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"Weltrekord" in Bleicherode

Mittwoch, 08. Januar 2003, 08:46 Uhr
Bleicherode (nnz). In der Helios-Klinik in Bleicherode werden künstliche Kniegelenke eingepflanzt. Was in anderen Orthopädie-Kliniken vielleicht eine Seltenheit ist, das mutierte in Bleicherode zur Routine. Jetzt wurde gar ein Jubiläum gefeiert.


Zum Ende des vergangenen Jahres haben die Orthopäden des Helios-Fachkrankenhauses Bleicherode das künstliche Kniegelenk mit der Nummer „1.000“ eingepflanzt. Auch beim Jubiläumskniegelenk bedienten sich die Experten der Hilfe eines computergestützten Navigationssystems. „Damit gibt es weltweit keine Klinik, die über umfangreichere Erfahrungen in der computernavigierten Implantation von künstlichen Kniegelenken verfüge“, so das Ärzteteam.

Seit 1999 arbeiten die Operateure in Bleicherode mit dem sogenannten „OrthoPilot“. Ziel der Operation ist, das künstliche Kniegelenk so einzusetzen, dass das Bein ausschließlich gerade und das Kunstgelenk nicht ungünstig belastet ist. Hintergrund sei das Wissen, dass bereits eine Abweichung der Beinachse von mehr als 3 Grad die Haltbarkeit des künstlichen Gelenks herabsetzt.

Internationale Untersuchungen würden belegen, dass nur etwa 75 Prozent aller herkömmlich operierten Knieendprothesen optimal eingesetzt würden. Mit der neuen Technik würde dieser Anteil auf mehr als 95 Prozent steigen. Die „Ortho-Pilot“-Navigationssysteme sind derzeit in bundesweit acht Kliniken der Helios-Gruppe im Einsatz.
Autor: nnz

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