Zwei Nachrichten für Einsatzkräfte
Samstag, 04. Januar 2003, 11:41 Uhr
Nordhausen (nnz). Hochwassser im Landkreis Nordhausen. Der Einsatzstab des Landratsamtes erhielt in den frühen Morgenstunden zwei Nachrichten: Eine gute und eine weniger gute...
Es war exakt 6.16 Uhr: Da erhielten die Mitarbeiter des Brand- und Katastrophenschutzes am Salzagraben die Information vom Thüringer Umweltministerium, dass die Hochwasser-Alarmstufe 3 für den Landkreis aufgehoben sei. Jetzt ist die 2 angesagt. Trotzdem werden die sensiblen Stellen der Flüsse weiter ständig kontrolliert. Auch die Pegel werden kontinuierlich abgelesen werden. Für die nnz-Leser hat die Redaktion einen Service eingerichtet.
Hier können Sie sämtliche Pegelstände aktuell ablesen.
Arbeit gibt es heute noch in Görsbach. Da droht ein Damm zu brechen, das Wasser könnte ein Neubaugebiet gefährden. Deshalb soll mit einem Bagger ein großes Loch in ein Feld gebuddelt werden, in dem sich das Oberflächenwasser sammeln kann. Aus dem Loch sollen die Wassermengen dann kontrolliert abgepumpt werden.
Für einige Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren ist indes noch keine Ruhepause angesagt. Wie die nnz exklusiv erfuhr, werden rund 20 bis 30 Kameraden noch heute nach Leubingen in den Landkreis Sömmerda fahren. Dort ist am frühen Morgen mit der Evakuierung der Ortschaft begonnen worden. Die rund 1.000 Einwohner werden zumeist bei Verwandten und Bekannten in nahe gelegenen Orten untergebracht. Die Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, da die Deiche an der Unstrut zu brechen drohten.
Der Deutsche Wetterdienst in Leipzig hat am frühen Samstagmorgen seine Unwetterwarnung für Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen aufgehoben. Die Kaltluft ist da und damit der Niederschlag gebunden. Zudem seien die Niederschlagsmengen geringer ausgefallen als erwartet. Bis zum Nachmittag kündigte der Meteorologe Bewölkung und Temperaturen um minus 2 Grad, für die Nacht mäßigen Frost zwischen minus 5 und minus 8 Grad an. Es werde kaum noch Niederschlag geben.
Die Hochwasserlage ist an der Unstrut in der Region Artern in Nordthüringen weiter angespannt. Die Dämme sind alle gesichert und werden ständig kontrolliert, sagte ein Mitarbeiter vom Einsatzstab des Landkreises Sondershausen heute. Es könne aber keine Entwarnung gegeben werden. Eine Evakuierung sei jedoch derzeit nicht nötig. Das Innenministerium hatte noch in der Nacht von einer Evakuierung gesprochen. Mehrere Häuser wurden beschädigt. Für Oldisleben galt noch die höchste Alarmstufe.
Autor: nnzEs war exakt 6.16 Uhr: Da erhielten die Mitarbeiter des Brand- und Katastrophenschutzes am Salzagraben die Information vom Thüringer Umweltministerium, dass die Hochwasser-Alarmstufe 3 für den Landkreis aufgehoben sei. Jetzt ist die 2 angesagt. Trotzdem werden die sensiblen Stellen der Flüsse weiter ständig kontrolliert. Auch die Pegel werden kontinuierlich abgelesen werden. Für die nnz-Leser hat die Redaktion einen Service eingerichtet.
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Arbeit gibt es heute noch in Görsbach. Da droht ein Damm zu brechen, das Wasser könnte ein Neubaugebiet gefährden. Deshalb soll mit einem Bagger ein großes Loch in ein Feld gebuddelt werden, in dem sich das Oberflächenwasser sammeln kann. Aus dem Loch sollen die Wassermengen dann kontrolliert abgepumpt werden.
Für einige Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren ist indes noch keine Ruhepause angesagt. Wie die nnz exklusiv erfuhr, werden rund 20 bis 30 Kameraden noch heute nach Leubingen in den Landkreis Sömmerda fahren. Dort ist am frühen Morgen mit der Evakuierung der Ortschaft begonnen worden. Die rund 1.000 Einwohner werden zumeist bei Verwandten und Bekannten in nahe gelegenen Orten untergebracht. Die Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, da die Deiche an der Unstrut zu brechen drohten.
Der Deutsche Wetterdienst in Leipzig hat am frühen Samstagmorgen seine Unwetterwarnung für Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen aufgehoben. Die Kaltluft ist da und damit der Niederschlag gebunden. Zudem seien die Niederschlagsmengen geringer ausgefallen als erwartet. Bis zum Nachmittag kündigte der Meteorologe Bewölkung und Temperaturen um minus 2 Grad, für die Nacht mäßigen Frost zwischen minus 5 und minus 8 Grad an. Es werde kaum noch Niederschlag geben.
Die Hochwasserlage ist an der Unstrut in der Region Artern in Nordthüringen weiter angespannt. Die Dämme sind alle gesichert und werden ständig kontrolliert, sagte ein Mitarbeiter vom Einsatzstab des Landkreises Sondershausen heute. Es könne aber keine Entwarnung gegeben werden. Eine Evakuierung sei jedoch derzeit nicht nötig. Das Innenministerium hatte noch in der Nacht von einer Evakuierung gesprochen. Mehrere Häuser wurden beschädigt. Für Oldisleben galt noch die höchste Alarmstufe.
