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Trio will um Kommunal-Job kämpfen

Mittwoch, 08. Januar 2003, 12:20 Uhr
Mackenrode (nnz). In etwas mehr als vier Wochen wird in Mackenrode gewählt. Ein neuer Bürgermeister soll her. Oder bleibt es beim „Alten“? Gestern wurden die Kandidaten benannt und bestätigt.


Er ist der „Graf“ von Hohenstein, wie Martin Höche von seinen Freunden manchmal scherzhaft genannt wird. Ein Fünkchen Wahrheit steckt jedoch dahinter. Der CDU-Mann regiert seit der Wende. Erst in Mackenrode, dann in der Einheitsgemeinde Hohenstein. Gegen ihn anzukommen ist schwer, „Platzhalter“ haben es immer leichter. Das Wahlvolk hat sich an sie gewöhnt, sie können Bilanz ziehen.

Und trotzdem gibt es Herausforderer. Es sind dies Dietrich Bahn von der PDS und Karl-Heinz Erhardt (SPD). Der 50 Jahre alte Sozialdemokrat ist Diplomingenieur für Wasserwirtschaft und kommt aus Mackenrode. Gestern sind die beiden Herausforderer und Höche selbst vom Wahlausschuß bestätigt worden. Sie haben jetzt bis zum 9. Februar für ihren persönlichen Wahlkampf Zeit. Es sind ganze 2.206 Wahlberichtigte, die dann über die politische Zukunft des Männertrios entscheiden. Leicht werden sie es sich nicht machen, denn hier wird nicht mal so ein „Ehrenämtler“ gewählt. Der „Meister der Hohensteiner Bürger“ arbeitet hauptamtlich und wird auch dementsprechend bezahlt.

Kritik im Vorfeld der Wahlvorbereitung kam indes von der SPD. Für die Partei war die Zeitschiene verdammt eng gestrickt. Die Amtszeit von Martin Höche geht Ende Februar zu Ende. Die erste offizielle Veröffentlichung zur Wahl gab es am 12. Dezember im Amtsblatt der Gemeinde, die Abgabefrist für die Wahlvorschläge war auf den 27. 12. datiert. Ein Einzelkandidat, der nicht unbedingt auf einen parteilichen Rückenhalt zurückgreifen kann, hätte sich quasi „blitzschnell“ entscheiden müssen.
Autor: nnz

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