nnz-Rückspiegel: 3. Januar 2002
Freitag, 03. Januar 2003, 07:02 Uhr
Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Gala und Burg Lohra
Silvester-Gala war voller Erfolg
Auf eine Premiere konnte das Team des Nordhäuser Badehauses am letzten Tag des alten und am ersten Tag des neuen Jahres zurückblicken. Gala war angesagt. In Vorbereitung auf dieses Event war es zuerst notwendig, den Stöpsel am Jugendstilbecken zu ziehen. Der Beckengrund wurde zur Tanz- und Showfläche umfunktioniert. Musikalisch wurde die Silvesterparty von zwei Bands und dem Extraballett des Nordhäuser Theaters umrahmt. Die tanzenden Damen und Herren des Musentempels zeigten ihr Können zu Wiener-Walzer-Musik oder heißen Diskorhythmen. Für die Organisation der Jahres-Abschluß-Fete zeichnete die Konzertagentur Media Heck verantwortlich.
Burg Lohra: Das Leben geht weiter
Hoch oben auf dem Berge, da thront sie seit Jahrhunderten: Die Burg Lohra. Eigentümer ist der Arbeitskreis Denkmalpflege e.V. Gegen den soll jetzt ein Insolvenzverfahren eröffnet werden. Nach Auskunft des Mühlhäuser Amtsgerichts hatte die AOK in Rostock den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Hintergrund seien nicht geleistete Sozialabgaben des Arbeitskreises für eingesetzte ABM-Mitarbeiter gewesen. Alles halb so schlimm, wehrt eine Frau Preuß vom Arbeitskreis ab, die Sache ist bereits erledigt. Hierbei handelte es sich um ein Missverständnis.
Die neuere Geschichte der Burg im Landkreis Nordhausen ist also fast genauso spannend wie die ältere. Lange Zeit war die Anlage nach der Wende quasi ohne Besitzer. Mal wollte der Landkreis kaufen, die Gemeinde Großlohra konnte sie nicht halten, schließlich wurde die gesamte Anlage durch die Treuhand-Nachfolgerin TLG nicht nur vermarktet, sondern auch verkauft. Als Käufer trat ein Dr. Ludwig auf, der dem Arbeitskreis Denkmalpflege e.V. vorsteht. Alle waren im November 2000 froh, dass dieses historische Kleinod nun in einer festen Hand war. Der neue Besitzer ging im Jahr darauf auch gleich ans Werk, die Doppelkapelle erhielt ein neues Dach aus alten Ziegeln. Das Land Thüringen hatte bis zu diesem Zeitpunkt Fördermittel in Höhe von 200.000 Mark ausgereicht, wie Wissenschaftsministerin Dagmar Schipanski auf eine kleine Anfrage der PDS-Landtagsfraktion mitteilte. In ihrer Antwort wies die Ministerin allerdings auch darauf hin, dass es im Jahr 1997 Probleme mit dem Verein gab, als dieser ohne denkmalschutzrechtliche Erlaubnis Maßnahmen an der Burg durchführte..ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzGala und Burg Lohra
Silvester-Gala war voller Erfolg
Auf eine Premiere konnte das Team des Nordhäuser Badehauses am letzten Tag des alten und am ersten Tag des neuen Jahres zurückblicken. Gala war angesagt. In Vorbereitung auf dieses Event war es zuerst notwendig, den Stöpsel am Jugendstilbecken zu ziehen. Der Beckengrund wurde zur Tanz- und Showfläche umfunktioniert. Musikalisch wurde die Silvesterparty von zwei Bands und dem Extraballett des Nordhäuser Theaters umrahmt. Die tanzenden Damen und Herren des Musentempels zeigten ihr Können zu Wiener-Walzer-Musik oder heißen Diskorhythmen. Für die Organisation der Jahres-Abschluß-Fete zeichnete die Konzertagentur Media Heck verantwortlich.
Burg Lohra: Das Leben geht weiter
Hoch oben auf dem Berge, da thront sie seit Jahrhunderten: Die Burg Lohra. Eigentümer ist der Arbeitskreis Denkmalpflege e.V. Gegen den soll jetzt ein Insolvenzverfahren eröffnet werden. Nach Auskunft des Mühlhäuser Amtsgerichts hatte die AOK in Rostock den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Hintergrund seien nicht geleistete Sozialabgaben des Arbeitskreises für eingesetzte ABM-Mitarbeiter gewesen. Alles halb so schlimm, wehrt eine Frau Preuß vom Arbeitskreis ab, die Sache ist bereits erledigt. Hierbei handelte es sich um ein Missverständnis.
Die neuere Geschichte der Burg im Landkreis Nordhausen ist also fast genauso spannend wie die ältere. Lange Zeit war die Anlage nach der Wende quasi ohne Besitzer. Mal wollte der Landkreis kaufen, die Gemeinde Großlohra konnte sie nicht halten, schließlich wurde die gesamte Anlage durch die Treuhand-Nachfolgerin TLG nicht nur vermarktet, sondern auch verkauft. Als Käufer trat ein Dr. Ludwig auf, der dem Arbeitskreis Denkmalpflege e.V. vorsteht. Alle waren im November 2000 froh, dass dieses historische Kleinod nun in einer festen Hand war. Der neue Besitzer ging im Jahr darauf auch gleich ans Werk, die Doppelkapelle erhielt ein neues Dach aus alten Ziegeln. Das Land Thüringen hatte bis zu diesem Zeitpunkt Fördermittel in Höhe von 200.000 Mark ausgereicht, wie Wissenschaftsministerin Dagmar Schipanski auf eine kleine Anfrage der PDS-Landtagsfraktion mitteilte. In ihrer Antwort wies die Ministerin allerdings auch darauf hin, dass es im Jahr 1997 Probleme mit dem Verein gab, als dieser ohne denkmalschutzrechtliche Erlaubnis Maßnahmen an der Burg durchführte..ausführlich im nnz-Archiv
