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FHN qualifiziert arbeitslose Akademiker

Donnerstag, 01. April 2010, 17:25 Uhr
Eine besondere Aufgabe hat die Nordhäuser Fachhochschule übernommen. "Fit für den Markt" ist das Motto der gebildeten Hilfestellung.

Trotz der Wirtschaftskrise ist der anhaltende und prognostizierte zunehmende Fachkräftemangel im Ingenieurbereich ein ständiges Thema in der Öffentlichkeit. In den nächsten Jahren werden dem deutschen Arbeitsmarkt daher viele Ingenieure fehlen. Umso wichtiger sind die Bestrebungen des Bundes arbeitslose Ingenieure, insbesondere auch mit
Migrationshintergrund, für die aktuellen Ansprüche auf dem Arbeitsmarkt zu qualifizieren.

gruppe (Foto: fhn) gruppe (Foto: fhn)


Dies passiert z.B. in dem vom Bund und dem ESF geförderten Akademikerprogramm der Otto-Benecke-Stiftung e.V. die arbeitslose - zugewanderte und hiesige - Akademikerinnen und Akademikern berät und
berufsspezifische Bildungsangebote für diese Zielgruppe im gesamten Bundesgebiet fördert. In mehrmonatigen Maßnahmen, die vorwiegend in Kooperation mit Hochschulen stattfinden, werden innerhalb von Theorie-
und Praxisphasen die fachlichen und außerfachlichen Kompetenzen der Teilnehmenden arbeitsmarktorientiert ergänzt, so dass Ihnen der adäquate berufliche (Wieder-) Einstieg gelingt. Die Fachhochschule Nordhausen ist einer dieser Kooperationspartner und qualifiziert nach einem erfolgreichen ersten Durchgang, nun bereits in der 2. Runde ein buntes Teilnehmerfeld. Die in Nordhausen angesiedelte Studienergänzung
„Umwelttechnik und Recycling“ baut auf dem an der FH bereits etablierten Studiengang Umwelt- und Recyclingtechnik auf und ist auf arbeitslose Absolventen ingenieur- und naturwissenschaftlicher Studiengänge zugeschnitten. Um der sehr unterschiedlichen
Vorbildungen der Teilnehmer gerecht zu werden, wird die Studienergänzung in den zwei Vertiefungsrichtungen Verfahrenstechnik und Geoengineering angeboten.
Innerhalb einer 10-monatigen Präsenzzeit in Nordhausen werden die Ingenieure zum aktuellen Stand der Technik unterrichtet und für den Wiedereinstieg in das Erwerbsleben qualifiziert. Das Intensivstudium
wird zudem durch ein abschließendes 3-monatiges Praktikum abgerundet, in dem die Teilnehmer das Gelernte in der Praxis anwenden und Kontakte für
eine zukünftige Beschäftigung knüpfen sollen. Insbesondere für Langzeitarbeitslose ist dies eine Chance, sich wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Neben der gezielten fachlichen Qualifizierung in der Studienergänzung „Umwelttechnik und Recycling“
umfasst das Bildungsangebot Kleingruppentraining für Soft-Skills und fachliche Zusatzqualifikationen.
Die 19 Teilnehmer, die im März mit der Weiterbildungsmaßnahme begonnen
haben sind auch kulturell ein echtes Highlight an der FH und in Nordhausen. So sind in der Gruppe 11 Nationalitäten aus den afrikanischen, asiatischen und europäischen Teilen der Welt vertreten.

Besonders positiv ist auch zu erwähnen, dass gerade in einer so technisch ausgerichteten Maßnahme der Frauenanteil bei fast 40 % liegt.
Diese multinationale Zusammensetzung ist neben der fachlichen- auch eine kulturelle Herausforderung für Teilnehmer wie für Dozenten. Doch nach den sehr positiven Erfahrungen aus der ersten Runde wurde der
diesjährige Start mit Freude erwartet. Die sehr motivierten, disziplinierten und wissensdurstigen Teilnehmer sind für Dozenten wie für die regulären Studenten eine Bereicherung im studentischen
Alltag.

Informationen zum Bildungsangebot und zur Bewerbung erhalten Sie direkt an der Fachhochschule Nordhausen bei Frau Prof. Schade-Dannewitz (03631-420 300, schade@fh-nordhausen.de, www.fh-nordhausen.de) und bei der Otto Benecke Stiftung e.V. unter der Hotline 0228/8163-600 oder im Internet unter www.obs-ev.de.
Autor: nnz

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