nnz-Forum: Erstaunen über Primas
Mittwoch, 21. April 2010, 10:33 Uhr
Die nnz hatte in der vergangenen Woche über einen Klubabend des Nordhäuser Unternehmerverbandes berichtet. Zum Statement des Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Egon Primas, gibt es jetzt eine Reaktion im Forum der nnz...
Der Nordhäuser Kreisverband des BUND nimmt angesichts Ihrer Äußerungen zum Gipsabbau im Landkreis Nordhausen mit Erstaunen wahr, dass Sie als umweltpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion so wenig in die internen Vorgänge und Abläufe der Verfahren zum Gipsabbau im Landkreis involviert sind. Lassen Sie uns deshalb kurz erläutern, welche möglichen Aktivitäten die vermutlich in einem anderen Land bzw. Erdteil ansässige Gipsindustrie spätestens nach der Zeit der kommunalen Neuwahlen im Land Thüringen entfalten wird.
Es werden zeitgleich zwei Abbauanträge in der Rüdigsdorfer Schweiz vorgelegt. Erkundungsbohrungen wurden bereits getätigt, manche zur Überraschung der Bevölkerung und der Behörden. Am regionalen Raumordnungsplan mit den berüchtigten weißen Flecken wird derzeitig hinter den Vorhängen und politischen Hintertüren getüftelt. Die Feststellung des Bergamtes, der unterirdische Abbau ist mit dem Naturschutz in Einklang zu bringen, kommt da gerade rechtzeitig. Trifft eine Behörde derartig wichtige Entscheidungen ohne Rücksprache mit dem Umweltminister angesichts der politischen Brisanz?
Jetzt nur keine voreiligen Beschlüsse im Kreistag fassen, die vielleicht einen möglichen Abbau verhindern. Beruhigung der Massen, indes wird hinter den Kulissen weiter gehandelt. Um das letzte Stück Natur, dass noch nicht "verritzt" ist - es sind gen au 8 km. Da lässt sich doch noch was machen? Nein, natürlich liegt kein Antrag auf einen unterirdischen Abbau vor. Natürlich dienen die Aktenordner füllenden Gutachten nur der Feststellung, dass Bergbau der Natur nicht schadet. Die EU-Abgeordneten können beruhigt schlafen gehen. Ihre Belange sind nicht berührt.
Zurück zu den Abbauanträgen. Es werden zwei sein, beide in der Umgebung der Rüdigsdorfer Schweiz. Zeitgleich vorgelegt, möglichst zur Urlaubszeit oder um die Weihnachtsfeiertage. Das sichert personelle Unterbesetzung in den Behörden und eine Bevölkerung, die sich mit familiären Problemen und Organisatorischem beschäftigt. Und jetzt der entscheidende Gedanke: Zwei Abbauanträge sichern ein Kompromissangebot des Unternehmens, das sich ganz plötzlich zu einem Konglomerat entwickelt. Selbstverständlich ist es bereit, auf eine Abbaustelle zu verzichten.
Selbstverständlich erst dann, wenn es beide Betriebspläne in der Hand hält. Einer davon ist ein Faustpfand, so wie das vom Land Thüringen verkaufte Bergwerkseigentum an eine Firma in Niedersachsen. Mit dem wird ja bekannter Maßen heute noch spekuliert - als Kompromiss so zu sagen. Und wie selbstverständlich finden sich immer wieder Volksvertreter, die den Massen suggerieren: "Es will niemand Gips abbauen - die Rüdigsdorfer Schweiz ist sicher".
Mag sein, dass diese fantasievollen Ausführungen dem ein- oder anderen Kreistagsmitglied suspekt erscheinen. Mag sein, dass der Text den ein- oder anderen "Dehn-baren Begriff" enthält. Mag sein. Der BUND wird in Kürze eine Umfrage an die Kreistagsfraktionen, Politiker und Kommunen zum Gipsabbau starten. Mag sein, dass die ein- oder andere Antwort etwas fantasievoll ausfällt.
Kreisvorstand Nordhausen des BUND
Der Nordhäuser Kreisverband des BUND nimmt angesichts Ihrer Äußerungen zum Gipsabbau im Landkreis Nordhausen mit Erstaunen wahr, dass Sie als umweltpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion so wenig in die internen Vorgänge und Abläufe der Verfahren zum Gipsabbau im Landkreis involviert sind. Lassen Sie uns deshalb kurz erläutern, welche möglichen Aktivitäten die vermutlich in einem anderen Land bzw. Erdteil ansässige Gipsindustrie spätestens nach der Zeit der kommunalen Neuwahlen im Land Thüringen entfalten wird.
Es werden zeitgleich zwei Abbauanträge in der Rüdigsdorfer Schweiz vorgelegt. Erkundungsbohrungen wurden bereits getätigt, manche zur Überraschung der Bevölkerung und der Behörden. Am regionalen Raumordnungsplan mit den berüchtigten weißen Flecken wird derzeitig hinter den Vorhängen und politischen Hintertüren getüftelt. Die Feststellung des Bergamtes, der unterirdische Abbau ist mit dem Naturschutz in Einklang zu bringen, kommt da gerade rechtzeitig. Trifft eine Behörde derartig wichtige Entscheidungen ohne Rücksprache mit dem Umweltminister angesichts der politischen Brisanz?
Jetzt nur keine voreiligen Beschlüsse im Kreistag fassen, die vielleicht einen möglichen Abbau verhindern. Beruhigung der Massen, indes wird hinter den Kulissen weiter gehandelt. Um das letzte Stück Natur, dass noch nicht "verritzt" ist - es sind gen au 8 km. Da lässt sich doch noch was machen? Nein, natürlich liegt kein Antrag auf einen unterirdischen Abbau vor. Natürlich dienen die Aktenordner füllenden Gutachten nur der Feststellung, dass Bergbau der Natur nicht schadet. Die EU-Abgeordneten können beruhigt schlafen gehen. Ihre Belange sind nicht berührt.
Zurück zu den Abbauanträgen. Es werden zwei sein, beide in der Umgebung der Rüdigsdorfer Schweiz. Zeitgleich vorgelegt, möglichst zur Urlaubszeit oder um die Weihnachtsfeiertage. Das sichert personelle Unterbesetzung in den Behörden und eine Bevölkerung, die sich mit familiären Problemen und Organisatorischem beschäftigt. Und jetzt der entscheidende Gedanke: Zwei Abbauanträge sichern ein Kompromissangebot des Unternehmens, das sich ganz plötzlich zu einem Konglomerat entwickelt. Selbstverständlich ist es bereit, auf eine Abbaustelle zu verzichten.
Selbstverständlich erst dann, wenn es beide Betriebspläne in der Hand hält. Einer davon ist ein Faustpfand, so wie das vom Land Thüringen verkaufte Bergwerkseigentum an eine Firma in Niedersachsen. Mit dem wird ja bekannter Maßen heute noch spekuliert - als Kompromiss so zu sagen. Und wie selbstverständlich finden sich immer wieder Volksvertreter, die den Massen suggerieren: "Es will niemand Gips abbauen - die Rüdigsdorfer Schweiz ist sicher".
Mag sein, dass diese fantasievollen Ausführungen dem ein- oder anderen Kreistagsmitglied suspekt erscheinen. Mag sein, dass der Text den ein- oder anderen "Dehn-baren Begriff" enthält. Mag sein. Der BUND wird in Kürze eine Umfrage an die Kreistagsfraktionen, Politiker und Kommunen zum Gipsabbau starten. Mag sein, dass die ein- oder andere Antwort etwas fantasievoll ausfällt.
Kreisvorstand Nordhausen des BUND
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
