater in Nordhausen kennenlernte, oder Alfred Kubin. Das Kunsthaus Meyenburg widmet der Ehrenbürgerin von Nordhausen, die am 8. April ihren 95. Geburtstag beging, erstmals eine umfangreiche Ausstellung. Beide Ausstellungen sind bis zum 30. Mai im Kunsthaus Meyenburg zu sehen.
