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Den Zieldurchlauf gewonnen

Mittwoch, 21. April 2010, 07:03 Uhr
In einem wahren Handballkrimi bezwangen die NSV Damen am Samstag die Zweite von Hermsdorf. So sicherten sie sich den Klassenerhalt förmlich am letzten Spieltag, wie Frank Ollech zu berichten weiß...


Es war der letzte Strohhalm, den die NSV Damen am Samstag im Spiel gegen die Reserve von Hermsdorf ergriffen. Nur mit einem Erfolg konnten sie, bei gleichzeitiger Niederlage der Mühlhäuserinnen, das Wunder noch erreichen. Entsprechend motiviert gingen sie zu Werke. Leider verkrampften sie dabei und ein geordneter Spielfluss war nicht erkennbar.

Da die Gäste vom Autobahnkreuz auch sichtlich bemüht waren alles andere als Handball zu spielen, war die Begegnung ein „echter“ Knaller. Aus der von Torarmut geprägten ersten Halbzeit gingen die Gäste mit einer 7:5 Führung hervor und der NSV war zu diesem Zeitpunkt noch abgestiegen.

In den zweiten 30. Spielminuten erinnerten sich beide Mannschaften an die Sportart und schlagartig kam Stimmung auf. Für die Gastgeberinnen war der Anschlusstreffer kurz nach der Pause ganz wichtig und vielleicht entscheidend. Obwohl Hermsdorf noch einmal auf 7:10 davon zog, spürten die Zuschauer ein Aufbäumen der Südharzerinnen. Das Aufbäumen wurde in der Folgezeit in Tore umgesetzt, zum endsetzen der Gäste.

Beim 12:12 war es geschafft, der Ausgleich. Als dann noch die Treffer 13, 14 und 15 folgten stand der Spielverlauf auf dem Kopf. Die Damen des NSV spielten sich den Frust einer verkorksten Saison von der Seele. Die Gäste mühten sich redlich, fanden den verlorenen Spielfaden aber nicht wieder.

Nach 60. Minuten erlebte die Ballspielhalle einen riesigen Jubel, nach einer kämpferisch überzeugenden zweiten Halbzeit. Die NSV Damen hatten das nicht mehr möglich Geglaubte erreicht, einen Sieg auf der Ziellinie. Der Jubel verstärkte sich am Sonntag, als das Spielergebnis Meiningen gegen Mühlhausen bekannt wurde. Die Damen vom VfB TM verspielten mit einer 13:20 Niederlage ihre Chance auf den Klassenerhalt und mussten dem NSV so den Vortritt lassen.

Die Nordhäuserinnen überzeugten vor allem in kämpferischer Hinsicht. Sie gaben sich nie auf und nutzten ihre Chance, als die spielerische Sicherheit wieder ins Spiel einzog, konsequent.

Nicole Kratzin / Steffi Höppner/ Anica König /Diana Bückert 3/ Annett Schneider/ Melanie Siegesmund 3/ Diana Höppner/ Bettina Hoffmann 5/ Katja Sonnabend/ Anja Rüdiger 3/ Patricia Bischoff / Vivien Klaschka 2/ Steffanie Knolle
Autor: nnz

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