Mittelständische Existenzangst
Donnerstag, 02. Januar 2003, 09:32 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Ökosteuer, die geplante Einführung der Maut auf Deutschlands Autobahnen. All das sind keine günstigen Rahmenbedingungen für den Mittelstand. Besonders hart betroffen seien die Verkehrsbetriebe in Thüringen, meint die IHK in Erfurt...
Die rund 3.100 Thüringer Verkehrsbetriebe gehen mit gemischten Gefühlen in das neue Jahr. Bedingt durch die Anhebung der Mineralölsteuer zum 1. Januar 2003 um 3,07 Cent je Liter und die geplante Einführung einer streckenbezogenen LKW-Maut Mitte des Jahres macht sich unter den mittelständischen Transportunternehmen Existenzangst breit.
Eine durchschnittlich geplante Mauthöhe von 0,15 Euro je Kilometer führt zu einer Steigerung der Kosten für den Betrieb eines LKW von etwa 8 bis 10 Prozent, rechnet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Aufgrund der schlechten Ertragslage hätten zahlreiche Unternehmen gegenwärtig nicht die Liquidität, um die Zeit zwischen der Fälligkeit der Maut und den Zahlungseingängen der Kunden zu überbrücken.
Die kurzfristige Harmonisierung der Wettbewerbsbedingungen in Europa ist für die deutschen Fuhrunternehmen dringend notwendig, fordert Grusser mit Blick auf die offensichtlich nur unzureichenden Aktivitäten der Rot-Grünen Bundesregierung. Ohne eine deutliche Kompensation der Mehrbelastungen durch Ökosteuer und Maut über die bisher in Aussicht gestellten 300 Mio. Euro hinaus, sei der Konkurs zahlreicher Verkehrsbetriebe in Deutschland vorprogrammiert.
Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation mussten im vergangenen Jahr mehr als 200 Verkehrsbetriebe in Thüringen ihr Gewerbe abmelden.
Autor: nnzDie rund 3.100 Thüringer Verkehrsbetriebe gehen mit gemischten Gefühlen in das neue Jahr. Bedingt durch die Anhebung der Mineralölsteuer zum 1. Januar 2003 um 3,07 Cent je Liter und die geplante Einführung einer streckenbezogenen LKW-Maut Mitte des Jahres macht sich unter den mittelständischen Transportunternehmen Existenzangst breit.
Eine durchschnittlich geplante Mauthöhe von 0,15 Euro je Kilometer führt zu einer Steigerung der Kosten für den Betrieb eines LKW von etwa 8 bis 10 Prozent, rechnet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Aufgrund der schlechten Ertragslage hätten zahlreiche Unternehmen gegenwärtig nicht die Liquidität, um die Zeit zwischen der Fälligkeit der Maut und den Zahlungseingängen der Kunden zu überbrücken.
Die kurzfristige Harmonisierung der Wettbewerbsbedingungen in Europa ist für die deutschen Fuhrunternehmen dringend notwendig, fordert Grusser mit Blick auf die offensichtlich nur unzureichenden Aktivitäten der Rot-Grünen Bundesregierung. Ohne eine deutliche Kompensation der Mehrbelastungen durch Ökosteuer und Maut über die bisher in Aussicht gestellten 300 Mio. Euro hinaus, sei der Konkurs zahlreicher Verkehrsbetriebe in Deutschland vorprogrammiert.
Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation mussten im vergangenen Jahr mehr als 200 Verkehrsbetriebe in Thüringen ihr Gewerbe abmelden.
